Gebet der hl. Therese v. Lisieux

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1.) Hätte ich die Verbrechen der ganzen Welt begangen,
behielt ich immer noch dasselbe Vertrauen,
denn ich weiß gut,
dass diese große Zahl von Vergehen
ein Wassertropfen ist
in einer Feuersglut,
ein Wassertropfen ist in einer Feuersglut.

2.) So brauche ich ein Herz voll Zärtlichkeit glühend,
das meine Stütze bleibt,
für immer mich trägt,
das alles in mir liebt, ja, selbst meine Schwäche
und mich auch nicht verlässt
am Tag und in der Nacht,
und mich auch nicht verlässt am Tag und in der Nacht.

3.) Nein, unter allen Menschen kann ich niemanden finden,
der mich in allem liebt
und doch niemals stirbt.
Ich brauche einen Gott, der Mensch wird wie ich,
ja, der mein Bruder ist
und leiden kann mit mir,
ja, der mein Bruder ist und leiden kann mit mir.

4.) Ja, ich weiß nur zu gut: All unsre Gerechtigkeiten
besitzen doch vor Dir nicht den geringsten Wert.
Um dennoch meinen Opfern einen Sinn zu verleihen,
werf ich sie allezeit
bis in dein Herz hinein,
werf ich sie allezeit bis in dein Herz hinein.

5.) Nein,
Du hast kein Geschöpf ohne Makel gefunden.
Du gabst uns Dein Gesetz in blitzendem Leuchten.
O Jesus,
ich verberge mich in Deinem Herzen
und habe keine Angst,
denn Du bist meine Kraft,
und habe keine Angst, denn Du bist meine Kraft.






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