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Apophtegmata Patrum - Väterweisung
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Der Altvater Daniel berichtet: Der Altvater Arsenios erzählte uns einmal von einem anderen - doch war es zweifellos er selber: Ein Greis saß in seinem Kellion, da kam eine Stimme zu ihm, die sprach: Komm her, und ich werde dir die Werke der Menschen zeigen! Der Sprecher führte ihn an einen Ort und zeigte ihm einen Äthiopier, der Holz spaltete. Er hatte einen großen Haufen beisammen, versuchte ihn aufzuheben und brachte es nicht fertig. Statt nun von ihm einzeln wegzunehmen, spaltete er noch mehr Holz und legte es auf einen Haufen. Das tat er lange Zeit. Der Sprecher ging weiter und zeigte ihm einen Mann, der an einem Teiche stand und Wasser daraus schöpfte, und zwar in eine durchlöcherte Zisterne, die das Wasser wieder in den Teich abfließen ließ. Wiederum sprach er zu ihm: Komm, ich werde dir etwas anderes zeigen! Er sah einen Tempel und zwei Männer zu Pferde. Sie trugen der Quere nach einen Balken, einer neben dem anderen. Sie wollten zum Tore hinein, konnten es aber nicht, weil der Balken quer lag. Keiner der beiden wollte sich herablassen, hinter dem anderen den Balken geradeaus zu tragen. Darum blieben sie ausserhalb des Tempels. Die Träger bedeuten die, die das Joch der Gerechtigkeit mit Überheblichkeit schleppen; sie konnten sich nicht dazu verstehen, sich in die richtige Richtung zu bringen und auf dem demütigen Wege Christi zu gehen. Daher bleiben sie auch ausserhalb des Reiches Gottes. Der Holzspalter aber ist in vieler Schuld: anstatt zu bereuen, fügt er andere Gesetzwidrigkeiten zu seinen Sünden dazu. Der Wasserschöpfer ist ein Mann, der zwar gute Werke tut, aber da er in ihnen eine üble Beimischung hat, ist er damit dem Verderben ausgeliefert, mitsamt seinen guten Werken. Es muß also jeder Mensch besonnen sein in seinen Werken, damit er sich nicht ins Leere abmüht." Apophtegmata Patrum - 71 (Abbas Daniel, 33)
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