
Ich stand an der
Pforte des Himmels und der Hölle
Ein persönliches Zeugnis von Fr. Dr. Gloria Polo
Wenn jemand von Ihnen zweifelt oder denkt, dass GOTT nicht existiert, und dass die jenseitige Welt eine Sache für Filmautoren ist, oder wenn einer glaubt, mit dem Tod sei alles aus, der möge bitte dieses Büchlein lesen. Aber lesen Sie es vom Anfang bis zum Ende ganz durch. Sicherlich wird Ihre Meinung, und sei sie noch so skeptisch, sich ändern.
Es handelt sich hier um eine Tatsache, einen Vorfall, der gut dokumentiert
ist und im Jahre 1995 passierte. Frau Dr. Gloria Polo ist eine Frau aus Kolumbien, Zahnärztin, die bei einem Unfall „gestorben” ist, d. h. sie war so schwer verletzt, dass sie einige Tage im „Koma“ lag und nur noch durch die medizinischen Geräte des Spitals am Leben erhalten wurde. Hätte man diese Geräte abgeschaltet, wäre sie sofort gestorben. Die behandelnden Ärzte haben sie schon ganz aufgegeben und wollten die Geräte auch schon abschalten. Nur Ihre Schwester, die auch Ärztin ist, hat darauf bestanden, die Maschinen noch weiter arbeiten zu lassen.
Sie ist während ihres Komas auf der anderen Seite der Wirklichkeit gestanden, im Jenseits, und sie durfte wieder zurückkehren, um Zeugnis abzulegen für diejenigen, die nicht glauben können. Sie hat uns also von dort eine wichtige Botschaft gebracht. Aber lesen Sie diese in den nächsten Seiten dann lieber selbst und direkt aus ihrem Munde…
Frau Gloria durfte in dieser heutigen Zeit, in einem mystischen Erlebnis, das sie sehr deutlich beschreibt, einen Blick in ihr „Buch des Lebens“ werfen. Und dieses Erlebnis hat sie so erschüttert, dass sie im Auftrag des HERRN zur Ruferin in der „WÜSTE des GLAUBENS“ unserer modernen Zeit wurde. Dabei ist die Essenz ihrer Botschaft und ihr Erlebnis selbst nichts anderes als ein Blick auf die immense Liebe GOTTES zu uns Menschen und auf SEINE große Barmherzigkeit. Sie spricht dabei zum gleichen Thema wie unser derzeitiger Papst Benedikt XVI. in der ersten Enzyklika „DEUS CARITAS EST“ (GOTT ist LIEBE).
GOTT gibt uns ja immer
wieder Beweise,
aber wir leugnen trotzdem SEINE Existenz.
Diese
Schrift ist eine Übersetzung verschiedener Teile von Originalvorträgen, die
Frau Dr. Gloria POLO ORTIZ, eine Zahnärztin aus Kolumbien, die auch heute noch
in Bogota lebt und dort ihren Lebensunterhalt durch Ihre Arbeit als Zahnärztin
verdient, bei unterschiedlichen Gelegenheiten (Einkehrtagen in katholischen
Pfarren, Gemeinschaften und Interviews bei christlichen Radiound
Fernseh-Sendern) in spanischer Sprache gehalten hat.
Frau
Dr. POLO ist am 30. November 1958 geboren und war im Jahre 1995, zum Zeit des
Blitzunfalls, sechsunddreißig (36) Jahre alt.
Frau Dr. POLO legt ausdrücklich Wert darauf, dass sie von der Verbreitung sowohl Ihrer schriftlichen Zeugnisse als auch von den im Umlauf befindlichen DVDs, CDs und sonstigen Medien keine wie immer gearteten Provisionen oder Einkünfte erzielt. Ihren Lebensunterhalt bestreitet sie aus ihrem beruflichen Einkommen als medizinisch ausgebildete Zahnärztin. Für Ihre Vortragstätigkeit verlangt und erhält sie keine wie immer gearteten Zuwendungen oder Honorare. Sie wird dazu von vielen Pfarren und Gruppierungen der Römisch-Katholischen Kirche im In und Ausland eingeladen.
Sie
hat einen geistlichen Leiter, der sie als Ihr besonderer Seelenführer und Beichtvater betreut. Es ist dies der
Hochwürdige Herr Pfarrer Wilson Alexander Mora Gonzalez, der zugleich auch
Pfarrer der Pfarre „Zum Heiligen Kreuz“ (Parroquia “La Santa Cruz“) in Bogota /
Kolumbien ist. (Siehe auch seine Beurteilung von Frau Dr. Gloria POLO im Anhang zu diesem Heft.)
Ihr
Engagement für die Rettung der Seelen ist nur aus dem Erleben Ihres eigenen
Gerichts in der Ewigkeit zu erklären, wo ihr ausdrücklich aufgetragen wurde,
dieses Zeugnis nicht nur 1.000 Mal, sondern 1.000 x 1.000 Mal vorzutragen.
Diese Erfahrung hat sie auch dazu gebracht, ihr Leben komplett zu ändern, und
sich mit ihrer ganzen Kraft und all ihren Möglichkeiten für die Rettung der
Seelen und für die Neu-Evangelisierung der Menschen der heutigen Zeit
einzusetzen, die vom verstorbenen Papst Johannes Paul II. so oft und so
vehement gefordert worden ist.
Eine
große Stütze in dieser Missionstätigkeit war für sie ihr Ehemann Luis Fernando
RICO RAMIREZ (geboren 25. Mai 1957), welcher
am 7. Oktober 2006 ganz plötzlich an einem Herzversagen gestorben ist.
Herausgeber
für den deutschen Sprachraum:
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Apostolat
der Neu-Evangelisierung Koordinationsbüro für den deutschen Sprachraum Postfach
102
AT-1011 Wien Austria
Email: ane@gmx.eu Telefon: +43-(0)699/12728464
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+49-12120/249761.
„ANE, das Apostolat der Neu-Evangelisierung“ ist eine Laiengemeinschaft der Katholischen Kirche, welche mit DEKRET ARZ. 1999/118 vom 1. Mai 1999 durch Erzbischof René Fernández Apaza von Cochabamba / Bolivien / Südamerika nach den kirchenrechtlichen Bestimmungen der § 113 – 123 und § 298 329 des CIC (Codex Iuris Canonici) errichtet worden ist.
Dieses
Zeugnis wurde aus spanischen Original-Vorträgen ins Deutsche übersetzt. Der
Text kann für Berichte, Zeitschriften, Zeitungen, TV und Radio sowie Internet
frei verbreitet, kopiert und verwendet werden, wenn folgende Bedingungen
erfüllt werden:
1.) Der hier vorliegende Text darf weder
verkürzt noch verändert werden auch dürfen Sätze nicht aus ihrem Zusammenhang
gerissen werden. Der Text oder Teile des Textes sowie Bilder oder Audio bzw.
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Diese Seiten und auch deren Kopien bzw. Nachdrucke dürfen nur kostenlos und
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Kopien können im deutschen Sprachraum unter der Seite -2angegebenen Adresse gratis angefordert werden:
Besonderen
Dank für die Ermöglichung dieser deutschen Übersetzung und
Ausgabe
gilt diesen Personen:
Fr. Gloria POLO ORTIZ, Hr. Carlos VARGAS, Fr.
Maria da Conceicao WIRTHGEN,
Hr. Fritz WALSER, Hr. Otto ZISCHKIN, Hr. Christoph
GSTREIN, Fr. Christa WALLNER,
Fr.
Michaela GRUBER, Fr. Dina NAGY, Fr. Lore EINERTSHOFER, Fr. Monika
TIEFENBRUCKER, Hochw. Herrn P. Franziskus FÄRBER, Ehrw. Schwester Lucia
PICHLER,
Fr.
BirgittUSCHER, Fr. Rosa SCHINDL, Fr. Agnieszka ZUBA, Hr. Ján HAVRILLA, Hr. Peter DRENGUBIAK, Hr. Stefan MAYER, Hr. Jan
STAES,
und
allen Betern, Helfern und Unterstützern des
ANE –
Apostolats
der Neu-Evangelisierung im deutschen
Sprachraum.
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los derechos reservados. ® Dra. Gloria Polo. Bogotá,
República de Colombia, © 2006.
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Rechte vorbehalten. ® Dr. Gloria POLO ORTIZ,
Bogotá, Kolumbien © 2007
Für
den deutschen Sprachraum:
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100 Guten Morgen, Grüß GOTT, liebe Brüder und Schwestern im HERRN!
101 Es ist für mich sehr schön und eine große Freude, dass ich hier sein darf, um mit
Ihnen dieses große Geschenk zu teilen, das GOTT mir gemacht hat.
102 Das, was ich Ihnen erzählen werde, ist am 5. Mai 1995 bei der Nationalen Universität von Bogota, der Hauptstadt Kolumbiens, passiert, so gegen 16:30 Uhr nach-
mittags.
103 Ich bin Zahnärztin. Ich und mein 23-jähriger Neffe, der ebenfalls von Beruf Dentist war, arbeiteten gerade an unserer Dissertation. An diesem Tag, es war ein regnerischer Freitag, gingen wir zusammen mit meinem Mann in Richtung der Fakultät für Zahnheilkunde, um uns ein paar Bücher zu holen, die wir benötigten.
104 Mein Neffe und ich gingen zusammen unter einem kleinen Regenschirm. Mein Mann hatte einen wasserdichten Mantel und ging direkt entlang der Mauer der Hauptbibliothek, um sich vor dem Regen zu schützen, während wir beide immer von einer Seite zur anderen wechselten, um den Pfützen auszuweichen.
105 So näherten wir uns, ohne es selbst zu merken, einer Allee von Bäumen, und während wir über eine größere Pfütze sprangen, traf uns ein Blitz aus der Höhe, der so stark war, dass wir verkohlten. Mein Neffe war sofort tot und verstarb an Ort und Stelle.
106 Der Blitz hatte ihn von rückwärts getroffen und sein ganzes Inneres verbrannt.
Äußerlich blieb er unversehrt. Obwohl er so jung war, war er ein ganz GOTT ergebener Mensch. Er verehrte besonders das JESUS-Kind. Er trug eine Medaille von IHM in einem Quarzkristall um den Hals. Die Fachleute der Gerichtsmedizin sagten, es sei der Quarz gewesen, der den Blitz angezogen habe.
107 Der Blitz ist direkt in sein Herz eingedrungen. Es trat sofort Herzstillstand ein. Es verbrannten alle seine inneren Organe, und danach verließ der Starkstrom des
Blitzes seinen Körper über seine Beine. Die Wiederbelebungsversuche waren vergeblich. Aber rein äußerlich hatte er keine Verbrennungen.
108 Was mich betrifft, so drang der Blitz über meinen Arm ein und verbrannte meinen gesamten Körper, innerlich und äußerlich, in schrecklicher Art und Weise. Diesen meinen wiederhergestellten Körper, den Sie jetzt und hier vor sich sehen, habe ich nur der Göttlichen Barmherzigkeit zu verdanken – er ist ein Ausdruck der Barmherzigkeit dieses unseres Gütigen und uns über alles Liebenden GOTTES.
109 Mein ganzes Fleisch war durch diesen gewaltigen Blitzschlag verkohlt. Meine Brüste waren weg. Vor allem auf der linken Seite hatte ich da, wo vorher mein Busen war, ein großes Loch. Es gab kein Fleisch mehr an mir, sowohl meine Rippen, mein Bauch, mein Unterleib als auch meine Beine und meine Leber waren komplett verkohlt.
110 Der Blitz verließ meinen Körper über mein rechtes Bein. Meine Nieren erlitten star-
ke Verbrennungen, ebenso meine Lungen und meine Eierstöcke.
111 Ich verwendete die Spirale als Verhütungsmittel. Diese war aus Kupfer, und Kupfer ist ja ein guter elektrischer Leiter. Deshalb waren wohl auch meine Eierstöcke so stark verbrannt. Sie waren so klein wie zwei mittrockenen Weinbeeren in Trauben gebündelte Ästlein eines vertrockneten Weinstocks.
112 Ich erlitt einen Herzstillstand und war praktisch ohne Leben. Mein Körper zuckte und vibrierte wegen des elektrischen Schlags, den der Blitz erzeugt hatte. Selbst der nasse Boden stand noch unter elektrischer Ladung. Deshalb konnte mir im
ersten Moment auch niemand helfen, da es für längere Zeit unmöglich war, mich
anzufassen.
113 Und gerade diese schweren Verletzungen und Verbrennungen, sowie der Herzstillstand, den ich erlitt, und der aufgrund seiner Dauer, in den ersten Augenblicken konnte mich ja wegen der elektrischen Ladung meines Körpers und des nassen Bodens um mich herum niemand berühren, sehr lebensbedrohend war, belegen
in einer außergewöhnlichen Art und Weise die große Güte, die unendliche Barmherzigkeit unseres HERRN und GOTTES, der uns alle in SEIN Herz geschlossen hat und jeden einzelnen von uns immer wieder einlädt, zu IHM zurück zukehren.
114 Durch drei einzelne Tatsachen, für die mein Körper Zeugnis ablegt, möchte ich Ih-
nen diese Wundertaten GOTTES aufzeigen. Da ist einmal der Herzstillstand, der unwillkürlich zu einer Unterversorgung des Gehirns mit dem wichtigen Sauerstoff führt und damit bleibende Schäden im Gehirn zur Folge hat.
115 (Ärztliche Kommentare zum Herzstillstand: „Nur sofort einsetzende Wiederbelebungsmaßnahmen können das Leben retten da bereits nach drei Minuten Herzstillstand und damit Sauerstoffmangel das Gehirn unwiederbringlichen Schaden nimmt ...“ oder „Denn bislang verfügen Patienten mit akutem Herzstillstand über äußerst geringe Chancen, mit dem Leben und ohne größere geistige Behinderung davonzukommen …“)
116 Trotzdem, dass ich erst nach einem dafür zu lang dauernden Herzstillstand an die
Herz-Lungen-Maschine angeschlossen werden konnte, habe ich nach meiner Zeit im Koma keine Schäden im Gehirn davon getragen, wie Sie selbst, die Sie mich hier vor sich sehen, feststellen können.
117 Viele Ärzte des Krankenhauses in Bogota haben meiner Schwester, die ja selbst dort Ärztin war, die Hoffnungs- und Sinnlosigkeit des weiteren Anschlusses meines Organismus an die Herz-Lungen-Maschine vor Augen geführt, und sie davon überzeugen wollen, dass diese Maßnahme beendet werden sollte. All diesen gut gemeinten Ratschlägen zum Trotz, hat es meine Schwester mit ihrer Sturheit und ihrem ganzen Einfluss in diesem Krankenhaus durchgesetzt, dass mein Körper eben weiter an dieser Maschine angeschlossen blieb. Also, welch großartiges Wunder, das keiner medizinischen Erklärung zugänglich ist.
118 In gleicher Art und Weise ist es ein Wunder, dass meine verkohlten Nieren und Lungen wieder ihre Funktionen aufnahmen. Die Ärzte haben keine Blutwäsche (Dialyse) bei mir gemacht, weil sie zu wissen glaubten, dass meine Nieren nicht
mehr arbeiten konnten. Sie waren eben der Meinung, dass es bei mir nicht mehr notwendig sei, die Funktion der Nieren künstlich zu ersetzen, da ich sowieso keine Überlebenschance hätte. Und ihrem medizinischen Urteil zum Trotz haben meine verkohlten Nieren wieder ihre Arbeit aufgenommen.
119 Ebenfalls als großes Wunder ist die Wiederherstellung meiner Haut zu werten.
Mein ganzer Köper war ja, nachdem sie mir die verbrannte Haut abgezogen und
richtiggehend abgekratzt haben, eine einzige offene Fleischwunde. Das rohe Fleisch war zu sehen. Die Schmerzen waren unbeschreiblich. Es hat gebrannt, wie wenn man im Feuer schmoren würde. Es brannte außen und auch innen, bei je-
dem Atemzug.
120 Alles schmerzte mich, nur von den Füßen abwärts hatte ich kein Gefühl. Wenn sie meine offenen Wunden reinigten, spürte ich an meinen Beinen überhaupt nichts, während die Reinigung an den übrigen Körperstellen unbeschreibliche Schmerzen verursachte. Meine Füße glichen zwei verkohlten Holzstützen. Sie waren ganz schwarz.
121 Und nach einem Monat kamen die Ärzte zu mir und sagten: „ Schau, liebe Gloria, das Wunder, das GOTT an Ihnen gewirkt hat, ist so riesig und unglaublich. Es ist einfach toll, dass fast schon die ganze Haut wieder hergestellt ist. Es ist zwar ein dünnes Häutchen, das sich da und dort erst gebildet hat, und es sind noch viele offene Stellen dazwischen. Aber diese Stellen, wo sich die zarte Haut gebildet hat, lassen uns hoffen, dass bald der ganze Körper wieder mit der schützenden Haut überzogen sein wird. Aber Sorgen bereiten uns Ihre Beine. Wir können hier nichts mehr tun. Wir müssen Ihre Füße leider amputieren.“
122 Ich war ja vorher sehr sportlich, ein Aerobic-Fan. Und als sie mir nun sagten, dass sie mir die Füße abschneiden müssten, habe ich einzig und allein gedacht: Ich muss so schnell wie möglich aus diesem Krankenhaus fliehen. Ich muss weg von hier, ich muss mich davon machen, um meine Beine zu retten. Es gingen also die Ärzte aus dem Zimmer, und ich erhob mich aus meinem Krankenbett, um davon zu laufen. Aber schon beim ersten Schritt hielten meine Beine nicht stand, und ich fiel auf den Bauch wie ein Frosch oder eine Kröte, die das erste Mal hüpft und mit dem Bauch am Boden landet.
123 Sie mussten mich also vom Boden auflesen und brachten mich vom 5. Stock in den
7. Stock des Spitals. Und wissen Sie, wen ich dort getroffen habe. Ich traf dort eine Frau, der man schon die Beine unterhalb des Knies abgenommen hatte. Und nun wartete sie darauf, dass man ihr die Beine noch weiter oben – also unterhalb der Hüfte amputiere. Und als ich diese Frau so sah, dachte ich daran, wie viel Geld der Welt bräuchte man, um sich neue Beine zu kaufen.
124 Nicht alles Gold der Welt kann Dir neue Beine verschaffen. Was für ein Wunder sind die Füße. Als man mir die Beine abschneiden wollte, überkam mich eine unbeschreibliche Traurigkeit, und mir kam zum ersten Mal der Gedanke, dass ich mich nie beim HERRN für das Wunder meiner Beine bedankt hatte. Ganz im Gegenteil ich hatte meine Beine und meinen ganzen Körper gemartert, um meinem Hang zum Dicksein und zur Gewichtszunahme entgegen zu wirken.
125 Ich habe gehungert wie eine Irre, habe Geld ausgegeben mit vollen Händen für Diäten und sonstige Kuren, nur um mich schlank zu sehen und auch schlanke Beine zu haben. Nicht nur ein Vermögen hat mich das gekostet, sondern mehrere Vermögen habe ich dafür aufgebraucht.
126 Und nun auf einmal sehe ich meine Füße ohne Muskeln, spindeldürr, ganz schwarz, auf allen Seiten mit Löchern übersät. Und jetzt bedanke ich mich beim HERRGOTT für diese missgestalteten Beine. Sie waren auf einmal so wertvoll für mich. Nicht ihr Anblick war mir wichtig, sondern ihre Funktion. Einfach nur, sie zu haben, war mir wichtig. Und dafür bedankte ich mich beim HERRN. Und ich sagte zum Lieben GOTT:
„HERR, ich danke DIR für diese zweite Chance, die DU mir gegeben hast! Danke, vielen Dank dafür, für diese Chance, die ich wirklich nicht verdient habe. Aber Lieber GOTT, ich bitte DICH aus tiefsten Herzen, um eine Gefälligkeit, eine ganz winzig kleine Gefälligkeit. Lass mir wenigstens diese meine verunstalteten Beine! Lass sie mir, damit ich mich wenigstens halbwegs bewegen kann, dass ich mich wenigstens halb aufrichten kann. Lass sie mir, bitte, lass sie mir wenigstens so, wie sie sind. Ich werde DIR dafür immer dankbar sein.“
127 Und auf einmal beginne ich meine Füße zu spüren. Das war am Freitag. Und von Freitag auf Montag werden diese meine schwarzen Spindeln, die ohne Leben waren, die ausschauten wie ein Glas dunkler Limonade mit Luftbläschen,
langsam rötlich und hell. Ich spürte direkt, wie immer mehr der Blutkreislauf von meinen verkohlten Beinen Besitz ergriff. Immer mehr spüre ich sie, meine
eigenen Beine.
128 Und als am Montag die Ärzte an mein Krankenbett zur Visite kamen, um die letzte Untersuchung vor meiner Amputation zu machen, da staunten Sie, als ich vom Bett aufstand und mich auf meine eigenen Füße stellte, die mich auch hielten. Ich fiel also nicht hin. Sie untersuchten mich, sie griffen immer wieder meine Füße an und konnten es einfach nicht glauben und trauten ihren eigenen Augen nicht.
129 Und ich zeigte ihnen Bewegungen, die ich mit meinen Beinen machen konnte.
Ich hatte zwar unbeschreibliche Schmerzen in meinen Beinen. Aber ich glaube, ich war noch nie so glücklich über so große Schmerzen, die ich in den Füßen
spürte, wie in diesem Augenblick. Meine Beine waren zu meinem Körper zurückgekehrt. Und dies alles auf eine Art und Weise, die medizinisch nicht erklär-
bar ist, und worüber die Ärzte einfach nur staunen konnten.
130 Der Chefarzt der Abteilung im 7. Stock des Krankenhauses sagte auch gleich zu
mir: „Wissen Sie, Gloria, in 38 Jahren des ärztlichen Dienstes habe ich noch nie ein so großes Wunder gesehen und erlebt wie das Ihrer Beine.“
131 Und schauen Sie her, meine lieben Geschwister im HERRN, hier sind sie, meine wieder hergestellten Füße. Nicht aus Überheblichkeit und Eitelkeit, sondern nur um GOTT die Ehre zu geben, stolziere ich hier vor Ihnen auf und ab und zeige Ihnen meine Beine, um ihnen die Größe der Taten des HERRN, Unseres Lebendigen GOTTES, SEINER Unendlichen LIEBE zu uns und SEINER ALLMACHT, zu
beweisen. (Kommentar: Gloria geht auf der Rednerbühne hin und her und die Zu-
hörer applaudieren im Anblick dieses Wunder GOTTES)
132 Ein anderes, großes Wunder, das der HERR an mir gewirkt hat, ist folgendes. Ich hatte keinen Busen mehr. Stellen Sie sich das einmal vor, ich war eine sehr stolze, eine eitle Frau. Mein Motto war:
„Eine Frau muss die Reize zeigen und ausnützen, die sie von der Natur
geschenkt bekommen hat.“
133 Und so sagte ich mir, da das Beste, was ich habe, meine Brüste, meine Füße und
überhaupt meine Figur, mein weiblicher Körper sind, werde ich es zur Schau stellen. Ich zeigte meine weiblichen Reize auch immer sehr ostentativ. Ich betonte die Kur ven meiner Figur und bewegte meine Hüften auffällig. Und ich erweckte auf diese Art und Weise auch immer eine große Aufmerksamkeit. Ich trug immer Kleidung mit großem Ausschnitt, um meinen schönen Busen zu betonen und herzuzeigen. Und ich bildete mir viel auf meine schönen Beine ein.
134 Und schaut nun, meine lieben Geschwister im HERRN, gerade all diese Lieblinge
meiner Eitelkeit, wurden am meisten verbrannt. Gerade all das verkohlte und war ganz unansehnlich.
135 Nun, weiter mit diesen wunderbaren Taten GOTTES, die er an mir vollbrachte.
Ich ging zu einem Arzt, der mich immer in meinen sportlichen Aktivitäten und Leistungen betreute. Stellen Sie sich vor ein Arzt, der immer gewohnt war, eine selbstbewusste und auf ihren Körper eingebildete Frau zu sehen, die für die Figur ihres Körpers wie eine Irre hungerte, die Medikamente und Drogen für ihre Figur schluckte und in sich hineinfraß wie ein Müllschlucker, dieser mein Arzt für meine sportlichen Aktivitäten sah meinen Körper auf einmal halb verbrannt und verunstaltet. Er wollte seinen Augen nicht trauen. Er machte nämlich alle möglichen Untersuchungen mit CRT und den modernsten, auch nuklearen medizinischen Geräten.
136 Und danach sagte er zu mir:
„Wissen Sie, Frau Gloria, mit diesem kleinen Stück Leber, das ihnen geblieben
ist, werden Sie überleben können. Aber ihre Eierstöcke, meine liebe Frau, sind
einfach komplett geschrumpft, verkohlt und eingetrocknet und gleichen einem
Büschel von eingetrockneten Weintrauben. Und deshalb werden Sie nie mehr in Ihrem Leben Kinder bekommen können.“
137 Und ich dachte in meinem Inneren: Danke mein GOTT, dass Du mir auf diese Weise jegliche Sorge der Familienplanung abgenommen hast. Ich bin auf natürliche
Weise unfruchtbar.
GOTT, ich danke DIR dafür, EHRE sei DIR, o GOTT dafür. Ich war sogar glücklich darüber, denn so hatte ich wenigstens eine Sorge weniger.
138 Aber eineinhalb Jahre später spürte ich, dass dort, wo meine Brüste waren und jetzt nur mehr die Haut meine Rippen bedeckte, auf einmal ein Ziehen und Jucken zu spüren war, und sich die Haut spannte und wölbte. Ich bekam Schmerzen. Auf einmal machte sich wieder mein Busen bemerkbar, und es wuchs mir die Brust. Es war für mich äußerst seltsam und unerklärlich, dass ich auf einmal wieder einen Busen hatte.
139 Und wisst Ihr, was die Ursache war. Ich stellte fest, dass ich schwanger war.
Schwanger trotz der verschmor ten Eierstöcke. Und so schenkte GOTT mir meinen Busen wieder. Und mit dieser Brust war ich in der Lage, ein wunderbares,
sehr gesundes Mädchen, das ich zur Welt brachte, mit der eigenen Muttermilch
zu stillen.
140 Diese meine jüngste Tochter heißt Maria José. Und als Folge davon normalisierte sich auch meine Menstruation und all meine weiblichen Hormone kamen wieder ins Gleichgewicht. Auch meine Eierstöcke erzeugten in normaler Weise wieder Eizellen.
141 Und dies sind im Großen und Ganzen die Wundertaten GOTTES, die ER an
mir, an meinem Körper gewirkt hat, und für die ich Zeugnis ablege.
142 Aber hört nun gut zu! Dies war der körperliche, der materialistische, physische Teil
meines Unfalles. Aber der andere Teil dieses Geschehens war weitaus schöner, es war ein unvorstellbares, ein wunderschönes Erlebnis. Denn Ihr müsst wissen, das Schönste, das unbeschreiblich Wunderbarste an diesem ganzen Unfall war das, was ich nun versuche mit menschlichen Worten zu erzählen, obwohl es dafür keine irdischen Worte gibt.
143 Denn während mein Körper verkohlt da lag, befand ich (meine Seele) mich in einem wunderbaren weißen Tunnel. Es war ein weißes Licht um mich herum, ein unbeschreibbares Licht, das in mir eine solche Wonne auslöste, einen solchen Frieden, ein solches Glück. Gefühle, die mit menschlichen Worten einfach nicht zu beschreiben sind. Es gibt ganz einfach gesagt keine irdischen Worte, um die Größe dieses Augenblickes zu beschreiben. Es war eine wahnsinnig enorme Ekstase, ein unbeschreiblicher Höhepunkt. Ich verstehe nicht, warum man uns den Tod als eine Art Bestrafung vorführt. Ich war frei von Zeit und Raum.
144 In diesem Licht bewegte ich mich vorwärts, unbeschreiblich glücklich und voll
Freude, nicht s beschwerte mich in diesem Tunnel. Als ich auf schaute, sah ich
am Ende dieses Tunnels so et was wie eine Sonne, ein weißes Licht, ich sage
“weiß” nur um eine Farbe zu nennen, denn die Farbe des Lichtes und seine Helligkeit war unbeschreiblich, sie war mit nicht s zu vergleichen, was es auf dieser Welt an Farben gibt. Das Licht war einfach wunderschön. Dieses Licht war für mich wie die Quelle dieser ganz großen Lieb e, dieses Friedens in mir und um mich herum, eine unbeschreibliche Lieb e und ein Friede, den ich von der Welt nicht kannte...
145 Während ich mich in diesem Tunnel vorwärts bewegte, sagte ich zu mir selbst:
„Karamba! Ich bin ja gestorben...“ Und in diesem Augenblick dachte ich an meine Kinder und jammerte: „Oh, mein GOTT, meine Kinderchen! Was werden wohl meine Kinder sagen?“
146 Ich war eine Mutter, immer beschäftigt und unter Stress, die nie Zeit für sie hatte.
Ich ging sehrfrüh morgens aus dem Haus, um die Welt zu erobern, und kehrte erst spät abends wieder heim. Und dabei war ich unfähig, meine Familie und meine Kinder richtig zu betreuen. Und da sah ich nun die ganze Misere meines eigenen Lebens in der ganzen Wahrheit und ohne Beschönigungen, und es überkam mich
eine große Traurigkeit.
147 In diesem Moment innerer Leere wegen der Abwesenheit meiner Kinder nahm ich weder meinen Körper noch die Dimension von Zeit und Raum wahr. Ich blickte wieder auf und sah etwas sehr Schönes. Ich sah alle Menschen meines Lebens in einem einzigen Moment und gleichzeitig, wirklich in einem nur einzigen Augenblick, und zwar die Lebenden und die Toten. Ich umarmte meine Urgroßeltern, meine Großeltern, meine Eltern, die bereits gestorben waren, einfach alle! Es war ein solcher Augenblick der Fülle, es war wunderbar.
148 Ich begriff nun, dass man mich mit der Geschichte von der Re-Inkarnation betrogen hatte. Ich hatte mir praktisch damit ein „Eigentor“ geschossen, denn ich hatte die „Re-Inkarnation“ immerfanatisch und vehement verteidigt. Man hatte mir gesagt, dass meine Großmutter sich in jemand Anderen inkarniert habe, aber sie sagten mir nicht, in wen, und weil mir die Wahrsagerei, um das herauszubekommen, zu teuer war, ließ ich die Sache auf sich beruhen und forschte nicht weiter nach, in wen sie sich inkarniert hatte.
149 Ich selbst traf immer wieder Menschen, von denen ich annahm, dass mein Urgroßvater und mein Großvater in diesen Personen inkarniert wären. Und nun hatte ich soeben meinen Großvater und meine Urgroßvater umarmt. Wir haben uns ganz richtig und wirklich umarmt, und ich traf alle in einem einzigen Augenblick. Und das geschah mit allen Leuten, die ich je kennen gelernt hatte, und aus allen Gegenden, wo ich einmal war, und zwar mit Lebenden und Verstorbenen und das alles in einem Moment.
150 Nur meine Tochter reagierte erschrocken, als ich sie umarmte. Sie war damals gerade mal neun (9) Jahre alt und hat meine Umarmung in ihrem wirklichen Leben auf dieser Welt in demselben Moment gespürt. Sie fühlte also meine Umarmung in diesen Stunden, in denen sie und die ganze Familie um mein Leben bangten, da mein Körper ja noch im Krankenhaus im Koma lag.
151 Normalerweise spüren wir eine solche Umarmung aus dem Jenseits nicht. In diesem wunderbaren Zustand ist die Zeit stehen geblieben. Es war einfach so wundervoll, ohne dem Ballast des Fleisches, ohne Leib.
152 Und ich schaute die Leute nicht mehr so an wie früher. Im meinem Leben vorher schaute ich nur darauf, ob eine(r) dick, dünn, hässlich, dunkelhäutig oder gut angezogen war oder nicht. Ich teilte die Menschen danach ein, und war deshalb voller Vorurteile und zynischer Kritik. Immer, wenn ich über andere sprach, habe ich kritisiert.
153 Jetzt, hier war das ganz anders. Hier war alles ohne den körperlichen Leib. Jetzt sah ich auch das Innere der Menschen und wie schön war es, das Innere der Menschen zu sehen, ihre Gedanken und Gefühle, während ich sie umarmte. Und während ich alle so in den Arm nahm, bewegte ich mich gleichzeitig immer weiter nach oben.
154 Und auf diese Art kam ich weiter, voll des Friedens und des Glücks. Und je höher ich aufstieg, umso mehr wurde mir bewusst, dass mir eine wunderbare Vision zuteil geworden war. Und am Ende dieses Weges sah ich einen See, einen wunder-
baren See, umgeben von so wunderschönen Bäumen, so schön, so schön, es gibt keine Steigerung von schön.
155 Und ebenso waren hier Blumen in allen Farben, mit einem Duft, der einem so wohl tat. Es war alles so anders, alles war so überaus schön in diesem wunderbaren Garten, an diesem herrlichen Ort. Es gibt keine Worte, um das zu beschreiben. Alles war Liebe.
156 Es gab da zwei Bäume, die et was einschlossen. Es schien ein Eingangstor zu sein. Es ist alles so ganz anders, als wir es kennen. Nicht einmal die Farben
haben eine Ähnlichkeit mit den unseren. Dor t ist alles so unaussprechlich schön.
157 In diesem Augenblick sehe ich meinen Neffen, der mit mir verunglückt war, wie
er in diesen wunderbaren Garten hineingegangen ist. Und ich wusste, ich fühlte, dass ich dort nicht eintreten durfte, und auch noch nicht konnte. Dort einzutreten wäre mein größter Wunsch gewesen.
158 In diesem Moment hörte ich die Stimme meines Mannes. Er schrie, weinte mit
zerbrochenem Herzen und rief aus tiefster Seele:
„Gloria!!! Was ist passiert! Gloria! Bitte lass mich nicht allein. Schau Deine Kinder brauchen Dich. Gloria, komm zurück! Sei kein Feigling und lass uns nicht allein zurück!“
159 In diesem Augenblick sah ich alles wie auf einem Blick – ich hatte die Übersicht über alles und sah nicht nur meinen Mann, wie er so schmerzlich weinte. Er war voller Blut, da er auch verletzt war. Er wurde zwar nicht vom Blitz getroffen, aber die hohen Energiewellen der elektrischen Ladung des Blitzes hatten auch ihn durch die Luft gebeutelt und hin und her geworfen. Wie Gummibälle hüpften unsere Körper auf und nieder, wie auf einem Trampolin. Dabei hatte mein Mann sich verletzt und blutete aus diesen Wunden.
160 Und in diesem Augenblick gewährte mir der HERR die Rückkehr. Aber ich wollte nicht zurück. Dieser Friede, diese Freude, diese Wonne, in die ich hier eingehüllt war, faszinierten mich. Sie können sich nicht vorstellen, wie traurig ich war, dass ich zurückkehren musste. Aber allmählich und immer mehr begann ich mich abwärts zu bewegen in Richtung meines Körpers, den ich ohne Leben vorfand.
161 Alle Personen – ausgenommen diejenigen, die sich selbst das Leben nehmen – machen die Erfahrung der Umarmung von GOTT Vater (Papa DIOS). Deshalb sehen auch alle dieses LICHT und spüren diese übergroße LIEBE, die dort alles erfüllt. Und GOTT VATER umarmt uns alle, denn ER liebt uns alle in ganz vollkommener Weise.
162 Und so zeigt ER uns wie groß SEINE Liebe ist. Aber da GOTT niemanden zwingt, kommt es oft vor, dass wir auf Erden uns freiwillig entscheiden, ohne GOTT zu leben. Und so sind es wir selbst, die den Vater für unser Leben auswählen. Nehmen wir GOTT zum Vater und richten wir unser Leben nach IHM und SEINEM Gebot der LIEBE aus, oder entscheiden wir uns für Satan, dem „Vater der Lüge“ und Ursprung der Sünde und des Verderbens, der nur Hass und Verachtung kennt und auf dieser Welt verbreitet.
163 Und nach dieser Umarmung GOTT VATERS übergibt ER jede Seele dem „Vater“, den jeder von uns mit freiem Willen zu seinem „Papa“ im Leben erwählt hat. Denn wenn wir uns im Leben auf Erden dafür entschieden haben, ohne GOTT VATER zu leben, zwingt ER uns nicht, die Ewigkeit bei IHM zu verbringen.
164 Ich sah, dass mein lebloser Körper auf einer Tragbahre in einer Abteilung der medizinischen Universität von Bogota lag. Ich sah die Ärzte, wie sie sich um mich bemühten, und mir mit einem Gerät Elektroschocks verabreichten, um meinen
Herzstillstand zu beheben.
165 Vorher hatten mein Neffe und ich mehr als zwei Stunden am Boden gelegen, weil man uns wegen der elektrischen Schläge, die von unseren durch den Blitzschlag
mit Strom aufgeladenen Körpern ausgingen, nicht anfassen konnte. Erst jetzt konnten sie sich um uns kümmern, und erst jetzt begann das Bemühen um meine Wiederbelebung.
166 Und sehen Sie her. Ich (Meine Seele) komme zu meinem Körper und berühre mit den Füßen meiner Seele diese Stelle meines Kopfes (Frau Gloria zeigt dabei auf die Stelle Ihres Kopfes). Die Seele ist nämlich ein Abbild unseres menschlichen Körpers in ihrer Form.
167 Und in dem Moment sprang ein Funke mit großer Kraft auf mich über. Und so zwinge ich mich wieder in meinen Körper hinein. Es schien mir, als sauge er mich wieder in sich hinein. Dieses Eintreten in den Körper tat unendlich weh, denn von allen Seiten sprühte mein Körperfunken. Und es fühlte sich an, als würde ich in etwas sehr Kleines, Enges hineingepresst werden.
168 Das war aber mein Körper. Es war so, als würde ich mit meiner ganzen normalen Statur in Babywäsche gezwängt, die aus Draht zu sein schien. Es war ein fürchterlicher Schmerz. Und ab diesem Zeitpunkt begann ich auch die Schmerzen meines total verbrannten Körpers zu spüren. Dieser ausgebrannte Leib tat so weh, so unsäglich weh. Alles brannte fürchterlich, alles rauchte und dampfte.
169 Ich hörte, wie die Ärzte riefen:
„ Sie ist zu sich gekommen! Sie ist zu sich gekommen!“
170 Sie waren außer sich vor Freude, aber meine Schmerzen waren unbeschreiblich.
Meine Beine waren total schwarz und verkohlt. Mein ganzer Leib war eine offene
Fleischwunde, so überhaupt noch Fleisch dran war.
171 Der größte, unerträglichste Schmerz aber war meine Eitelkeit. Das war eine andere Art von Schmerz in mir. Es war die Eitelkeit eines weltlichen Weibes, einer emanzipierten Frau von Welt, einer selbstständigen, selbstbewussten ExekutivFachfrau, Professionistin, Akademikerin, Intellektuellen, einer Studierten, einer Frau der Wirtschaft, eines Geschöpfes, das in der Gesellschaft eine Rolle spielen wollte.
172 Zugleich war ich aber eine Sklavin meines Körpers, Sklavin der Schönheit, der Mode. Täglich verbrachte ich vier Stunden mit Aerobic, mit Massagen, Diäten und Injektionen, und alles, was Sie sich in der Richtung nur vorstellen können.
173 Das Wichtigste, mein Götze war die Schönheit meines Körpers. Und dafür nahm ich viele Opfer auf mich. Das war mein Leben gewesen. Der Inhalt meines ganzen Lebens war nur ein Götzen-Dienst an meiner äußerlichen Schönheit gewesen; Körperkult pur!
174 Ich pflegte zu sagen, ein schöner Busen ist dazu da, um ihn herzuzeigen. Warum sollte ich ihn verstecken? Dasselbe sagte ich von meinen Beinen. Denn ich wusste, dass ich spektakuläre Beine besaß und alles in allem eine sehr gute Figur hatte.
175 Und auf einmal begriff ich mit Entsetzen, wie ich mein ganzes Leben lang immer nur meinen Körper gepflegt hatte. Dies war der Mittelpunkt meines Lebens und mein ganzes Interesse gewesen: die Liebe zu meinem eigenen Körper.
176 Und nun hatte ich fast keinen Körper mehr. Da wo die Brust war, waren beeindruckende Löcher. Besonders auf der linken Seite war alles weg. Meine Beine sahen entsetzlich aus, nur mehr blanke Knochenstumpen, verkohlt, total schwarz wie verbrannte Grill-Koteletts. Ja, alle Stellen meines Körpers, die ich am meisten gehegt und gepflegt hatte, waren verkohlt und kaputt.
177 Anschließend brachte man mich ins Krankenhaus der Sozialversicherung. Sofort kam ich in den Operationssaal. Dort begannen sie mich schnell zu operieren und
mein verbranntes Hautgewebe abzuschaben.
178 Während der Narkose hatte ich meinen zweiten Herzstillstand. Und als mein Herz aufhörte zu schlagen, verließ ich meinen Körper zum zweiten Mal und schaute zu, was die Ärzte mit mir machten. Und ich sah, wie besorgt die Ärzte um mein Leben waren. Und wie sie sich eifrig und mit allen Mitteln um meine Wiederbelebung kümmerten. Und auch ich war sehr besorgt um mein Leben.
179 Vor allem hatte ich Angst um meine Beine. Immer noch hatte ich diesen Stolz in mir, dass ich die Eigentümerin meines Körpers und meiner Beine wäre, und dass es in meiner Macht stünde, sie durch Sport und Übungen so zu trainieren, dass sie von allen bewundert würden. Als plötzlich wie entsetzlich und schrecklich etwas ganz Fürchterliches geschah ...
180 Ich muss Ihnen, meine lieben Schwestern und Brüder im HERRN, bevor ich fortfahre, zu Ihrem besseren Verständnis gestehen, auch im Religiösen war ich wie auch sonst in meinem ganzen Leben „auf Diät “. Also ich war in der Beziehung zum HERRGOTT eine auch „im Glauben auf Diät gesetzte Katholikin“. Es ist wichtig, dass Sie sich dessen bewusst sind! Ich war eine schlechte Katholikin.
181 Meine ganze Beziehung zu GOTT bestand darin , dass ich einen Sonntagsgottesdienst besuchte, der lediglich 25 Minuten dauerte. Ich suchte mir immer die Heiligen Messen aus, wo der Priester am wenigsten sprach, weil mich sein Reden langweilte. Welche Qual waren für mich die Priester, die lange Predigten hielten.
182 Das war meine Beziehung zu GOTT! Sie war sehr dürftig. Und darum hatten auch
alle weltlichen Strömungen und Mode-Erscheinungen eine solche Gewalt über mich. Ich war eine richtige Windfahne. Was gerade als das Neueste, das Modernste des Rationalismus oder der Freigeistigkeit galt, zum dem lief ich mit fliegenden Fahnen über.
183 Es fehlte mir der Schutz des Gebetes, es fehlte mir der Glaube. Es fehlte mir auch der Glaube an die Kraft der Gnade, an die Kraft des Heiligen Messopfers. Und gerade als ich mich für meinen Beruf weiterbildete und spezialisierte, brachte diese meine Flatterhaftigkeit die schlimmsten Blüten her vor.
184 In dieser Zeit an der Universität hörte ich eines Tages einen katholischen Priester
sagen, dass es „keinen Teufel gäbe und eben auch keine Hölle“. Das war genau das, was ich hören wollte! Sofort dachte ich bei mir: Wenn es also keinen Teufel gibt und keine Hölle, dann kommen wir alle in den Himmel. Wer braucht jetzt noch Angst zu haben? Ich kann also tun und lassen, was ich will.
185 Worüber ich jetzt noch sehr traurig bin, und was ich Ihnen nur mit großer Scham eingestehen kann, ist, dass dies, nämlich der Glaube an die Hölle, das letzte Band war, das mich noch in der Kirche hielt. Es war einfach diese existenzielle Angst vor dem Teufel, die mich noch mit der Gemeinschaft der Kirche in Verbindung stehen ließ.
186 Als man mir also sagte, es gäbe ihn und die Hölle ja gar nicht, sagte ich mir also gleich:
„Warum soll ich mich da noch bemühen und für ein Leben nach den Regeln der
„alten Kirche“ kämpfen. Also gut, dann kommen wir alle in den Himmel, es ist also ganz egal, was wir sind und was wir tun.“
187 Das eben war dann endgültig der Grund, warum ich mich völlig vom HERRN entfernte. Ich entfernte mich von der Kirche und begann über sie zu schimpfen und nannte sie dumm und überholt ... etc.
188 Ich hatte keine Angst mehr vor der Sünde und begann meine Beziehung zu GOTT
kaputt zu machen. Aber die Sünde blieb nicht nur in mir drinnen, sondern die-
se Sünde begann sich über mich nach außen zu verbreiten und andere anzustecken.
189 Ich wurde im negativen Sinn aktiv. Ja, ich fing jetzt sogar selber an, allen zu
erzählen, dass der Teufel gar nicht existier t, dass er eine Erfindung der Geistlichkeit sei und irgendwann begann ich auch meinen Kollegen auf der Universität zu sagen, dass auch GOTT nicht existiere, und dass wir ein Produkt der Evolution sind etc. etc.
190 Und so gelang es mir, viele Menschen zu beeinflussen. Das sei vorausgeschickt, damit Sie das Nachfolgende besser verstehen können.
191 Nun hören Sie, was passierte: Als ich mich in dieser fürchterlichen Situation befand, was für ein entsetzlicher Schreck! Denn auf einmal sah ich, dass es wirklich Dämonen gab. Und sie kamen jetzt, um mich zu holen.
192 Ich sah diese Teufel mit all ihrer Schrecklichkeit vor mir. Und keine der Darstellungen, die ich auf Erden bisher gesehen habe, können auch nur im Kleinsten darlegen, wie schrecklich diese Teufel in Wirklichkeit aussehen.
193 Und so sehe ich, wie auf einmal aus den Wänden des Operationssaales, viele dunkle Gestalten herauskommen. Es schienen ganz normale und gewöhnliche Menschen zu sein, aber sie hatten alle diesen schrecklichen, grauenhaften Blick.
194 Der Hass schaute ihnen direkt aus den Augen heraus. Und auf einmal begriff ich, dass ich Schulden bei ihnen hatte. Sie kamen, um mich zu kassieren, weil ich ihre Angebote zur Sünde angenommen hatte. Und nun musste ich den Preis dafür bezahlen, und dieser Preis war ich selber. Ich hatte meine Seele dem Teufel verkauft. Ich war mit ihm handelseinig geworden.
195 Denn meine Sünden hatten Konsequenzen. Die Sünden gehören Satan, sie sind kein Gratisangebot von ihm, sie müssen bezahlt werden. Der Preis sind wir selber. Wenn wir also sozusagen in seinem Laden einkaufen, werden wir die Ware bezahlen müssen. Das sollte uns bewusst werden.
196 Und so sah ich auf einmal alle meine Sünden lebendig werden, die ich seit meiner letzten sakramentalen Beichte, das heißt seit meiner letzten Beichte bei einem katholischen Priester und dessen Lossprechung, begangen hatte.
197 Wir müssen für jede Sünde bezahlen, wir bezahlen mit unserer Gewissensruhe, wir bezahlen mit unserem inneren Frieden, wir bezahlen mit unserer Gesundheit...
198 Und wenn wir sehr treue Stammkunden in Satans Supermarkt sind und immer nur
in seinem Laden einkaufen, wird er am Ende uns selber kassieren. Wir werden zu seinen Leibeigenen. Wir haben ihm unsere Seele verkauft.
Und die größte Verleumdung und die Haupt-Lüge, der große Trick des Teufels ist es, dass er das Märchen verbreitet, dass es ihn (den Teufel) gar nicht gäbe.
199 Und diese fürchterlichen, dunklen Gestalten umkreisten mich und es war eindeutig, dass sie nur mit dem einen Ziel gekommen waren, mich mitzunehmen.
200 Sie haben wahrscheinlich keine Vorstellung, was das für ein Schrecken, was das
für eine scheußliche Angst war, dass mir mein ganzer Intellekt, meine Hochgeistigkeit, meine Wissenschaftlichkeit, meine akademischen Titel und meine
abgeschlossene Berufsausbildung in dieser Situation überhaupt nichts halfen. Sie
waren vollkommen wertlos.
201 Diese Sünden ziehen uns also in die Tiefe, nach unten, hin zum „Vater der Lüge“.
Wenn wir aber unsere bedauerlichen Versager und Sünden (die wir bezahlen müssen) im Bußsakrament zu GOTT bringen, dann bezahlt GOTT den Preis.
202 ER hat diesen Preis mit Seinem eigenen Blut und Leben am Kreuz bezahlt. Und ER bezahlt jedes Mal, wenn wir sündigen, wieder. ER hat für uns die Höllenqualen erduldet, die wir uns eingehandelt haben und die uns dem Eigentümer der Sünden (dem Satan) verpflichtet haben.
203 Wir sind von JESUS CHRISTUS frei gekauft worden. Wir haben nun ein Anrecht auf SEIN Reich, auf SEIN Leben, denn ER hat uns zu „Kindern GOTTES“ gemacht.
204 Und da kamen sie nun, diese dunklen Gesellen, um ihr Eigentum MICH zu
kassieren ...
205 Ich sah sie jetzt aus der Wand hervortreten und in den Operationssaal (OP) hereinkommen. Es waren sehr viele Personen, die da plötzlich herumstanden.
206 Nach außen sahen sie zunächst normal aus, aber der Blick eines jeden war voller Hass, voll eines teuflischen Hasses. Und sie waren so seelenlos, wie innen ausgebrannt. Meine Seele sträubte sich und erzitterte, und ich verstand sofort, dass es Dämonen waren.
207 Ich verstand, dass sie meinetwegen hier waren, weil ich ihnen etwas schuldete.
Denn die Sünde ist nicht gratis. Dies ist ja die größte Niedertracht und Lüge des Teufels, dass er die Menschen glauben macht, dass es ihn gar nicht gibt. Das ist seine Strategie, danach kann er alles mit uns machen, was er will, dieser Lügner.
208 Und nun sah ich mit Entsetzen: O ja, es gibt sie! Und sie begannen bereits, mich
zu umkreisen. Sie wollten mich holen. Können Sie sich mein Entsetzen vorstellen?
Meine Angst, diesen Schrecken?! Es war der reinste Terror!
209 Meine ganze Wissenschaft, Gescheitheit und gesellschaftliche Stellung nützten mir nun gar nichts. Ich begann mich am Boden zu wälzen, mich auf meinen Körper
zu werfen, weil ich in meinen Körperflüchten wollte, aber mein Körper nahm mich nicht mehr auf. Und dies war ein fürchterlicher Schreck für mich.
210 Ich fing an zu laufen und zu f liehen. Ich weiß nicht wie, aber ich durchbrach
die Wand des Operationssaales. Ich wollte nichts als fort, aber als ich durch die Wand hindurch ging zack machte ich einen Sprung ins Nichts. Ich wurde ins Innere eines dieser Tunnels verfrachtet, die plötzlich da waren und nach unten führ ten.
211 Am Anfang war noch etwas Licht da und es waren Lichter wie Bienenwaben. Und es wimmelte hier auch wie in einem Bienenstock. So viele Menschen waren hier. Erwachsene, Alte, Männer, Frauen und mit lautem Geschrei, borstig und mit wilder Mähne knirschten sie mit den Zähnen.
212 Und ich wurde immer tiefer in die Erde hinab gezogen und bewegte mich unaufhörlich nach unten, obwohl ich mich immer bemühte, von da raus zu kommen. Das Licht wurde immer weniger, es wurde immer düsterer. Und ich trieb in
diesem Tunnel dahin bis es außerordentlich finster wurde. Wehrlos tauchte ich
in diese Finsternis ein, für die es in menschlichen Worten keinen Vergleich auf
Erden gibt.
213 Oben war alles Licht, aber nach unten war es immer dunkler. Können Sie sich vorstellen, welche Freude mich überkam, als ich meine Mutter im Licht sah. Sie war ganz hell. Sie war ja schon vor vielen Jahren verstorben.
214 Auf einmal begriff ich, dass diese weißen Gewänder, mit denen meine Mutter wie eine Sonne bekleidet war, alle diese Heiligen Messopfer waren, die sie während ihres Lebens mitgefeiert hatte.
215 Ich hatte keine Möglichkeit zu meiner Mutter zu gelangen und bei ihr zu bleiben.
216 Wehrlos tauchte ich in diese Finsternis ein, für die es einfach keinen Vergleich gibt. Die finsterste Finsternis dieser Erde ist dagegen noch ein heller Mittag. Aber dort verursacht diese Finsternis fürchterliche Schmerzen, Horror und Scham, und sie stinkt entsetzlich. Es waren auch immer mehr schreckliche Figuren und Wesen zu sehen, verunstaltet in einer Art und Weise wie wir es uns gar nicht vorstellen können.
217 Die Sünde, liebe Geschwister im HERRN, hinterlässt Spuren in unseren Seelen. Die Spuren brandmarken unsere Seelen wie Narben, Brandblasen und unförmige Löcher.
218 Und die schrecklichste Erfahrung für mich war dabei, dass ich merkte, dass der fürchterlichste Gestank von mir selbst kam. Wie viel Geld hatte ich in meinem
ganzen Leben für Duftwässerchen und Luftverbesserer ausgegeben, weil ich nichts ärger hasste als den schlechten Geruch. Und so merkte ich, dass meine ganzen scheußlichen Sünden nicht irgendwo außerhalb meiner Seele waren, sondern sie waren in meinem Innersten, in meiner Seele drinnen, und von dort verbreiteten sie diesen unerträglichen Gestank.
219 Ich sah einem Dämon gleich, einer schrecklichen Bestie, verunstaltet von all meinen eigenen Gräueltaten. So wie meine Mutter mit lichten Kleidern des HERRN bekleidet war, so war ich wie ein schwarzer Müllsack bekleidet von der Bestie, dem Teufel, selbst.
220 Und in diesem Zustand kam ich unten in einer Art Sumpflandschaft an, wo viele Personen bis zum Hals im Sumpf steckten und stöhnten. Und ich sah, dass dieser Sumpf sich aus dem Samenerguss von all den sündigen Beziehungen und sexuellen Perversionen zusammensetzte, die wir Menschen auf dieser Erde zu verantworten haben. Millionen von Spermen ergießen sich bei jedem Samenerguss.
221 Und nur der Geschlechtsakt, der in der sakramentalen Ehe vollzogen wird, ist von GOTT gesegnet. Denn GOTT selbst ist bei diesem Akt anwesend und eben der DRITTE in diesem Bund fürs LEBEN, ER ist die LIEBE, mit der jeder eheliche Geschlechtsverkehr geheiligt und geadelt wird.
222 Sexualität ohne sakramentale Grundlage ist nur Lust, Befriedigung, Egoismus pur.
Eben deshalb leiden diese Menschen in diesem Sumpf, den sie selbst auf dieser
Welt durch ihre ungezügelten Leidenschaften geschaffen haben. Jede Person, die
an solchen unheiligen, sündhaften und außerehelichen Geschlechtsakten beteiligt war, steckt dort in diesem unermesslichen und stinkenden Sumpf und leidet unsäglich darunter. Sie schämt sich ihrer Untaten.
223 Und auf einmal entdeckte ich in diesem Sumpf auch meinen Papa. Ich sah ihn bis zum Hals in dieser stinkenden Brühe stecken, und ein Schmerz durchdrang mich und ich schrie ganz laut: „Papi, was machst denn du hier?“ Und mein Vater antwortete mit weinerlicher Stimme: „Meine Tochter, ach meine Tochter, der Ehebruch, die Untreue!“
224 Und Sie alle werden es eines Tages selbst erleb en, und sich dann vielleicht an diese meine Worte erinnern. Ich kann Euch nur sagen, das Schmerzhafteste dort ist, diesen ganz in den Menschen verliebten GOTT zu sehen, der unser ganzes Leben lang hinter uns her ist, uns immer wieder sucht. Wie leidet dieser liebende GOTT unter unserer Sünde.
225 Mir wurde dort gezeigt, wie viele Personen für mich gebetet hatten, wie viele Priester und Klosterschwestern sich bemühten, mich auf den richtigen Weg zu bringen. Und ich hatte für all diese Menschen nur Verachtung übrig. Ich war sehr ordinär in den Bezeichnungen, die ich all diesen oft heiligmäßigen Personen gab. Bei den Bezeichnungen für die Klosterfrauen, waren die Ausdrücke „Himmelhennen“, „unbefriedigte alte Schachteln“ und „scheinheilige Weiber in den ewigen Wechseljahren, die dem HERRGOTT die Zehen abschlecken und von den Problemen der Menschen auf Erden keine Ahnung hatten“ nur einige von den harmloseren Bezeichnungen, die ich für sie verwendete.
226 Wissen Sie, dort drüben sieht man sein ganzes Leben, wie es im „Buch des Lebens“ vermerkt ist, jedes Detail, Dabei kommen nicht nur die Worte vor, die man spricht, sondern sie sind begleitet von den Gedanken, die man dabei gehabt hat. Alles ist
offenbar und liegt offen vor einem. Und man erschaudert oft wegen der großen
Differenz zwischen dem Gesagten und dem Gedachten.
227 Und diese Sünden, die wir begehen, haben nicht nur für uns Folgen, sondern auch
für unsere Umgebung. Sie sind wie faule Früchte, die jede gesunde Frucht in der
Nähe anstecken und auch zum Faulen bringen. Und das ist ein großer Schmerz
in dieser anderen Welt, wenn man sieht, wie sehr die Sünde nicht nur bei einem selbst Schaden erzeugt, sondern wie sich Deine Sünde um Dich herum breit macht und alles verdirbt.
228 Wenn ich mich also der Sünde überlasse, was ist dann das, was mir am nächsten ist? Es sind meine Kinder. Und so schade ich mit meinen Sünden zuerst auch meinen Kindern und meiner Familie.
229 Und nun hört gut zu und verstopft nicht Eure Ohren. Wenn der Mensch eine schwere Sünde begeht, hat der Teufel einen in der Hand und er zwingt uns wie ein Geldeintreiber, ihm einen Wechsel zu unterschreiben, der uns sofort zu seinem Eigentum macht.
230 Und das Traurigste dabei ist, dass der erste Auftrag des Satans an uns lautet:
„So geh jetzt und bringe mir alle, die dich umgeben und zu denen Du Beziehungen pflegst!“
231 Eine Mutter, die jemanden hasst oder die dauernd falsche Gerüchte über ihre Mitmenschen verbreitet, oder ein Vater, der gewalttätig ist oder alkoholkrank, der immer besoffen nach Hause kommt oder sich nichts daraus macht, sich am fremden Eigentum zu vergreifen, haben meist eben in ihrem direkten Umfeld ihre
eigenen Kinder.
232 Und so ist es ein Missbrauch der elterlichen Begabung, für die Zukunft der Kinder
zu sorgen, wenn die Eltern mit diesen schlechten Verhaltensweisen den Kindern ein falsches und schlechtes Vorbild sind.
233 Nur ein Leben mit den Sakramenten der Kirche kann einen solchen „Teufelskreis“
in der Kette, welche die verschiedenen Generation verbindet, durchbrechen. Nur die Gnade der Sakramente und Kraft des Gebetes können die Sünde verdrängen und aussperren.
234 Es war eine lebendige Finsternis. Nichts dort war tot oder regungslos. Nachdem ich hilflos und wehrlos durch diese Tunnels geschlittert bin, kam ich unerwartet zu
einem ebenen Platz. Hier war ich nun total verzweifelt, aber besessen von einem eisernen Willen, von da wegzukommen.
235 Es war derselbe Wille wie früher, um im Leben etwas zu erreichen. Aber jetzt und hier nützte mir dieser starke Wille überhaupt nichts. Denn ich war jetzt hier gefangen und konnte mich nicht befreien. Von den großen Vorstellungen und Träumen von früher ist nichts mehr übrig geblieben. Ich bin auf einmal einfach nur ganz klein, ganz winzig, ganz bedeutungslos geworden.
236 Und dann sah ich plötzlich, wie der Boden sich öffnete. Es sah aus wie ein großer
Mund, wie ein entsetzlich großes Maul, ein Schlund. Der Boden lebte, er bebte!!!
237 Ich fühlte mich entsetzlich leer und unter mir dieser beängstigende, entsetzliche Abgrund, den ich einfach mit menschlichen Worten gar nicht beschreiben kann. Und das Fürchterlichste war, dass man hier absolut nichts mehr von der Gegenwart und Liebe GOTTES spürte. Hier war davon nichts mehr, nicht ein Tröpfchen Hoffnung.
238 Dieses Loch hatte etwas an sich, das mich unwiderstehlich nach unten saugte. Ich schrie wie eine Verrückte. Ich erschrak zu Tode, als ich merkte, dass ich diesen Absturz nicht verhindern konnte, sondern, dass ich unaufhaltsam nach unten gezogen wurde.
239 Ich wusste instinktiv, wenn ich da einmal hinunter gestürzt bin, dann komme ich nicht wieder zurück. Und ich werde ohne Ende immer tiefer und tiefer stürzen. Das war der Tod meiner Seele, der geistige Tod meiner Seele. Ich würde unwiderruflich für immer verloren sein.
240 Aber während dieses entsetzlichen Horrors, am Rand dieses Abgrundes, spürte ich plötzlich wie mich der Heilige Erzengel Michael an den Füßen festhielt. Mein Körper fiel in dieses Loch, aber ich wurde an den Füßen festgehalten.
241 Es war ein Augenblick furchtbaren Schmerzes und auch schrecklicher Angst. Aber als ich so am Abgrund hing, irritierte die Dämonen das bisschen Licht, das ich noch in meiner Seele hatte, und so stürzten sich alle diese Ungeheuer auf mich.
242 Diese fürchterlichen Kreaturen waren wie Larven, wie Blutsauger, um dieses Licht
in mir endgültig auszulöschen. Stellen Sie sich meinen Ekel und Horror vor, als ich mich von diesen Ekel erregenden Kreaturen bedeckt sah.
243 Ich schrie, ich schrie wie verrückt. Diese Dinger brannten. O meine Schwestern und Brüder im HERRN, es handelt sich um eine lebendige Finsternis. Es ist der
Hass, der so brennt, der uns verschlingt, der uns ausbeutet und aussaugt. Es gibt keine Worte, um diesen Horror zu beschreiben.
244 Hier möchte ich kurz besonders auf das Sakrament der Ehe eingehen. Ich möchte Ihnen auch von der großen Gnade des Ehesakramentes erzählen. Wenn ein Mensch in der Kirche das Sakrament der Ehe empfängt und sein Jawort spricht und sich damit zur Treue verpflichtet, treu zu sein in guten und in bösen Tagen, dann verspricht er das GOTT VATER Selbst. ER ist der einzige Zeuge, wenn wir unser Versprechen ablegen.
245 Wenn wir einmal sterben, werden wir diesen Moment im Buch unseres Lebens aufgezeichnet finden. Ich habe gesehen, dass das Ehepaar in diesem Moment von
einem unaussprechlich schönen goldenen Schimmer umgeben ist. GOTT VATER
schreibt diese Worte mit goldenen Lettern in unser Lebensbuch.
246 Wenn wir dann den LEIB und das BLUT des HERRN empfangen, schließen wir
einen Bund mit GOTT und der Person, die wir als Ehegemahl erwählt haben, mit
dem wir ein ganzes Leben teilen wollen. Während wir unseren Willen kundgeben, gelten diese Worte nicht nur dem Partner, sondern auch der Heiligsten Dreifaltigkeit.
247 Der HERR ließ mich sehen, wie an meinem Hochzeitstag, als mein Gatte und ich die Heiligste Eucharistie empfingen, wir nicht mehr zwei waren, sondern drei. Wir
beide und JESUS.
248 Denn in dem Augenblick, da wir kommunizieren, eint uns der HERR so, dass wir nur noch einer sind. ER nimmt uns mit in Sein Herz und in Seinem Herzen werden wir beide Einer. Mit JESUS zusammen bilden wir eine Heilige Dreifaltigkeit.
Es soll also der Mensch nicht trennen, was GOTT geeint hat. Und nun frage ich:
wer vermag solches zu trennen? Niemand! Niemand, Brüder und Schwestern
im HERRN, vermag diesen Bund zu trennen. Wirklich niemand, nachdem GOTT
diesen Bund gesegnet hat. Und wenn die beiden jungfräulich in die Ehe gehen, o welch ein Segen liegt dann über einem solchen Paar.
249 Ich sah auch die Ehe meiner Eltern: Als mein Vater meiner Mutter den Ring über den Finger streifte und der Priester sie als Mann und Frau erklärte, übergab der HERR meinem Vater einen Hirtenstab, er sah aus wie ein oben gebogener Stab aus Licht, das ist eine Gnade, die der HERR dem Mann gibt.
250 Es ist ein Geschenk (Donum) der Autorität von GOTT VATER, damit dieser Mann die kleine Herde seiner Familie betreuen kann, das sind seine Kinder, die ihm aus dieser Ehe geschenkt werden und auch um die Ehe zu verteidigen, um die Kinder zu behüten vor den vielen Schäden und Gefahren, denen Familien ausgesetzt sind.
251 Meiner Mutter gab GOTT VATER so etwas, wie eine feurige Kugel und setzte sie ihr ins Herz. Das bedeutet die Liebe des Heiligen GEISTES: Ich sah, dass meine Mutter eine sehr reine Frau war. GOTT war voll Freude.
252 Sie können sich nicht vorstellen, wie viele unreine Geister in diesem Augenblick meinen
Vater anzugreifen versuchten. Diese Geister sahen aus wie Larven, wie Blutsauger.
253 Sie müssen wissen, wenn jemand außerhalb der Ehe geschlechtliche Beziehungen hat, so hängen diese schmutzigen Geister sich sofort an ihn, sie kleben sich überall an, sie beginnen mit den Geschlechtsteilen, bemächtigen sich des Fleisches, der Hormone, sie setzen sich im Hirn fest, nehmen die Hypophyse ein, die Schleimdrüsen (Glandula) und an allen neurologischen Stellen des Organismus des Menschen und beginnen eine Menge Hormone zu produzieren, welche die niederen Instinkte wecken.
254 Sie wandeln ein Kind GOTTES zu einem Sklaven seiner Lust, seiner Instinkte, seines sexuellen Begehrens. Sie machen aus ihm einen Menschen, von dem man zu sagen pflegt: Er genießt das Leben.
255 Und wir sagen so leichtfertig: einmal ist keinmal und diese „nur eine Mal“ hat solch bittere Folgen ...
256 Wenn ein Ehepaar jungfräulich ist, wird GOTT besonders verherrlicht. GOTT
schließt mit ihnen einen heiligen Bund und segnet ihre Sexualität. (Diesen
Segen bekommt auch ein Paar, das nicht rein in die Ehe gegangen ist). Denn
Sexualität ist keine Sünde. GOTT gab sie als Segen. Wo eine Ehe vor GOTT ge-
schlossen wird, ist GOTT gegenwärtig, auch im Ehebett.
257 In der sakramental geschlossenen Ehe schenken die Partner einander bei ihrer intimen Begegnung die Gnaden aus GOTT, bei einem nicht gesegneten Bund aber beschmutzen sie sich gegenseitig mit ihrer Sünde.
258 GOTT freut sich, wenn ER sie durch ihr neues Leben begleiten darf. GOTT und dieses Ehepaar bilden eine Einheit. Es ist schade, dass viele Ehepaare das nicht wissen und nicht daran denken. Wenn man nur aus Tradition in der Kirche heiratet, nicht aus dem Glauben an das Sakrament, fehlt der Segen.
259 Viele denken während der Feier, wenn es nur schon bald aus wäre, damit sie endlich feiern können, essen, trinken, sich amüsieren. Sie vergessen auf den HERRN. So wie ich es damals machte und den HERRN auf der Straße ließ.
260 Es kam mir nicht in den Sinn, den HERRN in mein neues Heim einzuladen, in mein neues Leben. ER liebt es, wenn wir IHN einladen mit uns zu sein, in allen
Lebenslagen. ER will, dass wir SEINE Gegenwart spüren. Es ist zwar der HERR und
trotzdem allein schon wegen des Sakramentes der Ehe gegenwärtig, aber ER liebt es, wenn wir IHN eigens und aus freiem Willen darum bitten und einladen.
261 Auch ich habe IHN nicht eingeladen, nach meiner Hochzeit mit mir in unser Heim zu kommen. Ich habe IHN in der Kirche zurückgelassen, habe dann meine Flitterwochen schön verbracht, gar nicht mehr an IHN gedacht, bin zurückgekehrt in unser Haus, und ER blieb draußen, traurig blieb ER auf der Straße zurück, und ich habe IHN gar nicht mehr bemerkt und schon gar nicht eingeladen zu mir.
262 Aber wie gut wäre es für alle Ehepartner, wenn sie sich SEINER Gegenwart bewusst wären und nicht den gleichen Fehler machen wie ich damals. Bei der Eheschließung meiner Eltern war das Schönste noch dies, dass GOTT meinem Vater alle Gnaden zurückerstattet hat, die er verloren hatte durch sein ausschweifendes Leben, GOTT tat das aus Liebe zu meiner Mutter, seiner Frau, die jungfräulich in die Ehe gegangen war.
263 GOTT heilte deswegen die schmutzig gewordene Sexualität meines Vaters und
alle hormonelle Unordnung diesbezüglich in ihm. Aber da er sehr “männlich” war
– ein richtiger, so genannter „Macho“ und seine Freunde begannen, ihn wieder zu vergiften und zu verführen, indem sie zu ihm sagten, er solle sich doch nicht von seiner Frau einwickeln lassen. So überredeten sie ihn sehr schnell, doch sein früheres Leben wieder aufzunehmen.
264 Er war ja dann auch bereits 14 Tage nach seiner Hochzeit seiner angetrauten Frau, meiner Mutter, untreu, und ließ sich in ein Bordell schleppen, nur um seinen Freunden zu beweisen, dass er noch der Alte war, dass er sich nicht von seiner Frau unter den Pantoffel stellen ließ.
265 Und wissen Sie, was aus dem Hirtenstab geworden ist, den er vom HERRN bekommen hatte? Der Dämon nahm ihn mit sich fort. Und all diese bösen schmutzigen Geister kehrten zurück und klebten an ihm. Mein Vater wandelte sich vom Hirten für seine Familie zu einem Wolf, der seine Familie nicht mehr beschützte, sondern den Dämonen das Haustor weit aufmachte und so zum Schrecken des ganzen Hauses wurde.
266 Mein Vater sagte unter Tränen dort darüber: „Dank meiner wunderbaren Frau, Deiner Mutter, die 38 Jahre lang für mich und meine Bekehrung gebetet und ein vorbildliches Leben als aufopfernde Mutter geführt hat, bin ich noch vor der Hölle gerettet worden.“
267 Meine Mutter hatte 38 Jahre ihres Leben für diesen meinen Vater gebetet, der auch durch die Schuld meines Großvaters, der ihn schon mit 12 Jahren in ein Freudenhaus mitnahm, um ihn zum Manne zu machen, zu diesem verdorbenen und ehebrecherischen Lebensstil gefunden hatte.
268 Und wissen Sie, wie meine Mutter immer vor dem Allerheiligsten betete? Sie sagte:
„HERR, ich weiß MEIN GOTT und ich vertraue darauf, dass DU DEINE Dienerin nicht sterben lassen wirst, ohne dass ich die Bekehrung meines Ehegatten erleben werde. Ich bitte nicht nurfür meinen Mann, sondern ich flehe Dich auch an, all diesen armen Frauen beizustehen, welche sich in derselben misslichen Lage befinden wie ich. Und ganz besonders bitte ich Dich, für alle jene Frauen, welche sich in die Hände und in die Macht von Wahrsagern, Hexenmeistern, Handlesern und sonstigen Werkzeugen der Magie und des Dämonischen begeben. Alle die auf diese Art und Weise ihre Seelen und die Seelen ihrer Kinder dem Dämon verkaufen, anstatt vor dem Allerheiligsten
– bei Dir – zu sein und hier zu beten, DICH anzubeten. Ich bitte DICH auch für sie. Steh ihnen allen bei und befreie sie von den Fesseln des Bösen!“
269 So betete meine Mutter. Und wisst ihr, warum ich meinen Vater immer geliebt und zu ihm aufgeschaut habe? Weil meine Mutter eben eine sehr gute Frau war, die uns nie – überhaupt nie – und nicht im Mindesten dazu angeleitet hat, jemanden zu hassen, und schon gar nicht unseren Vater, obwohl er ihr allen Grund dafür gegeben hätte.
270 Und manchmal sagte meine Mutter zu mir in ihren Spinnereien, sie habe eine Offenbarung gehabt und wisse, dass sich nach jeder schweren Sünde die Erde öffne und die betreffende Seele verschlucken würde. Ich habe mich oft über diese Aussprüche meiner Mama lustig gemacht und sie dafür als naiv und dumm bezeichnet. So sagte ich auch oft zu ihr: „Ja, weißt Du, GOTT hat mir gerade gezeigt, dass sich der Boden geöffnet und meinen Papa verschluckt hat.“ Ich sagte dies in Anspielung auf ihre Aussagen zur schweren Sünde.
271 Aber in der anderen Welt wurde mir bewusst, dass meine Mutter sehr wohl eine mystische Vision hatte. Sie antwortete mir ja folgendermaßen: „Ja, meine Tochter,
ich habe deinen Papa gesehen. Er war gefesselt vom Teufel, der ihn in den Abgrund ziehen wollte. Aber Du sollst wissen, ich habe ihn sofort mit meinem Rosenkranz umgarnt und ihn bis vor das Allerheiligste in unsere Kirche geschleppt. Es war ein beständiger Kampf. Der Satan wollte ihn mit seinen Fesseln nach unten ziehen, und ich zerrte ihn mit dem Rosenkranz wieder nach oben. Und als ich ihn endlich in der Kirche gebracht
hatte, dann habe ich zum HERRN gesagt: ‚Hier bringe ich ihn DIR und ich vertraue auf DICH, dass DU ihn retten wirst.’“
272 Acht (8) Jahre bevor mein Vater gestorben ist, hat er sich bekehrt. Er bat in tiefer
Reue den HERRGOTT um Verzeihung. Und der barmherzige GOTT verzieh ihm. Aber mein Vater hat seine zeitlichen Sündenstrafen nicht gesühnt. Er hat zwar bereut, gebeichtet und auch die Lossprechung bekommen. Aber er bekam nicht mehr die Gelegenheit, Sühne zu leisten. Deshalb stand er im Fegefeuer bis zum Hals in diesem stinkenden Sumpf, den ich schon beschrieben habe.
273 Für die begangenen Sünden zu sühnen und sie wieder gut zu machen, ist etwas, das wir so leicht vergessen. Wir denken eigentlich sehr wenig daran. Und es ist ja auch so, dass wir selber sehr wenig davon wieder gut machen können.
274 Aber JESUS im Allerheiligsten Sakrament kann uns die Gnade geben, damit wir sühnen können, sühnen dürfen. Wenn wir IHN im Allerheiligsten besuchen und IHN anbeten, bekommen wir oft dieses Gnadengeschenk der Sühne, der Wiedergutmachung der Folgen unserer Sünden.
275 Gerade in der anderen Welt zeigt uns GOTT, welche Folgen unsere Sünden für andere oft haben. Und ER leidet unter diesen von unseren Sünden bei anderen verursachten Folgen oft mehr als unter der Sünde selbst. Weil diese Folgen sind meist direkte Attacken gegen die LIEBE. Und GOTT ist eben die LIEBE an und für sich.
276 Die Eucharistie und die Anbetung des Allerheiligsten Altarsakraments ist der einzige Weg, der uns direkt in den Himmel führt. Merken Sie sich das! Es ist sehr, sehr wichtig für uns alle.
277 Wenn jemand seinem Ehepartner untreu wird, wird er dem HERRGOTT untreu. Er bricht das Versprechen, das er am Tag seiner Hochzeit GOTT und seinem
Partner gegeben hatte. Wenn jemand vorhat, seinem Eheversprechen nichttreu
zu bleiben, soll er lieber nicht heiraten. Der Herr sagt uns: „Wenn du untreu bist, verdammst du dich selber. Wenn du nichttreu bist, dann heirate nicht.“
278 Der HERR sagt: „Meine Kinder, bittet Mich, dass ihr eurem Ehepartner treu sein könnt, dass ihr eurem GOTT treu sein könnt.“
279 Wie viele Schäden und Leiden kommen über eine Ehe, nur wegen der Untreue!
Wenn z. B. ein Mann ins Bordell geht oder ein Verhältnis mit seiner Sekretärin beginnt, so zieht er sich trotz Präservativ einen Virus zu. Da nützt auch ein Bad nichts.
Dieser Virus stirbt nicht und später, wenn er zu seiner Frau kommt, überträgt er den Virus auf die Frau und dieser nistet sich in der Vagina oder im Uterus ein und irgendwann später entwickelt sich daraus ein Krebs. Ja, Krebs!
280 Wer will dann noch behaupten, dass Ehebruch nicht tötet?! Und wie viele Frauen, die Ehebruch begingen, haben dann aus Angst vor der Entdeckung ihres ehebrecherischen Verhaltens, das Kind abtreiben lassen!? Sie töten einen unschuldigen Menschen, der noch nicht sprechen und sich nicht verteidigen kann. Dies sind einige Beispiele über die unabsehbaren Folge der Sünde, eines kurzen Moments der Lust.
281 Der Ehebruch mordet auf vielerlei Weise. Und dann haben wir noch die Unverschämtheit mit GOTT zu hadern, den Spieß umzudrehen und IHM, Unserem Liebenden GOTT, die Schuld an der Misere in die Schuhe zu schieben, wenn die Dinge nicht so laufen, wie wir sie wollen, wenn wir Probleme haben, wenn wir von Krankheiten heimgesucht werden.
282 Wir sind es, die das Unheil stiften und anziehen durch unsere Sünden. Hinter der Sünde steht immer der Widersacher. Wir öffnen dem Widersacher die Tür, wenn wir schwer sündigen. Und wenn uns dann ein Unheil trifft, dann machen wir GOTT
dafür verantwortlich.
283 Wehe dem, der eine Ehe zu zerstören sucht. Wenn jemand eine Ehe zerstört, schlägt er gegen einen Felsen und dieser Fels ist JESUS. GOTT verteidigt die Ehe, zweifeln Sie nie daran!
284 Ich möchte Ihnen auch noch sagen, dass Sie gut aufpassen müssen mit jener Sorte von Schwiegermüttern, die sich in die Ehe der Kinder einmischen, um deren Ehe zu verderben, um die Beziehung der Eheleute zueinander zu trüben, indem sie Misstrauen säen oder sich sonst wie wichtig machen.
285 Auch wenn Sie Ihre Schwiegertochter oder Ihren Schwiegersohn nicht mögen, ob berechtigt oder nicht, mischen Sie sich bitte nicht in deren Beziehung ein. Beten SIE lieber für diese Ehe. Die Beiden sind nun einmal verheiratet und da ist nichts mehr zu machen.
286 Das einzige, was sie für sie tun können, ist für sie beten. Beten Sie für diese Ehe und schweigen Sie. Und opfern Sie dieses ihr Schweigen, das Ihnen vielleicht sehr schwerfällt, dem HERRN auf. Viele Frauen haben sich selbst verdammt, weil sie sich in die Ehe ihrer Kinder eingemischt haben. Das ist eine schwere Sünde. Wenn Sie merken, dass etwas nicht in Ordnung ist, dass einer von den beiden gegen sein Eheversprechen sündigt, seien Sie still und beten Sie.
287 Bitten Sie GOTT für sie, bitten Sie GOTT um Hilfe. Sie können auch mit beiden
zusammen sprechen und sie bitten, dass sie ihre Ehe retten, dass sie auf ihre Kinder schauen sollen, dass die Ehe dafür da ist, um zu lieben, zu schenken und sich
ständig gegenseitig zu vergeben. Man muss um seine Ehe kämpfen. Aber nie auf andere Art sich einmischen und noch weniger für einen der beiden Partei ergreifen.
288 Wer den Film vom Leiden CHRISTI „Die PASSION“ gesehen hat, der wird sich erinnern, dass Satan während der Geißelung des HERRN als Baby zu sehen war, das JESUS anschaute und IHN anlächelte.
289 Wissen Sie, heute ist Satan kein Baby mehr, er ist ein Monster, der Produzent und Erzeuger alles Bösen, ein perverses Ekel, der viele Menschen durch die Lust des Fleisches versklav t hat, durch Hexerei und Irrlehren, z. B. diese, dass der Teufel behauptet, er existiere doch gar nicht.
290 Stellen Sie sich vor, wie schlau er ist, dass er sich verleugnen lässt. Er macht uns vor, als ob es ihn nicht gäbe, damit er geruhsam mit uns tun kann, was er will.
291 Selbst die Gläubigen belügt er auf alle mögliche Art und Weise. Er verwirrt das Volk auf tausend und eine Weise und nützt bei jedem einzelnen die Schwachstellen aus. So gibt es viele praktizierende Katholiken, die zur Heiligen Messe gehen und ebenso zum Wahrsager.
292 Denn der Böse macht sie glauben, dass das nichts ausmacht und dass wir deswegen trotzdem in den Himmel kommen, denn wir tun damit ja niemandem etwas Böses. Der Dämon führt, benützt und dirigiert das alles mit einerfein ausgedachten List, einer Hinterlist.
293 Aber ich sage Ihnen, wenn Sie zur Wahrsagerin gehen, dann ist es egal, was sie dort machen oder nicht machen, die Bestie wird Ihnen auf jeden Fall ihr Siegel
aufprägen, wenn Sie sich der Hexerei widmen, oder Kartenleserinnen aufsuchen, wenn Sie Geister beschwören, „Tischl-Rücken“, Spiritismus und Astrologie betreiben – bei all diesen „Hobbies“, die heutzutage große Mode sind, prägt ihnen der Böse sein Siegel auf.
294 Ich war das erste Mal an einem solchen Ort mit einer Freundin, die mich zu einer Hexe mitnahm, für eine Konsultation, um die Zukunft zu erfahren. Und dort wurde ich von der Bestie gesiegelt. Ja, der Böse hat mir dort sein Siegel aufgeprägt. Und von diesem Augenblick an begann für mich das Böse, die inneren Unruhen, Verwirrung, Aufruhr, nächtlicher Alpdruck, Ängste, Quälereien, Furcht, Schrecken.
295 Und es überkam mich sogar ein tiefer Wunsch, mich umzubringen. Ich habe das
“Warum” dieser Wünsche nie begreifen können. Ich weinte, ich fühlte mich unglücklich und nie mehr habe ich in mir Frieden gefunden. Ich habe zwar gebetet, aber ich fühlte den HERRN so fern von mir, nie mehr habe ich die Nähe GOTTES gespürt, die ich als Kind erfahren hatte. Es wurde mir immer schwerer zu beten. Klar, ich hatte dem Bösen die Tür geöffnet, er war mit aller Macht in mein Leben eingetreten.
296 Doch zurück zu dem schrecklichen Ort, an dem ich mich befand, am Rand dieses fürchterlichen Schlundes. Sie müssen wissen, ich war eine Gottlose, praktisch eine Atheistin. Ich glaubte ja nicht mehr an die Existenz des Teufels, und danach auch nicht mehr an die Existenz GOTTES.
297 Aber hier – unter diesen Umständen begann ich zu schreien:
„Ihr Armen Seelen im Fegefeuer, ich bitte euch, holt mich weg von hier, helft mir heraus. Bitte helft mir!“
298 Als ich so schrie, erfüllte mich ein beißender Schmerz. Da bemerkte ich, wie Millionen und Abermillionen Menschen weinten und flennten. Plötzlich sah ich, wie hier eine unzählige Menge Menschen war, Jugendliche, vor allem junge Menschen, alle in unsäglichen Schmerzen. Ich begriff, dass sie an diesem schrecklichen Ort,
in diesem Sumpf und Morast voll Hass und Schmerz mit den Zähnen knirschten, und ein Heulen und Wehgeschrei aus ihnen her vorbrach, das mich erzittern ließ und das ich niemals vergessen werde.
299 Begreifen Sie? Das ist Gottferne, das ist Sünde, das sind die Folgen der Sünden.
Begreifen Sie, was Sünde ist? Die Sünde ist GOTT völlig entgegengesetzt, DER
die Unendliche Liebe ist.
300 So etwas Entsetzliches ist die Sünde, dass sie solch wahnwitzige Folgen hat. Und wir machen unsere Witze darüber. Witze über die Sünde, über die Hölle und über
die Dämonen. Dabei wissen wir leider nicht, was wir tun.
301 Es sind seither Jahre vergangen, seit ich dies erlebt habe, aber immer, wenn ich
daran denke, muss ich weinen über die Schmerzen dieser vielen, vielen Menschen.
(Frau Polo überkommen die Tränen!)
302 Es waren Selbstmörder, die sich in einem Augenblick der Verzweiflung umgebracht haben, und nun waren sie in diesen Qualen, in dieser Not, in dieser Folter; umgeben von diesen fürchterlichen Dingen, eingekreist von Dämonen, die sie quälten. Aber das Schrecklichste an der ganzen Tortur war: die Abwesenheit GOTTES, die völlige Abwesenheit GOTTES, denn dort spürt man GOTT nicht.
303 Und ich verstand, dass jene, die sich das Leben nehmen, dort so lange bleiben müssen, so viele Jahre als sie auf Erden noch zu leben gehabt hätten. Denn mit dem Selbstmord waren sie aus der Ordnung GOTTES heraus gefallen, deswegen hatten die Dämonen Zutritt zu ihnen.
304 Im Fegefeuer sind die „Armen Seelen“ sonst vor jedem bösen Einfluss verschont, sie sind bereits Heilige GOTTES und haben mit Dämonen nichts mehr gemein. Mein GOTT, so viele arme Menschen, meistens Jugendliche, so viele, so viele, weinend, leidend, unsäglich leidend.
305 Wenn diese wüssten, was sie nach dem Selbstmord erwartet, würden sie sicher lieber eine Gefängnisstrafe etc. in Kauf nehmen, als so etwas.
306 Wissen Sie, welch besondere Leiden sie nebst allem anderen noch zu erdulden haben?
307 Sie müssen sehen, wie ihre Eltern oder nächsten Angehörigen, die noch leben,
ihretwegen leiden, Schande erdulden, Schuldkomplexe haben:
308 Wenn ich ihn nur strenger erzogen hätte, wenn ich ihn nur bestraft hätte, oder: wenn ich ihn nur nicht bestraft hätte ... wenn ich ihm gesagt hätte ... wenn ich dieses oder jenes getan oder nicht getan hätte ... diese Gewissensbisse sind sehr groß und belastend. Sie sind eine Hölle auf Erden.
309 Dieses Leid ihrer Angehörigen mit ansehen zu müssen, macht sie am meisten leiden. Es ist die größte Qual für sie und darüber freuen sich die Dämonen und zeigen ihnen alle diese Szenen: ‚Schau, wie deine Mutter weint. Schau, wie dein Vater leidet, wie sie verzweifelt sind, voller Angst, wie sie sich beschuldigen, wie sie diskutieren und einander anklagen. Schau das Leid, das du ihnen angetan hast. Schau, wie sie jetzt gegen GOTT rebellieren. Schau auf deine Familie alles das ist deine Schuld!’
310 Diese „ Armen Seelen“ brauchen vor allem, dass die Zurückgebliebenen ein
besseres Leb en beginnen, dass sie ihr Leb en ändern, dass sie Werke de r Liebe vollbringen, dass sie Kranke besuchen und dass sie Heilige Messen lesen
lassen für die Verstorbenen und diesen Heiligen Messopfern auch selbst bei wohnen.
311 Diese Seelen würden sehr viel Gutes und Trost daraus schöpfen. Die Seelen, die
im Fegefeuer sind, können nichts mehr für sich selbst tun. Nichts, gar nichts. Aber
GOTT kann etwas tun durch die unermesslichen Gnaden des Heiligen Messopfers. Wir sollten ihnen in dieser Form helfen und für sie Messen lesen lassen,
die se auch selbst mit feiern und unsere innige Teilnahme an die se n Messopfern dem VATER im Himmel durch unsere Gottesmutter Maria als unsere Gabe darbringen lassen.
312 Ich, voller Angst, begriff nun auch, dass diese Seelen mir nicht helfen konnten.
Und in dieser Angst und dieser schrecklichen Panik fing ich wieder an zu schrei-
en: „Wer hat sich hier geirrt? Es muss ein Irrtum sein! Denn seht doch her, ich bin
eine Heilige, alle haben mich in meinem Leben eine Heilige genannt. Nie habe ich gestohlen und nie habe ich gemordet. Ich habe niemandem ein Leid zugefügt. Bevor ich finanziell ruiniert war, habe ich Zähne gratis behandelt, und oft kein Geld verlangt, wenn sie nicht bezahlen konnten. Ich habe für die Armen eingekauft... Was mache ich
nur hier?“
313 Ich pochte auf mein ‚Recht ’! Ich, die ich doch so gut war, die doch kerzengerade in
den Himmel kommen sollte. „Was mache ich hier? Ich bin jeden Sonntag zur Heiligen Messe gegangen, obwohl ich mich als Atheistin ausgab und auf nichts achtete, was der Herr Pfarrer sagte. Nie habe ich das Heilige Messopfer versäumt. Wenn ich in meinem ganzen Leben 5 -mal die Messe versäumt habe, dann ist das viel. Was mache ich also hier?? Befreit mich von hier! Holt mich heraus von hier!“
314 Ich fuhr fort zu schreien und zu toben, bedeckt von diesen ekligen Würmern und Maden, die an mir klebten:
„ Ich bin römisch katholisch, ich bin eine praktizierende Katholikin, bitte befreit mich von hier!“
315 Als mein Körper auf Erden im tiefen Koma lag, als ich so schrie, dass ich katholisch sei, sehe ich ein kleines Licht und wissen Sie, nur ein kleines Lichtlein in dieser undurchdringlichen Finsternis ist etwas vom Größten, wenn Sie diese absolute, unbeschreibliche Finsternis erleben.
316 Es ist das Beste, was Ihnen in dieser Situation passieren kann. Es ist das größte Geschenk, von dem man nur träumt und auf das man nicht zu hoffen wagt, es auch
wirklich zu empfangen.
317 Ich sehe über diesem ungeheuerlichen, finsteren Loch einige Stufen und schaue nach oben und bemerke dort über diesem grausigen Abgrund meinen Vater stehen. Er war damals 5 Jahre zuvor verstorben. Er stand fast am Rand dieses Loches, nur einige Stufen weiter oben als ich. Er hatte ein wenig mehr Licht als ich da unten.
318 Und vier Stufen höher sah ich meine Mutter mit viel, viel mehr Licht. Sie war wie
im Gebet vertieft, eben in einer Haltung der Anbetung. Als ich sie beide sah,
erfüllte mich eine große Freude, eine so große Freude, dass ich ganz außer mir
zu rufen begann: „Vater! Mutter! Welch eine große Freude, euch zu sehen. Bitte holt mich von hier heraus! Ich bitte euch aus ganzen Herzen, holt mich weg von hier! Holt mich heraus von hier!“
319 Und als sie dann so ihren Blick auf mich herunter richteten, und mein Vater mich
so in meiner miserablen Situation sah, hättet Ihr sehen sollen, diesen übergroßen
Schmerz, den man aus ihren Gesichtern ablesen konnte.
320 Und drüben sieht man das ja automatisch, weil man eben jeden bis ins Innerste erkennt. Und so habe ich auf sie geschaut und sofort diese immense Traurigkeit und den Schmerz verspürt, den meine Eltern erlitten, als sie mich so sahen.
321 Mein Papa begann bitterlich zu weinen, hielt sich seine Hände vor das Gesicht und jammerte mit zitternder Stimme: „O meine Tochter! O Du mein Töchterchen!“
322 Und meine Mutter betete weiter, und so gab ich mir Rechenschaft, dass meine Eltern mich nicht von hier herausholen konnten. Dabei war es für mich noch ein großer Schmerz, dass ich durch meine Lage nur noch dazu beigetragen hatte, dass auch sie dort, wo sie waren, meinen Schmerz und mein Leid noch zusätzlich mit-
zutragen hatten.
323 Es hat meinen Schmerz noch größer gemacht, als ich sah, wie sie meinen Schmerz teilten und doch nichts für mich tun konnten. Ich habe auch begriffen, dass sie
deswegen hier waren, weil sie dem Herrn Rechenschaft geben mussten über die
Erziehung, die sie mir zuteil werden ließen.
324 Sie waren bestellt als die Wächter meiner Talente, die GOTT mir gegeben
hatte. Und sie hätten mich mit ihrem Leben und Beispiel vor den Anschlägen Satans bewahren müssen. Sie hätten die Gnaden, die GOTT mir gegeben hatte, nähren müssen. Alle Eltern sind die Wächter der Talente, die GOTT ihren Kindern gibt. Als ich den Schmerz meiner Eltern sah, vor allem den meines Vaters
schrie ich wieder verzweifelt: „Holt mich weg von hier, holt mich weg von hier!“
325 Von neuem begann ich also mit ganzer Kraft zu schreien: „Holt mich hier heraus!
Das alles muss ein Irrtum sein. Wer ist für diesen Irrtum verantwortlich! Holt mich doch heraus!“
326 In diesem Augenblick, als ich so schrie, war mein Körper auf der Erde im tiefen Koma. Ich war an viele Apparate angeschlossen. Ich war in Agonie. Ich lag im Sterben. Keine Luft füllte mehr meine Lungen, meine Nieren funktionierten nicht mehr, ich “lebte” nur noch, weil ich an die Maschinen angeschlossen war, und weil meine Schwester, die auch Ärztin ist, einfach darauf beharrte, dass man mich angeschlossen ließ.
327 Sie sagte zu den behandelnden Ärzten, die sie dazu überreden wollten, die Intensiv-Behandlung zu beenden und die Maschinen abzuschalten, und zu den Krankenschwestern: „ Ihr seid nicht GOTT!“
328 Denn die Ärzte meinten, es würde sich nicht mehr lohnen, meine Intensiv-Behandlung fortzusetzen. Sie sprachen bereits mit meinen Familienangehörigen und bereiteten sie darauf vor, dass ich wohl sterben würde, und sie mich in Ruhe sterben lassen sollten, denn ich lag ja in tiefer Agonie.
329 Aber meine Schwester gab nicht nach. Merken Sie hier den Gegensatz? Ich hatte in meinem Leben immer die Euthanasie verteidigt, das so genannte Recht, „in Würde zu sterben.“
330 Meine Schwester durfte nur deswegen bei mir sein, weil sie selber Ärztin war. Sie blieb die ganze Zeit an meiner Seite.
331 Und stellen sie sich vor. In dem Moment, als meine Seele auf der anderen Seite war und ich meine Eltern sah und mit vollen Kräften nach ihnen rief, hörte meine Schwester auf dieser Welt, in ihrer Wirklichkeit des damaligen Augenblicks, ganz deutlich, wie ich nach meinen unseren Eltern rief, voll Freude darüber, dass ich sie sehen konnte ...
332 Aber meine Schwester missverstand dieses Rufen. Sie wäre selbst vor Schreck fast daran gestorben, als sie meinen Schrei vernahm, den sie ja auch wirklich an meinem Krankenbett deutlich hörte. Denn für sie bedeutete dieser Schrei, dass ich endgültig von hinnen gehen würde und auch wollte. Sie deutete meinen Schrei nach den Eltern so, dass diese mich jetzt in die Ewigkeit abholen würden. Und so schrie sie ihrerseits: „Meine Schwester ist jetzt wirklich gestorben! Sie hat den Kampf verloren. Mein Vater und meine Mutter haben sie geholt. Geht doch weg von hier, Vater, Mutter, verschwindet doch! Nehmt sie nicht mit. Sie hat doch noch Kinder, die klein sind. Nehmt sie uns nicht weg. Nehmt doch meine Schwester Gloria nicht mit. Lasst sie da!“
333 Die Ärzte mussten sie von dort weg holen, weil sie meinten, sie befinde sich unter Schock. Und das wäre ja auch kein Wunder gewesen, denn sie hatte einiges mitgemacht, den Tod meines Neffen, den sie dann aus dem Krematorium abholen musste, den Tod ihrer Schwester, oder die Lage ihrer Schwester, die nicht starb, aber den heutigen Tag wohl nicht mehr überleben würde, wie die Ärzte meinten. Sie war bereits 3 Tage mit diesen Sorgen und Ängsten belastet und noch dazu ohne schlafen zu können. Kein Wunder, wenn ihre Kollegen meinten, sie wäre am Durchdrehen.
334 Und von neuem begann ich zu schreien: „Versteht ihr denn nicht! Holt mich doch hier heraus, denn ich bin katholisch! Das alles muss ein Missverständnis, ein Irrtum sein! Wer hat sich denn da geirrt! Bitte, holt mich doch heraus von hier!“
335 Und als ich neuerlich so verzweifelt schrie, hörte ich auf einmal eine Stimme, es war eine so süße und liebliche Stimme, es war einfach eine himmlische Stimme. Und als ich sie hörte, erschauderte meine ganze Seele in freudiger Erregung.
336 Meine Seele erfüllte sich mit einem tiefen Frieden und einem unvorstellbarem Gefühl der Liebe. Und alle diese dunklen Gestalten und dieses Ungeziefer, das um mich herum war, wichen fluchtartig und entsetzt zurück, denn sie können sich
dieser Liebe nicht widersetzen. Und auch diesen Frieden können sie nicht ertragen. Kraftlos sind sie zu Boden gefallen und bleiben dort so liegen, wie wenn auch sie den HERRN anbeten würden. Dieses Geschehen hat mich unwahrscheinlich beeindruckt.
337 Um mich herum kehrt also dieser unbeschreibliche Friede ein, und ich vernehme, wie diese reizende Stimme zu mir sagt: „Nun gut, wenn Du wirklich katholisch bist, kannst Du mir sicher sagen, wie die zehn Gebote GOTTES lauten!“
338 Was für eine für mich unzumutbare Herausforderung. Ich sollte mich jetzt blamieren. Ich hatte mir selbst die Falle gestellt mit meinem Geschrei und meinem Bekenntnis. Alle Welt sollte nun meinen Wortbruch, mein falsches Bekenntnis hören können. Eine schreckliche Vorstellung für mich.
339 Können Sie sich das vorstellen? Ich wusste gerade noch, dass es zehn Gebote waren. Aber das war auch schon alles. Danach „Tabula rasa“. Karamba, wie komme ich da raus? Was soll ich nur tun? Nur nicht aufgeben, irgendwie wird es schon gehen!
340 Meine Mutter hat doch immer vom ersten GEBOT der LIEBE gesprochen. Endlich haben ihre Sprüche auch einen praktischen Wert für mich. Es waren also ihre dauernden Ermahnungen und Belehrungen doch nicht umsonst. Nun ist die Stunde gekommen, um mich als braves, gehorsames Töchterchen zu beweisen.
341 Meine Mama wird ihre Freude daran haben. Sehen wir einmal, ob ich mit diesem
Minimalwissen durchkomme, ohne dass mein restliches Unwissen zum Vorschein kommt.
342 Ich dachte, alles so unter einen Hut zu bekommen, wie ich es von meinem bisherigen Leben schon immer gewohnt war. Ich hatte immer die besten Ausreden und konnte mich überall „herauswurschteln“.
343 Ich habe mich immer so gerechtfertigt und auf die Weise verteidigt, dass einfach niemand bemerkt hat, was ich alles nicht weiß und nicht kann. Und so stelle ich mir das auch jetzt vor und beginne einfach zu reden:
‚Das erste Gebot lautet: „Du sollst Deinen GOTT über alles lieben, und Deinen Nächsten wie Dich selbst!“ ’
344 Und schon höre ich die Antwort: „Sehr gut!“
Aber gleich darauf sagt diese nette Stimme: „Und DU? Hast Du Deine Nächsten geliebt?“
Ich antworte gleich drauf: „ Ja, ja, ich habe sie geliebt; ja, ich habe sie wirklich geliebt; ja, ja, ich habe sie geliebt!“
Und von der anderen Seite vernehme ich: „NEIN!“ Ein kurzes, kristallklares, messerscharfes NEIN!
345 Und hören Sie mir jetzt, bitte, gut zu! Als ich dieses NEIN hörte, da hat es mich getroffen wie ein Blitzschlag, da habe ich den Einschlag des Blitzes erst so richtig gespürt. Es war wie ein Schock, ich war wie gelähmt. Schreck lass nach.
346 Und die Stimme sprach weiter : „ Nein, Du ha st Deinen HE RRGOTT nicht über
a l le s ge l i e bt ! Und no c h viel weniger ha s t D u Deinen Nächsten wie
Dich selbst geliebt! D u hast D i r selbst Deinen H E RRGOTT geschnitzt , Du hast Dir D e i ne n GOTT z urechtgelegt , wie es D i r gerade gepasst hat .
D u hast dem HERRGOTT nu r i n de n Augenblicken e i ne n Platz i n D e i ne m Lebe n gegeben , wenn Du in größter Not warst . Er war sozusagen Dein NOTNAGEL !
D u ha s t D ic h vo r
I H M z u B o de n
gewo rfe n , a l s D u
no c h a rm wa r s t ,
a l s D e i ne Fa mi l i e
i n ga n z e i nfac he n Ve rhä l tni s se n le
bte , u nd D u u nbed i ngt e i ne gute B e ru f sa u sbi l du ng u nd Ste
l lu ng i n de r G e se l l sc ha ft ha b e n wo l l te s t . Ja , d a ma l s
ha s t D u j ede n
Tag ge b e te t u nd
D u ha s t vi e l
Ze i t d a mi t ve rb rac ht .
Vi e le Stu nde n ha s t
D u de n H E R R N
a nge f le ht , I H N a nge b e tte l t , u nd
bi s t vo r I H M a u f
de n K ni e n ge rut sc ht . D u ha s t u na u f hö rl ic h d a ru m
ge b e te t u nd d i e
B i tte nac h ob e n
ge sc hic k t , d a s s E R
D ic h a u s D e i ne r
M i se re b e f re i en so lle,
dass E R Dir
eine ehre nvolle Beru fsausbildung ermöglic hen möge, u nd
d a s s E R D ic h
z u e i ne r i n
de r G e se l l sc ha ft a ne rka nnte n Pe r sö nl ic h ke i t
we rde n la s se . We nn D u i n N öte n wa r s t ,
wo l l te s t D u e i nfac h
nu r G e l d .
‚ Jetzt gleich einen Rosenkranz, HERR, aber bitte vergiss dann nicht, mir auch
gleich das Geld zukommen zu lassen!’
– So und so ähnlich waren doch viele Deiner Gebete! Und das war die GOTTESBeziehung, die Du hattest! So hast Du mit Deinem HERRGOTT verkehrt, und nach Deinen Vorstellungen hast Du IHM, einen Dir beliebigen Platz in Deinem Leben zugewiesen!“
347 Und es war wirklich so, ich habe den HERRGOTT so behandelt in meinem Leben. Es ist die traurige Wahrheit, die ich weder beschönigen noch verleugnen kann.
348 Ich kann dazu nur sagen, für mich war GOTT eine Art „BANKOMAT“. Ich habe
„einen Rosenkranz“ eingeworfen, und es musste dann der Geldbetrag, die Geld-
scheine herab bzw. herauskommen. Das war meine Beziehung zum HERRGOTT.
349 Und es wurde mir gezeigt, und es wurde mir auch selbst ganz klar. Sobald es der HERR zugelassen hatte, dass ich meine gute Berufsausbildung abgeschlossen hatte; sobald ER es zugelassen hatte, dass ich in der „Gesellschaft einen NAMEN
hatte“, dass ich „WER“ war; sobald ER es erlaubte, dass ich zu GELD kam und mir vieles leisten konnte, war der HERRGOTT für mich auf einmal unwichtig – ER wurde zur NEBENSACHE in meinem Leben.
350 Ich begann mir viel auf mich selbst einzubilden – EINBILDUNG ist eine sehr gefährliche Strecke auf dem Weg des Lebens!
351 Mein EGO wuchs ins Gigantische! Ich war nicht einmal zur geringsten Geste
der Liebe, schon gar nicht der Dankbarkeit gegenüber dem HERRN fähig!
Dankbar sein! Nie und nimmer! Warum denn auch! Ich hatte ja alles alleine geschafft!
352 Ich hatte mich zu „ JEMANDEN“ gemacht. ICH alleine hatte alles erreicht, von dem ich geträumt hatte. Ich war komplett blind, konnte mich nicht mehr an mein Flehen erinnern! Es war mir nicht möglich zu sagen: „HERR, danke für diesen weiteren Tag, den DU mir schenkst! Ich danke DIR für meine Gesundheit! Ich danke DIR für das Leben und die Gesundheit meiner Kinder; ich danke DIR, dass wir ein Dach über dem Kopf haben; hilf ’ doch auch den armen Menschen, die obdachlos sind, und nicht wissen, wovon sie sich heute ernähren werden! Gib ihnen doch wenigstens etwas zu essen; lass sie nicht allein; steh ihnen bei!“
353 NICHTS von all dem konnte ich sagen. Ich war nicht fähig dazu. Ich dachte auch nicht daran. Ich war ganz in mein ICH eingetaucht. Und ICH war MIR selbst genug.
354 Und so war ich das undankbarste Wesen, das man sich vorstellen kann. Und noch dazu, dass ich zu keiner Dankbarkeit fähig war, verschmähte ich den HERRGOTT sogar und gab IHN der Lächerlichkeit preis.
355 Viel mehr als an den HERRGOTT glaubte ich an Merkur, Venus und die anderen
Gestirne. Glücksbringer waren mir wichtiger als der HERR.
356 Ich war geblendet von der Astrologie und der Sterndeuterei und erzählte überall herum, wie die Sterne mein Leben beeinflusst und positiv gestaltet hätten. Die Astrologie ist einer dieser kleinen Risse in unserem Seelenleben, denen wir keine Bedeutung zumessen. Und wenn wir dann merken, wie sehr wir in diese Trick s, die ihren Ursprung auch im Dämonischen haben, verstrickt sind, dann ist es meist schon zu spät, um davon noch loszukommen.
357 Ich habe dann angefangen, jeder Mode-Strömung des Zeitgeistes nachzulaufen.
Alle Lehren auch wenn sie aus noch so kranken Gehirnen entsprungen waren
waren für mich interessanter als die Froh-Botschaft des HERRN. Es war alles mehr „IN“ als die Heiligen Schriften und die Jahrhunderte alte Lehre der Katholischen Kirche.
358 Ich begann deshalb auch daran zu glauben, dass man einfach stirbt und dann von neuem wieder beginnt, ein anderes Leben zu haben. Die Wiedergeburt, die Re -
Inkarnation war mir eine willkommene Lehre, um mein glauben und seelenloses Leben auszufüllen. Dankbarkeit gegenüber meinem SCHÖPFER war mir fremd. Ich habe einfach gar nie daran gedacht.
359 GNADE war et was, das ich aus meinem Wortschatz gestrichen hatte – es wurde
ein FREMDWORT für mich, dessen Bedeutung ich komplett vergessen hatte und für meine Lebenseinstellung auch nicht mehr brauchte und keine praktische Bedeutung hatte.
360 Schon gar nicht war ich mir bewusst, dass der HERR auch für mich einen hohen
Preis gezahlt hatte, dass auch ich um den Preis SEINES Kostbaren Blutes von IHM
losgekauft wurde.
361 All dies wurde mir bei dieser Prüfung der ZEHN GEBOTE durch die Worte und Fragen dieser himmlischen Stimme bewusst. Ich sah das Alles nun ganz glasklar. Die Blindheit war wie weggewischt. Sie prüften mich und wollten wissen, was ich von den ZEHN GEBOTEN weiß. Und sie hielten mir vor, dass ich vorgegeben hatte, dass ich mir eingebildet hatte, dass ich den HERRGOTT verehrte; dass ich den HERRN liebte.
362 Sie schlugen mich mit meinen eigenen Worten. Und was sollte das nun bedeuten… sollte ich einfach zum Teufel, in die Hölle abkommandiert werden?
363 Als einmal eine nette Frau zu mir in die Ordination kam, um meine Räume mit ihrer Kräutermischung auszuräuchern, ihren Glücks-Essenzen zu besprengen und eine Zeremonie des Unglück-Vertreibens zu veranstalten, habe ich zu ihr gesagt:
„ Ich glaube an solchen Humbug nicht. Aber machen sie es nur, man kann ja nie wissen. Wenn es nicht schadet, kann es nur noch für etwas gut sein!“
364 Und so vernebelte sie die Räume mit dem Rauch von schwelenden Kräutern,
murmelte ihre Zaubersprüche und versprengte ihre Wässerchen, um damit dem
Glück und dem Wohlbefinden in meinen Räumen zum Durchbruch zu verhelfen.
365 So ließ ich es zu, dass selbst diese primitive Zauberei, und dieser meiner Wissenschaftlichkeit widersprechende Aberglaube in meinem Leben schon mehr Bedeutung und Einfluss hatte, als der HERR und SEINE FROHBOTSCHAFT.
366 Ich hatte in meinen Ordinationsräumen, in einer Ecke, wo es niemand sehen konnte, und meine Patienten es auch nicht bemerken konnten – ein fleischiges Blatt der „Aloe Vera – Pflanze“ (im Spanischen: „ Penca de sáliba“) versteckt, von der mir erzählt wurde, dass damit die schlechten Energien aus den Räumen vertrieben werden.
367 Gebt Ihr Euch nun Rechenschaft, auf welchen Ab- und Irrwegen ich mich befand!
Habt Ihr das Alles mitbekommen, welche LEERE statt der Wahren LEHRE mein Leben ausfüllte. Es ist eine Schande und ich schäme mich bis heute dafür. Aber leider war dies tatsächlich mein damaliges Leben!
368 Und so fuhren sie fort, mein Leben auf Basis der 10 Gebote GOTTES zu analysieren. Dabei zeigten sie auch ganz genau auf, wie ich mich gegenüber meinem
Nächsten benommen hatte.
369 Wie oft habe ich doch dem HERRN zugerufen, dass ich IHN liebe und gern habe, bevor ich mich von IHM, Meinem HERRGOTT, abgewendet habe. Bevor ich begonnen habe, auf den Irrwegen des Atheismus herumzuirren und falschen Lehren zu folgen, habe ich oft zum HERRN gesagt: „ Mein HERR und mein GOTT, ich liebe DICH!“
370 Aber mit derselben Zunge, mit der ich den HERRN so gelobt und gepriesen habe, mit dieser gleichen Zunge und demselben Mund habe ich der ganzen Menschheit Prügel vor die Füße geworfen, und sie verteufelt.
371 Alles und jeden habe ich nur kritisiert. Nichts hat mir gepasst. Auf die ganze Welt habe ich mit meinem Finger gezeigt und Schuld zugewiesen. Nur auf mich habe ich nicht gezeigt, ich war ausgenommen aus meinen Beschuldigungen! Ich war ja die „heilige Gloria“, die „Gute“, die „Liebe“ und die „Schöne“.
372 Und wie ich mich dabei noch aufplusterte, wenn ich sagte, dass ich GOTT liebe;
und dabei war ich neidisch, unausstehlich und in keinster Weise dankbar!
373 In keinem Moment habe ich meinen Eltern und meiner Familie eine Anerkennung oder Dankbarkeit bekundet, für all die Mühen, die Opfer und die Liebe, die sie alle dafür aufgebracht hatten, um mir eine gute Berufsausbildung zukommen zu lassen, um mich gesellschaftlich aufsteigen zu sehen, um mich zu fördern.
374 Aber dazu kommt noch, dass ich, sobald meine Ausbildung abgeschlossen war, sobald ich meine Karriereleiter erklommen hatte, da waren meine Eltern und meine Familie nicht mehr wichtig für mich.
375 Sogar sie, die mich mit allen ihren möglichen Mitteln immer unterstützt hatten, wurden für mich zu einer nicht erwähnenswerten Nebensache.
376 Ja, es kam sogar so weit, dass ich mich meiner Mutter schämte. Ich schämte mich ihrer, weil sie aus so einfachen Verhältnissen war und unter so ärmlichen Umständen ihr Leben fristete.
377 Und nach diesen Resultaten über meinen egoistischen Lebens-Stil zeigten sie mir bei dieser Prüfung nach den 10 Geboten GOTTES noch, wie ich auch als Ehefrau versagte und mich total daneben benommen hatte. Weit entfernt von den Erwartungen, die GOTT einem christlichen Ehepartner zutraut.
378 Was war ich für eine EHEFRAU? Wie war ich? Den ganzen Tag habe ich nur gemeckert, schon ab dem Moment, als ich mich vom Bett erhoben habe. Mein lieber Mann begrüßte mich freundlich mit den Worten: „Guten Morgen!“
379 Und was sagte ich drauf: „Wie soll das ein guter Morgen sein? Schau doch beim
Fenster hinaus! Es regnet ja schon wieder!“
380 Ich wusste einfach immer etwas auszusetzen und zu kritisieren, war schlecht gelaunt. Niemand konnte mir etwas recht machen. Überall fand ich einen Haken an der Sache und begann mich sofort darüber aufzuregen.
381 Nicht nur gegenüber meinem Mann, auch meinen Kindern gegenüber verhielt ich mich in derselben unerträglichen und auch ungerechten Art und Weise.
382 In dieser jenseitigen Prüfung zeigten sie mir auch, dass ich nie, niemals ein auf-
richtiges Gefühl der LIEBE oder des echten Mitleids gegenüber meinen Mitmenschen, gegenüber meinen Brüdern und Schwestern von außerhalb der Familie hatte. Und der HERR sagte zu mir: „Du hast einfach nie an sie gedacht!“ Und ich sah die unzähligen Kranken und Einsamen, und begann zu jammern: „O HERR, wie arm sind sie doch, wie verlassen, diese kranken Menschen. Niemand kümmert sich um sie! Gewähre mir doch die Gnade, zu ihnen zu gehen und sie zu besuchen, sie zu trösten und ihnen ihre Einsamkeit zu vertreiben, indem ich bei ihnen bleibe. Auch diese vielen Kinder, die keine Mutter mehr haben, die oft so kleinen Waisenkinder, o HERR, welche Leiden haben sie schon in ganz jungen Jahren zu erdulden.“
383 Und je mehr ich sah und je weiter diese Prüfung fortschritt, desto deutlicher sah ich mein „versteinertes Herz“ vor mir. Dieses versteinerte Herz war für mich wie ein Monster, das ich jetzt auf einmal in meiner früheren Wesensart entdecken musste.
384 Und alles war so klar und so eindeutig, dass ich mich in keiner Weise – wie sonst immer gewohnt – aus der Affäre ziehen konnte. Auf den Punkt gebracht, und kurz
und bündig gesagt und zusammengefasst:
385 In dieser Prüfung auf der Grundlage der ZEHN GEBOTE GOTTES bin ich mit Bomben und Granaten durchgefallen. Auf der Basis meines vergangenen Lebens hatte ich keine Chance zu bestehen.
386 Es war einfach unfassbar schrecklich! Ich hatte in meinem vergangenen Leben in einem riesigen Chaos gelebt. Es gab keine Ordnung mehr, wie sie in der Schöpfung vorgegeben ist. Was nützte es mir, dass ich niemanden ermordet und keinen
Menschen getötet hatte? Ich werde Euch noch ein Beispiel erzählen:
387 Ich habe sehr oft vielen bedürftigen Personen Waren, Lebensmittel, Kleider und
vieles andere geschenkt. Aber ich habe es ihnen nie in selbstloser Liebe gegeben, sondern meist, um mir Geltung zu verschaffen, um zu zeigen, wie gut ich bin, um bei ihnen Eindruck zu schinden, und um in unserer Schickimicki-Gesellschaft ein gutes Bild von mir aufzubauen.
388 Weil ich nämlich sehr reich war, wollte ich denn Leuten zeigen wie gütig und großherzig ich war. Sie sollten sich über meine Großzügigkeit das Maul zerreißen und mich auch deshalb beneiden und bewundern. Und weil ich eben so reich war, wollte ich mit meinen Geschenken und meiner Großherzigkeit, die Not und Armut der Leute manipulieren und sie auch noch mir zunutze machen.
389 Und so sagte ich zum Beispiel: „ Schau, da gebe ich Dir dies und jenes (je nach dem, was mir gerade unter die Hände kam oder ich einfach übrig hatte), aber ich bitte Dich dafür, sei doch so nett und gehe statt mir zum Elternabend in die Schule meiner Kinder und vertrete mich dort, denn ich habe leider keine Zeit, um zu diesen Versammlungen in der Schule zu gehen, wo ja immer die persönliche Anwesenheit kontrolliert wird.“
390 Und auf diese Art und Weise verteilte ich zwar in der ganzen Umgebung eine Unzahl von Sachen, aber jede Gabe war mit irgendwelchen Bedingungen oder Forderungen meinerseits verknüpft.
391 Ich hatte die Leute so an meinem Gängelband. Ich manipulierte sie, und sie waren von mir abhängig. Und obendrein gefiel es mir außerordentlich, wenn ich merkte, dass eine Meute von Leuten hinter mir her lief, und hinter meinem Rücken weiter erzählten, wie großherzig, gütig und heilig ich eben wäre.
392 Ich baute mir so in der Gesellschaft ein eindrucksvolles Bild von mir auf. Niemand
wusste, dass es ein trügerisches Bild war, ein „Trugbild“, das nicht der Wirklichkeit
entsprach.
393 Und nun war es offensichtlich. Bei dieser meiner Prüfung kam alles heraus. Sie
sagten zu mir: „Der einzige GOTT, den Du verehrt hast, war das Geld. Durch diesen Götzen der Moneten hast Du Dich selbst verdammt!! Wegen diesem Deinem GOTT des Geldes und des Goldes bist Du in den Abgrund gestürzt. Und so hast Du Dich selbst immer weiter vom HERRGOTT entfernt.“
394 Es stimmte, eine Zeit lang hatten wir sehr viel Geld, aber dann waren wir bankrott. Die Schulden wuchsen uns über den Kopf, wir hatten unwahrscheinlich viele Schulden. Und das Geld ist uns ganz ausgegangen, wir hatten nichts mehr …
395 Und als sie mir eben dies alles mit dem Geld vorhielten, schrie ich einfach: „Aber von welchem Geld redet ihr denn da daher; ich habe doch dort auf der Erde einen ganzen Rattenschwanz von Problemen und Schulden hinterlassen“… und mehr konnte ich nicht mehr sagen…
396 Als sie mir dann im zweiten Gebot Vorhaltungen machten, sah ich glasklar, wie ich noch als Kind in bedauernswerter Art und Weise lernte, dass die Lügen ein aus-
gezeichnetes Mittel waren, um den Strafen meiner Mutter zu entgehen, welche manchmal auch sehr streng und hart ausfallen konnten.
397 Und so begann ich meinen Weg in der Gesellschaft des Vaters aller Lügen, des Satans, zu gehen. Er, der Teufel, wurde so mein Weggefährte. Ich wurde eine große Lügnerin. Und ich steigerte mich in dieser „Kunst des Lügens“. Ich wurde immer perfekter. Und in dem Ausmaß, wie meine Sünden immer größer und unappetitlicher wurden, steigerten sich auch meine Lügen und wurden immer größer und unverschämter.
398 Ich wollte mir anscheinend selbst beweisen, zu welcher Meisterschaft ich es in dieser Disziplin des Lügens bringen konnte. Die Lügen wurden immer gewaltiger und wuchsen mir über den Kopf hinaus – in gleicher Weise wie die Schulden.
399 Den Gipfel der Sünde des Lügens erreichte ich, als es auch um das Heilige, um das Allerheiligste und um den HERRN selbst ging.
400 Ich hatte bemerkt, dass meine Mama eine große Ehrfurcht vor dem HERRGOTT hatte. Und für Sie war der Name des HERRN etwas Verehrungswürdiges und sehr Heiliges. Das ließ ich mir durch den Kopf gehen und dachte, das ist ja die beste Waffe für mich. So habe ich sie (meine Mutter) ganz in meiner Hand.
401 Und ich begann bei jeder Kleinigkeit und um jede meiner Lügen zu untermauern,
bei GOTT zu schwören.
402 Ich nahm den Namen GOTTES einfach leichtfertig und grundlos in den Mund.
Ich sagte zu meiner Mama zum Beispiel: „Mami, bei unserem lieben CHRISTUS schwöre ich Dir…“; oder „Mama, beim Namen GOTT Vaters schwöre ich Dir, versichere ich Dir etc. etc…“, und so entging ich mit den dabei glaubhaft gemachten Lügen den wohl verdienten Strafen meiner Mutter.
403 Können Sie sich das vorstellen, dass ich für meine Lügereien, für meine kleinen
Schweinereien, für diesen Dreckhaufen, in dem ich mich so oft sauwohl fühlte,
den Allerheiligsten NAMEN GOTTES missbrauchte, und IHN dadurch auch in den Dreck zog, weil ich eben auch selbst bis zum Hals in diesem Sündenpfuhl und
in diesem menschlichen Abschaum steckte.
404 Und schauen Sie nun, meine lieben Schwestern und Brüder im HERRN, ich habe durch mein Schicksal und diese Todeserfahrung, über die ich hier gerade berichte, auch gelernt und am eigenen Leib erfahren, dass die Worte und Sätze, die unseren Mund verlassen, und die wir oft so leichtsinnig und unüberlegt von uns geben, nicht einfach vom Winde verweht werden und sich sozusagen auflösen.
405 Nein, ausgesprochene Worte lösen sich nicht in Luft auf, sondern oft behalten sie die Wirklichkeit des Moments bei, in welchem sie ausgesprochen worden; eine lebendige Wirklichkeit, die uns viel später einholt, und wie ein „BUMERANG“ auf einmal wieder zu uns zurück kommt, vielleicht sogar noch besser ausgedrückt, auf uns zurückfällt.
406 Vielleicht läuft es Ihnen nun kalt über den Rücken, wenn ich Ihnen folgendes berichte. Nicht nur einmal, sondern sehr oft, wenn meine Mutter recht stur war und mir einfach nicht glauben wollte, sagte ich kurzer Hand zu ihr: „Mama, es soll mich ein Blitz erschlagen, wenn dies eine Lüge von mir ist. Ich sage Dir nur die reine Wahrheit!“
407 Und diese oftmaligen Sprüche von mir gerieten in Vergessenheit und niemand
dachte mehr an sie.
408 Aber nun schaut her, ich stehe nur aus reiner Barmherzigkeit GOTTES vor Ihnen, denn in Wirklichkeit hat mich der Blitz erschlagen, er ist praktisch durch mich hindurch gegangen, hat mich praktisch in zwei Teile gespalten und mich vollkommen verbrannt.
409 So zeigten sie mir also im Jenseits, wie ich, die ich mich großartig als katholisch ausgab, nie Wort gehalten hatte, immer nur wortbrüchig gewesen war und immer nur den Heiligsten Namen Unseres HERRN und GOTTES missbräuchlich meinen Unehrlichkeiten vorangestellt habe.
410 Ich war beeindruckt, wie der HERR all diese grauenhaften und entsetzlichen Vorfälle ertragen hat, und wie gleichzeitig alle Geschöpfe sich vor IHM im Zeichen einer eindrucksvollen Anbetung und Verehrung auf den Boden warfen.
411 Ich sah die Seligste Jungfrau Maria, die Muttergottes, zu Füßen des HERRN in großer Verehrung und Anbetung. Sie betete für mich und flehte IHN an. Und ich, große und niederträchtige Sünderin, war von meinem Sumpfloch aus mit dem HERRN auf Du und Du.
412 Ich, die ich doch angeblich so gut war und einen so guten Leumund hatte, den ich mir ja durch meine Manipulationen erkauft hatte.
413 Und so sah ich mich, wie ich so oft gegen den HERRN revoltiert hatte, wie ich auf
IHN wütend gewesen war, auf IHN geschimpft und IHN auch verflucht hatte.
414 Es war für mich nicht nur beschämend, sondern unerträglich und schmerzhaft, mir dieser Vergangenheit bewusst zu werden und einen klaren Blick darauf zu haben.
415 Als – bei meiner Prüfung nach den 10 Geboten das Gebot der Heiligung des
TAGES des HERRN und der Festtage dran kommt, war es ein grauenhafter Augenblick.
416 Es überkam mich ein kaum zu ertragender Schmerz. Die Stimme sagte mir ganz klar und trocken, dass ich täglich bis zu vier und auch fünf Stunden mit meinem Körper beschäftigt war, mit meinem Äußeren, mit meiner vermeintlichen Schönheit. Dabei hatte ich täglich nicht einmal 10 (zehn) Minuten dazu aufgewendet, um dem HERRN meine tiefe Zuneigung und meine Dankbarkeit zu bezeugen, oder ein Gebet zu IHM zu sprechen.
417 Ja, oft war es sogar so, dass ich, wenn ich IHM einen Rosenkranz versprochen hatte, diesen meist in Eile und unter Stress herunter leierte. Dabei kam es auch vor, dass ich sagte: „Das geht sich ja wieder gut aus. Ich kann in den Werbe-Pausen meiner Lieblings-Fernseh-Serie sicherlich gut den Rosenkranz fertig beten.“
418 Und so zeigten sie mir im Jenseits, wie undankbar ich gegenüber meinem HERRGOTT immer war. Nie kam mir in den Sinn, mich bei IHM, meinem Schöpfer und ERLÖSER, zu bedanken.
419 Und sie haben mir auch klar vor Augen gestellt, was ich alles an Ausreden her vorbrachte, wenn es darum ging, dass ich aus reiner Faulheit die Heilige Messe nicht besuchen wollte.
„ Aber Mama, wenn doch GOTT überall und allgegenwärtig ist, warum soll ich dann unbedingt dort hingehen und IHN in der Kirche aufsuchen.“
420 Klar, für mich war es sehr einfach und bequem, solche Sprüche von mir zu geben und so zu reden. Und die Stimme wiederholte erneut den Vorwurf, dass ich den HERRGOTT jeden Tag 24 Stunden lang auf mich warten ließ, und ich verlor die ganze Zeit lang keinen Gedanken an IHN.
421 Ich betete nicht zu IHM und besuchte IHN nicht einmal am Sonntag, um IHM zu danken, wenigstens am Tag des HERRN meiner Dankbarkeit Ausdruck zu verleihen und IHM meine Liebe zu IHM zu zeigen. Das war einfach zuviel für mich. Ich war zu stolz und aufgeblasen dazu.
422 Aber das Schlimmste an diesem, meinem Fall war, dass dieser Kirchenbesuch wie
ein „Restaurant für meine Seele“ war. Ohne in die Kirche zu gehen verkümmerte,
besser gesagt verhungerte meine Seele, weil sie eben keine Nahrung bekam.
423 Ich widmete mich ab er nur meinem Körper, um diesen vergänglichen Leib zu pflegen und zu hegen, hatte ich alle Zeit der Welt. Ich wurde zur Sklavin
meines Körpers . Und dabei üb ersah ich gänzlich ein kleines, ab er wesentliches Detail.
424 Ich hatte auch eine Seele, um die ich mich einfach gar nicht kümmerte. Meine Seele war „Vollwaise“. Nie habe ich sie mit dem WORT GOTTES genährt. Denn auch dafür hatte ich einen lockeren Spruch in meinem Repertoire, indem ich hinausposaunte, dass derjenige, der die Bibel regelmäßig liest, über kurz oder lang dem Wahnsinn verfallen würde.
425 Und mit den Sakramenten hatte ich nichts am Hut. Wie könnte ich nur einem
dieser „alten, verkalkten Kerle“, die selbst schlechter und sündiger waren als ich selbst, meine Sünden bekennen.
426 Denn es kam mir und meinen Schweinereien sehr gelegen, nicht zur Beichte zu gehen. Der große Lügner und Durcheinander-Bringer (dies ist ja die wortwörtliche Bedeutung von „Diabolos“), der Teufel eben, hat mich von der Beichte und den Sakramenten ferngehalten. Und so brachte Satan es auch zustande, meine Heilung und die Reinigung meiner Seele zu verhindern. Es ist nämlich so, dass der Dämon jedes Mal, wenn ich eine Sünde begangen hatte, auf die weiße Weste meiner Seele seinen Stempel aufdrückte, ein schwarzes Mal seines Reiches der Finsternis.
427 Meine Sünden waren also nicht ohne Folgen. Sie waren nicht kostenlos und gratis.
Sondern sie hatten schwere Konsequenzen für die Gesundheit meiner Seele.
428 Niemals – außer bei meiner Erstkommunion – hatte ich eine gute Beichte abgelegt. Und ab damals ging ich nie mehr zur Beichte. Und nicht selten traf ich auch auf einen der Zeit angepassten Priester, der mir sogar in meiner Einstellung zur Ohrenbeichte recht gab,
– und dieses Sakrament als nicht mehr unserer modernen Zeit entsprechend und dem modernen Menschen nicht mehr zumutbar bezeichnete. Und so kam es auch, dass ich jedes Mal, wenn ich zur Heiligen Kommunion ging, den HERRN JESUS CHRISTUS im Allerheiligsten Sakrament des Altares unwürdig empfangen habe.
429 Und meine Blasphemie (Gotteslästerung) ging sogar so weit, dass ich stolz und alles wissend überall verkündete:
„Was soll da das Allerheiligste sein? Wie soll denn das gehen, dass der Allmächtige Lebendige GOTT selbst in einem Stückchen Brot, in der Hostie gegenwärtig ist. Diese Priester sollten doch lieber der Hostie etwas Karamellsauce hinzufügen,
damit sie wenigstens gut und nicht so fad schmeckt.“
430 So weit war nun mein Leben aus dem Ruder gelaufen, und dermaßen hatte ich die Schöpfungsordnung verlassen, dass ich fähig war, solche Gotteslästerungen hinauszuposaunen. Und so erreichte ich den tiefsten Punkt, den Abbau und die Zerstörung meiner Beziehung zu GOTT, zu meinem Schöpfer.
431 Nie habe ich meiner Seele etwas wahrhaft Aufbauendes, eine Nahrung zukommen lassen.
432 Und heute hat jede Mutter und jeder Vater dieselbe Verantwortung, wenn er bzw. sie oder beide ihr Kind nicht taufen lassen. Das Sakrament der Taufe ist die „Muttermilch für die Seele“. Oft wird heutzutage gesagt:
„ Ja, das Kind soll selbst entscheiden, wenn es einmal erwachsen ist, ob es getauft werden will oder nicht.“
433 Ein Baby nicht zu taufen, ist dasselbe, wie wenn ich ihm keine Nahrung für den
Körper geben würde mit dem Argument:
„ Ja, es soll später selbst einmal entscheiden, was es essen und trinken will!“
434 Es ist unsere Verantwortung vor dem HERRGOTT, der Seele des Kindes die richtige Nahrung zu geben. Und ohne Sakramente sind wir selbst eben auch ohne Nahrung für unsere Seele. Und so verhungert die Seele dann einfach.
435 Und um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen, tat ich nichts anderes als die Priester zu kritisieren und schlecht zu machen. Ihr hättet erleben sollen, wie schwer mir gerade dieser Punkt auf den Kopf gefallen ist, bei meiner Prüfung im Jenseits.
436 Diese Sünde hat mir der HERR sehr schwer angerechnet. In meiner Familie war es immer schon der Brauch, sich über die Priester das Maul zu zerreißen. Seit ich mich erinnern kann, also seit ich ganz klein war, wurde bei uns zuhause schlecht über die Priester geredet.
437 Angefangen bei meinem Papa sagten einfach alle, dass diese Typen Weiberhelden, hinter jedem Kittel her und alle zusammen mit mehr Geld und Reichtum als wir einfachen Leute gesegnet wären .
438 Und all diese Verleumdungen wiederholten wir Kinder von klein auf. Und dazu sagte nun der HERR mit trauriger, aber strenger Stimme zu mir: „Was hast Du denn geglaubt, wer Du bist, um so zu tun, wie wenn Du der HERRGOTT wärst, und ein Urteil über meine Gesalbten abgibst, und sie dabei noch verleumdest und beschimpfst?“
439 Und ER fuhr fort: „ Sie sind Menschen aus Fleisch und Blut. Und was die Heiligkeit eines Priesters betrifft, so wird diese vor allem auch durch die Gemeinschaft der Gläubigen, durch die Menschen der Pfarre genährt. Die Gemeinschaft trägt den GOTTGEWEIHTEN durch ihre Gebete, durch die Wertschätzung und Hochachtung, die sie ihm entgegen bringt, durch die Unterstützung, die die Menschen ihm geben. Und wenn ein Priester der Sünde verfällt, dann solltet ihr nicht so sehr ihn um den Grund fragen und beschuldigen, sondern vielmehr die Schuld bei der Gemeinschaft suchen, die ihm Hochachtung, Wertschätzung, Unterstützung und Gebet verweigert oder nicht in ausreichendem Maße zugestanden hat.“
440 Und der HERR zeigte mir dann, wie sich jedes Mal, wenn ich einen Priester kritisiert und schlecht gemacht hatte, die Dämonen auf mich stürzten und wie sich die Teufel an mich schmiegten.
441 Und darüber hinaus sah ich, welch großes Übel ich angerichtet hatte, wenn ich einen GOTTGEWEIHTEN als homosexuell hinstellte und brandmarkte, und diese Neuigkeit wie ein Lauffeuer durch die ganze Gemeinschaft der Gläubigen ging. Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, welchen großen, immensen Schaden ich dadurch angerichtet hatte.
442 Wissen Sie, meine Brüder und Schwestern im HERRN, wenn ein Priester fällt, dann ist die Gemeinschaft vor GOTT für ihn verantwortlich. Die Gemeinschaft ist vor GOTT verantwortlich für die Heiligkeit ihrer Priester. Der Teufel hasst die Katholiken, aber die Priester noch viel mehr. Er hasst unsere Kirche, denn solange es einen Priester gibt, werden die Wandlungsworte gesprochen.
443 Und wir alle müssen wissen, dass die Hände eines Priesters GOTT berühren,
auch wenn er nur ein Mensch ist, so hat er die Vollmacht, GOTT vom Himmel her-
ab zu rufen, durch sein Wort vollzieht sich in einem Stück gewöhnlichem Brot die
Transsubstantiation, die Wandlung des Brotes und Weines in den LEIB und das BLUT des HERRN. Der Priester ist der Gesalbte des HERRN, anerkannt von GOTT VATER.
444 Wissen Sie, wenn der Priester die HOSTIE hebt, fühlt man die Gegenwart des HERRN und alle fallen auf die Knie, selbst die Dämonen! Und ich, wenn ich zur Heiligen Messe ging, hatte nicht ein Minimum an Respekt und Ehrfurcht und schenkte dem keinerlei Aufmerksamkeit, kaute meinen Kaugummi, manchmal schlief ich ein, schaute herum, dachte an alles mögliche – an banale Dinge, nur nicht an dieses großartige Geschehen der Heiligen Eucharistie, wo jedes Mal der Himmel die Erde berührt.
445 Danach hatte ich noch die Unverschämtheit mich zu beschweren, voller Hochmut, wenn GOTT mich nicht erhörte, wenn ich IHN um etwas bat.
446 Es war sehr beeindruckend, zu sehen, wie alle Kreaturen sich anbetend niederwerfen, wenn der HERR vorübergeht. Ich sehe auch die Heilige Jungfrau in aller Demut und in Anbetung vor dem HERRN, mit ihrer Stirn bis zum Boden geneigt zu Füßen des HERRN, für mich betend bringt sie auch alle Gebete zu ihm, die für mich zum Himmel geschickt worden waren.
447 Und ich Sünderin, in meiner Unempfindlichkeit und mit meinem erkalteten und verhärteten Herzen, immun gegen alles Gute, behandelte den HERRN so La-la: DU hier, und ich dort. Und dann behauptete ich noch, dass ich gut und fast heilig sei. Eine gute Ruine, ja das war ich, sonst nichts – ein religiöses Luftschloss, gebaut auf Sand und Sumpf! Den HERRN verschmähend und schmähend – den HERRN, DER immer nur in LIEBE hinter mir her und voller Sorge um mich war! Stellen Sie sich eine solche Sünderin vor! Da doch selbst die Dämonen sich in aller DEMUT vor dem HERRN auf den Boden hinwerfen müssen, wenn der HERR vorübergeht.
447 Diese gesalbten Hände eines Priesters, wie sehr hasst sie der Dämon. Er hasst diese vom Himmel bevollmächtigten Hände intensiv und abgrundtief. Der Teufel verabscheut uns Katholiken deswegen so sehr, weil wir die Eucharistie haben, weil die Eucharistie ein offenes Tor zum Himmel ist, und sie ist das einzige Tor. “ Wer Mein Fleisch isst und Mein Blut trinkt, der hat das ewige Leben!” Ohne die Eucharistie, das heißt den Heiligen LEIB und das Kostbare BLUT des HERRN empfangen zu haben, kann niemand in die Seligkeit eingehen.
448 Der HERR geht zu jedem Menschen, der im Sterben liegt, egal, welchen Glauben
er hatte oder nicht hatte, zu jedem einzelnen kommt der HERR in seiner letzten
Stunde und offenbart Sich ihm und sagt ihm voll Liebe und Barmherzigkeit:
449 Wenn dieser Mensch seinen HERRN annimmt und um Vergebung seiner Schuld bittet, geschieht etwas Unerhörtes, das etwas schwierig ist, zu erklären: der HERR nimmt diese Seele augenblicklich mit Sich an einen Ort, wo eine Heilige Messe gefeiert wird und dieser Mensch empfängt das VIATICUM, die Wegzehrung.
450 Es ist eine mystische Kommunion. Denn nur, wer den Leib und das Blut des Herrn empfängt, kann in den Himmel eingehen. Es ist dies eine geheimnisvolle Gnade, die GOTT unserer Kirche gab, und so viele Menschen gibt es, die nur schimpfen über die Kirche. Aber nur durch die Katholische Kirche erhalten wir das Heil.
451 Diese Sterbenden können nun das Heil empfangen, sie kommen wohl ins Fegefeuer, aber sie sind gerettet. Im Fegefeuerfahren sie fort aus der Gnade der Eucharistie zu schöpfen. Deswegen hasst der Teufel die Priester so sehr. Denn solange es noch einen Priester gibt, wird Brot und Wein verwandelt.
452 Deswegen ist es unsere Pflicht, sehr viel für die Priester zu beten, denn der
Dämon bekämpft sie ununterbrochen. Der HERR hat mir das alles gezeigt.
453 Nur durch den Priester können wir auch zum Beispiel das gnadenreiche Sakrament der Buße empfangen. Nur durch den Priester empfangen wir die Vergebung für unsere Schuld.
454 Wissen Sie was der Beichtstuhl ist? Er ist ein Reinigungsbecken, er ist ein Bad für die Seele. Kein Bad mit Wasser und Seife, sondern mit dem BLUT CHRISTI:
455 Wenn eines Menschen Seele durch die Sünde schmutzig und schwarz geworden ist, kann er sie in der Beichte mit dem BLUT CHRISTI rein waschen lassen. Darüber hinaus zerreißen die Fesseln, mit denen uns Satan an sich gebunden hat.
456 Daher ist es logisch, dass der Teufel die Priester am meisten hasst und zu Fall bringen will? Selbst jene Priester, die selber große Sünder sind, haben die Macht Sünden zu vergeben, sowie jedes Sakrament gültig zu spenden. Und der HERR zeigte mir, wie das geschieht.
457 Es geschieht in SEINER Herzwunde. Es gibt Dinge, die übersteigen das menschliche
Begreifen, aber es sind geistige Wirklichkeiten. Durch diese Wunde des HERRN erhebt sich die Seele auf eine Göttliche Dimension, sie erhebt sich zur GÖTTLICHEN BARMHERZIGKEIT, zur PFORTE DER GÖTTLICHEN BARMHERZIGKEIT; die Seele erhebt sich und wird im Herzen des Ewigen Hohenpriesters, wo das blutende
Kreuz steht, durch das Heilige Blut des Kreuzes rein gewaschen.
458 Ich habe es gesehen, wie meine Seele rein geworden ist durch das Sündenbekenntnis. Durch jede Sünde, die ich aufrichtig bereute und bekannte, hat der HERR die Fessel gelöst, die mich an Satan festgebunden hatte.
459 Wie schade, dass ich mich vom Bußsakrament entfernt hatte. Aber dies alles ist uns nur möglich durch den Priester. Und alle anderen Sakramente empfangen wir ebenso nur durch den Priester. Deswegen haben wir die Pflicht, für die Priester zu beten, auf dass GOTT sie behüte, erleuchte und führe.
460 So ist es begreiflich, dass der Teufel die Kirche und die Priester hasst, da ein Heiliger Priester die Macht hat, dem Satan viele Seelen zu entreißen.
461 Wir kamen nun zum vierten Gebot: Du sollst Vater und Mutter ehren! Und der
HERR führte mir auch in diesem Bereich vor Augen, wie undankbar ich während
meines Lebens gegenüber meinen Eltern war. Wie oft und wie arg hatte ich gegen
sie geschimpft und sie verflucht.
462 Ich hatte ihnen vorgeworfen, dass sie mir nicht all das bieten konnten, was meine Freundinnen bereits bekommen hatten. Und es wurde mir klar, wie sehr ich eine Tochter war, die einfach nichts zu schätzen wusste, und alles, was meine Eltern mir mit viel Opfer und unter großen Mühen boten, für mich einfach nur ohne jeden Wert war.
463 Ja, ich verstieg mich sogar soweit in meinem Groll gegen die Eltern, dass ich einfach behauptete, dass diese Frau gar nicht meine Mutter sein könne, weil sie mir einfach zu primitiv und zu wenig vorkam, um meine Mutter sein zu können.
464 Es war so entsetzlich für mich, dieses Beurteilungen von mir selbst zu sehen. Das Resultat war nämlich eine Frau ohne GOTT, und wie diese Frau ohne GOTT alles zerstörte und negativ beeinflusste, was in ihre Nähe kam. Aber das grausamste von allem war, dass ich mir dabei noch einbildete, etwas Besonderes, vor allem auch gut und heilig zu sein.
465 Der HERRGOTT hat mir auch verdeutlicht, warum ich mir nur einbilden konnte, dass ich bei diesem vierten Gebot sicherlich nichts zu befürchten hätte. Ich war mir nämlich nur deswegen sicher, diese Hürde mit Links zu nehmen, weil ich ja
in den letzten Jahren ihres Lebens die Ärzte und Medikamente, die meine Eltern benötigten, finanziert hatte, als sie krank waren.
466 Nur wegen dieser ganz simplen Geschichte bildete ich mir ein, dieses vierte (4.) Gebot mehr als genug erfüllt zu haben. Es passte eben zu meiner Lebensphilosophie, bei der ich eben alle meine Taten nur nach dem Prinzip des Geldes und der Moneten beurteilte und einordnete.
467 Und so war es eben auch mit meinen Eltern. Mit dem Mittel meines Geldes habe ich sie für meine Zwecke und Interessen gefügig gemacht und manipuliert.
468 Mein Reichtum hat mich für sie, meine Mutter und meinen Vater aus einfachen Verhältnissen, zu einer Art „Göttin“ erhoben, die sie selbst von meinem Geld geblendet richtiggehend verehrt haben. Ich war ihr „Ein-und-Alles“.
469 Und diese durch den Mammon geschaffene Situation erlaubte es mir auch, auf meinen Eltern in frecher Willkür herumzutrampeln. Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie sehr mich diese klaren Erkenntnisse über mein früheres Leben, die ich durch die Gnade GOTTES haben durfte, weh taten und bis ins Knochenmark hinein schmerzten.
470 Ich musste mit ansehen, wie mein Vater erfüllt mit großer Traurigkeit weinte und schluchzte über mich und mein Verhalten; denn trotz all seiner Schwächen war er ein guter Vater gewesen.
471 Er hat mich gelehrt, arbeitsam und strebsam zu sein und ein ehrenwertes Leben zu führen. Denn nur der, welcher eine gute Arbeit macht und sich in seinem Beruf bewährt, wird auch vorwärts kommen und es zu etwas bringen.
472 Aber leider ist ihm bei all seinen Bemühungen, mich gut zu erziehen, ein kleines
Detail, das aber etwas ganz Wesentliches ist, entgangen: nämlich, dass ich auch
eine Seele hatte, die am Verhungern war, und dass er als Vorbild für seine Tochter eine Mission hatte, mir auch die Frohbotschaft und den Glauben vorzuleben.
473 Und in dieser Hinsicht versagte er ganz und bemerkte einfach gar nicht, wie mein
ganzes Leben aufgrund des Fehlens dieses kleinen Details, den Bach hinunterging, und ich immer tiefer im Sumpf steckte.
474 Es schmerzte mich, wenn ich sah, was für ein Weiberheld mein Vater war. Erfühlte sich glücklich und sehr wohl, wenn er meiner Mutter und allen Leuten erzählen und sich damit prahlen konnte, was für ein „Macho“ (südamerikanischer Ausdruck für Bock , Weiberheld und Haustyrann und dergleichen) er war, weil er gleichzeitig viele Frauen (in seiner Sprache: viele Weiber) hatte und fähig war, alle bei der Stange zu halten und zu befriedigen.
475 Außerdem trank und rauchte mein Vater übermäßig viel. Auf all diese Laster und schlechten Gewohnheiten war mein Vater nun auch noch stolz, und er bildete sich viel darauf ein; denn er war der irrigen Ansicht, dass es keine Laster, sondern ganz im Gegenteil Tugenden wären, die ihn zu etwas Besonderem machten.
476 Und so bekam ich auch schon in jungen Jahren mit, wie meine Mutter oft tränenüberströmt zuhause saß, wenn mein Papa wieder einmal mit seinen anderen Frauen und den Abenteuern, die er mit ihnen hatte, zu prahlen begann.
477 Und je öfter ich das erlebte, desto größer wurden die Wut, der Zorn und die Unversöhnlichkeit, die mich überkamen. Und nun sah ich den Ablauf meines früheren Lebens und begriff auf einmal, wie diese unbeherrschten Gefühle und Feindseligkeiten mich langsam in den „spirituellen Tod“ trieben, meine Seele zum Absterben
brachten. Mich überkam ein gewaltiger Zorn, wenn ich mit ansehen musste, wie mein Papa meine Mama vor den Augen aller Welt auf das Gemeinste demütigte.
478 Und ich begann mich dagegen zu wehren, muckte dagegen auf und redete auf meine Mutter ein und versuchte, sie zu beeinflussen. Ich sprach zu ihr zum Beispiel so:
„ Ich werde nie so sein wie Du, ich werde mir solche Sachen von einem Mann nie gefallen lassen. Wir Frauen haben in unserer Gesellschaft eben keinen
Wert und werden deswegen so gedemütigt, weil es Frauen gibt, die so sind wie Du und sich eben alles gefallen lassen. Frauen, die sich willenlos der Willkür des ‚Machos’ unterwerfen, die keine Würde und keinen Stolz mehr haben, nur mehr eine gebrochene Persönlichkeit sind. Frauen eben, die es den eingebildeten Mannsbildern erlauben, auf ihnen herumzutrampeln und sie wie den
letzten Dreck zu behandeln.“
479 Und zu meinem Vater sagte ich, als ich schon etwas älter war:
„Niemals, glaube mir und schreib es Dir hinter Deine Ohren, Papa, niemals werde ich es zulassen, dass mich ein Mannsbild so behandelt und demütigt, wie Du es mit meiner Mama immer wieder machst. Wenn es so weit kommt, dass ein Mann mir untreu ist und mich betrügt, werde ich mich an ihm rächen und in der Gosse auf ihm herumtrampeln. Mit mir nicht, mein lieber Papa!“
480 Daraufhin hat mich mein Vater windelweich geschlagen und mich angeschrieen:
„Was nimmst Du Dir nur heraus? Was unterstehst Du Dich? Was glaubst Du, wer Du bist, um so mit mir zu reden?“
481 Ihr könnt auch gar nicht vorstellen, was für ein arger „Macho“ mein Vater war. Und ich konnte meinen Mund nicht halten und antwortete:
„Auch wenn Du mich schlägst und mich sogar umbringst, schwöre ich Dir, dass ich mir so etwas nicht bieten lassen werde. Falls es jemals so weit kommt, dass ich mich verheirate und dann erfahre, dass mein Ehemann mir untreu ist, dann werde ich mich an ihm auf schreckliche Art und Weise rächen, damit ihr Mannsbilder endlich begreift, was eine Frau mitmacht, wenn ein Mann sie wie den letzten Dreck behandelt, sie demütigt und auf ihr wie auf einem nassen Fetzen herum trampelt.“
482 Und in dieser Art und Weise fraß ich all diese Ressentiments, diesen Zorn und diese Wut die ganze Zeit in mich hinein und schüttete meine Gedanken und mein Hirn damit zu. Ich selbst vergiftete so meinen Geist und meinen Charakter.
483 Als ich dann schon selbstständig und erwachsen war, und natürlich auch schon genügend Geld hatte, begann ich meine Mutter immer wieder zu beeinflussen, indem ich zu ihr sagte:
„Weißt Du was, Mama? Trenne Dich von Papa, lass Dich von ihm scheiden!“
484 Und ich verhielt mich so, obwohl ich meinen Vater sehr verehrte und auch mochte.
Trotzdem redete ich immer wieder von neuem auf meine Mutter ein und sagte zu ihr:
„Es kann doch nicht sein, dass Du einen Typen wie meinen Vater einfach so ertragen kannst! Sei Dir doch Deiner Würde als Frau bewusst! Erobere Deine Ehre zurück und zeig ihm doch, dass Du etwas Wertvolles, Besonderes bist, und nicht ein Stück Drecklappen, an dem er sich abputzen kann!“
485 Diese und ähnliche Phrasen wiederholte ich immer wieder vor meiner Mutter.
Können Sie sich das vorstellen? Ich setzte alles dran, um meine Eltern auseinander zu dividieren, um sie zur Scheidung ihrer Ehe zu bewegen. Aber meist sagte meine
Mama dann zu mir:
„Nein, meine liebe Tochter, ich werde mich nicht scheiden lassen. Du darfst nicht glauben, dass dieses Verhalten Deines Vaters für mich nicht sehr erniedrigend und schmerzhaft ist. Ich leide sehr darunter – wie Du Dir sicherlich vorstellen kannst. Aber ich bringe dieses Opfer und halte durch, weil ihr doch da seid – meine sieben Kinder. Ihr seid sieben (7) Kinder, und ich bin nur ich allein. So ist es doch besser, dass nur einer drunter zu leiden
hat, und nicht sieben Menschen, den Schmerz dann ertragen müssen. Und schließlich ist Dein Vater doch auch ein guter Papa, und ich bringe es einfach nicht über mein Herz, einfach wegzulaufen und Euch ohne Vater auf wachsen zu lassen. Noch dazu frage ich Dich: Wenn ich mich von Papa
trenne, wer wird dann noch dafür beten, dass er sich bekehrt, und so seine Seele gerettet wird. Den Schmerz und die Erniedrigung, die mir Dein Papa zufügt, die vereinige ich mit den unsäglichen Schmerzen unseres HERRN JESUS CHRISTUS am Kreuz. Jeden Tag sage ich zu unserem HERRGOTT:
‚Das, was ich da zu leiden und zu er tragen habe, ist doch gar nichts im Vergleich zu den Schmerzen, die Du am Kreuz für uns gelitten hast. Damit meine Leiden einen Wer t bekommen, bitte ich Dich um die Erlaubnis, sie mit Deinem Leiden zu verbinden und zu vereinen, damit so auch meine kleinen Leiden die Kraft bekommen, um von Dir die Gnade zu erhalten, das sich mein Mann und meine Kinder bekehren und so vor der ewigen Verdammnis gerettet werden!!‘“
486 Mir war das alles nicht verständlich, und ich habe damals über soviel Dummheit nur den Kopf geschüttelt. Es war einfach zu hoch für mich. Es waren Gedanken, die
mir vollkommen fremd und meiner Art, zu leben und zu denken, diametral entgegengesetzt waren, und deshalb hatte ich auch keinen Zugang zu diesen Aussagen meiner Mutter.
487 Und damit Sie es wissen. Nicht nur dass ich dafür kein Verständnis auf brachte, diese Aussagen meiner Mutter reizten mich nur noch mehr und stachelten meinen Zorn an.
488 Es führte dazu, dass sich mein ganzes Leben änderte, denn ich wurde richtig rebellisch. Diese Rebellion zeigte sich als erstes darin, dass ich mich für Frauenrechte
und Frauen-Emanzipation einsetzte und zwar nicht nur als normale Mitläuferin
– nein, ich kämpfte mich an die vorderste Front im Kampf um Frauenrechte in
Kolumbien.
489 Ich begann die Abtreibung zu verteidigen, das Recht der Frau, über ihren Bauch selbst zu bestimmen; die Unabhängigkeit und das Recht als Single oder in einerfreien Partnerschaft – mit so genannten Lebens-Abschnitts-Partnern das Leben zu organisieren; die Scheidung als willkommene Lösung von Eheproblemen zu propagieren.
490 Besonders verteidigte ich auch das „Gesetz des Talion“ (Ley de Talion = [lateinisch:
Lex talionis] juridischer Grundsatz „Gleiches mit Gleichen zu vergelten“ – „ Aug’ um Aug’, Zahn um Zahn“).
491 Das heißt: Ich gab den Frauen immer den guten Rat, einfach Gleiches mit Gleichem zu vergelten, und eben sich an jedem Mann, der untreu war, auch mit einem Seitensprung – möglichst mit seinem besten Freund zu rächen.
492 Obwohl ich persönlich meinem Ehemann nie in meinem Leben körperlich untreu war, so richtete ich durch meine bösartigen Ratschläge bei sehr vielen Menschen sehr großen Schaden an. Leider!
493 Als wir in meinem „Buch des Lebens“ zum 5. Gebot GOTTES – „Du sollst nicht
töten“ kamen, dachte ich mir: Endlich, da habe ich mir nichts vorzuwerfen, denn ich habe niemanden getötet und keinen Menschen umgebracht.
494 Und zu meinem großen Schreck belehrte mich der HERRGOTT eines ganz anderen.
ER zeigte mir mit aller Deutlichkeit, dass ich eine erschreckend grausame Mörderin war. Und die Morde, in die ich verwickelt war, gehörten außerdem zu der Klasse von Tötungsverbrechen, die in den Augen des HERRN zu den abscheulichsten ihrer Art zählten, nämlich die Abtreibungen von „Ungeborenen Kindern“.
495 Eines Tages sagte meine Freundin Estela zu mir: „Hör mal gut zu! Du bist jetzt dreizehn (13) Jahre alt und bist noch nicht einmal entjungfert?“ Ich habe sie völlig fassungslos angeschaut. Was wollte sie mir damit sagen?
496 Meine Mutter hat mir immer von der Wichtigkeit der Jungfräulichkeit erzählt.
Sie sagte, dass dies das Brautgeschenk mit dem HERRN sei. Aber meine Freundin antwortete mir mit einem Ausdruck von Überheblichkeit und Einbildung: „Meine Mutter hat mich zum Gynäkologen gebracht, sobald ich meine erste Menstruation hatte. Seither nehme ich die Anti-Baby-Pille.“
497 Damals habe ich nicht einmal gewusst, was das ist. Sie erklärte mir, dass diese Pillen Verhütungspillen seien, damit man nicht schwanger wird. Und sie erzählte mir, mit welchen Männern sie bereits geschlafen hatte. Es war eine große Zahl von Burschen und jungen Männern. Sie sagte, das sei so wohltuend. Und meine Freundin sagte zu mir: „Ich merke, dass du von all dem keine Ahnung hast.“ Ich bejahte und sie sagte, sie werde mich an einen Ort bringen, wo ich so etwas lernen könnte.
498 Ich war voller Sorge und Angst, denn was weiß ich, wohin sie mich bringen würde.
Eine neue Welttat sich vor mir auf, eine völlig unbekannte Welt. Sie haben mich in ein Kino im Zentrum mitgenommen, um zusammen einen Pornofilm anzusehen. Können Sie sich meinen Schrecken vorstellen? Ein Mädchen zu jener Zeit gerade einmal dreizehn (13) Jahre alt!
499 Wir hatten damals nicht einmal einen Fernseh-Apparat. Können Sie sich einen solchen Film vorstellen? Ich bin fast gestorben vor Schrecken und Ekel. Ich kam mir vor, wie in der Hölle. Ich wollte weglaufen und nur die Scham vor meinen Freundinnen hielt mich zurück. Aber ich wollte nichts sehnlicher als weg von dort, ich war zutiefst erschüttert.
500 An diesem Tag ging ich mit meiner Mutter zur Heiligen Messe. Und weil ich mich so schlecht fühlte, ging ich zur Beichte. Meine Mutter kniete sich vor dem Altar hin und betete.
501 In meiner Beichte sagte ich die üblichen Dinge, dass ich die Hausarbeiten nicht
gemacht, bei den Schularbeiten geschwindelt habe, dass ich ungehorsam gewesen war – das waren mehr oder weniger meine Sünden. Ich habe immer bei dem-
selben Priester gebeichtet und er kannte meine Sünden schon mehr oder weniger auswendig.
502 Aber heute bekannte ich auch, dass ich meiner Mutter davongelaufen bin, um ins Kino zu gehen. Der Priester war völlig überrascht und beinahe schrie er: „Wer ist wem davongelaufen? Wer ist wohin gegangen?“
503 Ich erschrak fürchterlich über diese Reaktion und schaute ängstlich zu meiner Mutter hinüber, ob sie etwas gehört und mitbekommen hatte, aber sie kniete ganz ruhig an ihrem Platz und betete.
504 GOTT sei Dank, dachte ich, hat sie nichts gehört. Sich vorzustellen, dass sie das gehört hätte, war für mich unerträglich. Ich erhob mich vom Beichtstuhl und war wütend auf den Priester. Klar, dass ich ihm nicht gesagt hatte, in welchem Film ich war. Wenn er schon ein solches Theater machte, als ich nur bekannte, dass ich im Kino gewesen war. Was würde er erst aufführen, wenn er alles gewusst hätte. Möglicherweise hätte er mich auch noch geschlagen.
505 Von diesem Moment an begann Satan in mir wirksam zu werden. Denn von da an habe ich nie mehr aufrichtig gebeichtet. Von da an, traf ich eine Auswahl, was ich sagen würde und was nicht. Hier begannen meine sakrilegischen Beichten und ich ging zur Kommunion, obwohl ich wusste, dass ich nicht ehrlich gebeichtet hatte.
506 Ich habe den HERRN sakrilegisch empfangen. Und der HERR zeigte mir nun, wie schrecklich der Abstieg meines Lebens war, wie dieser Prozess des geistigen Todes immer schlimmer wurde. Der Abstieg war mit solchen Folgen verbunden, dass ich am Ende meines Lebens nicht mehr an den Teufel glaubte und an überhaupt nichts mehr. Und meine Sünden empfand ich sogar als gute Taten.
507 ER zeigte mir, wie ich als Kind an der Hand GOTTES ging, was für eine innige Be-
ziehung ich zu IHM hatte und wie die Sünde mich mehr und mehr von GOTT und
Seiner führenden Hand trennte. Der HERR sagte mir, dass jeder, der Seinen LEIB und Sein BLUT unwürdig empfängt, sich die Verdammung zuzieht. Ich habe meine Verdammnis gegessen und getrunken. Ich habe im Buch meines Lebens gesehen, wie der Teufel verzweifelt war, weil ich mit 12 Jahren noch an GOTT glaubte, und mit meiner Mutter zur Anbetung ging. Der Teufel war wütend darüber.
508 Als mein Sündenleben begann, ließ der HERR mich fühlen, wie der Friede aus
meinem Herzen gewichen war. Es begann ein großer Gewissenskampf, aber was sagten meine Freundinnen dazu? Sie sagten:
„Was? Beichten gehen? Du bist doch verrückt, das ist doch völlig aus der Mode. Und dann bei diesen Priestern, die noch viel größere Sünden haben als wir!“
509 Keine von ihnen ging mehr zur Beichte, ich war die einzige. Es begann ein innerer Kampf zwischen dem, was meine Freundinnen sagten und dem, was meine Mutter sagte, und was auch mein eigenes Gewissen mir nahe legte. Nach und nach neigte die Waage sich und meine Freundinnen gewannen. Also entschloss ich mich, nicht mehr zur Beichte zu gehen. Denn ich wollte nicht bei diesen alten und leibfeindlichen Priestern beichten und schon gar nicht bei solchen, die sich mokierten, nur weil man ins Kino ging.
510 Hier sehen Sie die Verschlagenheit Satans. Er hat mich von der Beichte weggebracht, als ich erst dreizehn (13) Jahre alt war. Er war sehr hinterlistig. Wissen Sie, er gibt uns falsche Ideen ein. Mit dreizehn (13) Jahren war Gloria Polo bereits ein
lebendiger Kadaver, was ihren Geist anging. Aber für mich war es wichtig und ich war stolz zu dieser kleinen Gruppe meiner Freundinnen zu gehören, zu diesen feinen, klugen Mädchen, die sich einbildeten, mehr zu wissen, als alle ihre Eltern zusammen.
511 Wenn wir 13 Jahre alt sind, meinen wir, wir wüssten alles und wir waren der Meinung, dass jeder der von GOTT sprach unmodern oder verrückt war. Denn was modern ist, das sind der Nutzen und der Lustgewinn. Die Nutznießer und der Genuss, das war in Mode.
512 Wissen Sie, ich habe Ihnen noch nicht gesagt, dass ich damals, als ich am Abgrund zur Hölle stand und man plötzlich die Stimme des HERRN hören konnte, dass da alle Dämonen flohen. Sie machten sich alle aus dem Staub, nur einer blieb. Dieser hatte die Erlaubnis des HERRN, zu bleiben. Dieser riesige Dämon schrie mit schrecklicher Stimme:
„Sie gehört mir! Sie ist mein! Sie gehört mir! Mein ist sie für immer!“
513 Dieser Dämon konnte deshalb bleiben, weil er der Anführer der Horde von Dämonen war, die sich bei mir einnisteten und alles in meinem Leben manipuliert hatten, damit ich sündige. Sie nützten mit großer Hinterlist meine Schwachstellen aus. Dieser Dämon war es gewesen, der mich von der Beichte fernhielt. Deswegen hatte der HERR verfügt, dass er jetzt da sein sollte und deswegen schrie dieser Teufel so sehr, weil er fürchtete, dass seine Beute ihm im letzten Moment noch entwischen könnte.
514 So schrie er fürchterlich und klagte mich an. Er konnte bleiben, denn ich war im Stand der Todsünde gestorben. Denn seit meinem 13. Lebensjahr hatte ich nicht mehr richtig gebeichtet und vorher hatte ich auch das eine und andere Mal ungültig gebeichtet.
515 Ich gehörte also diesem Dämon und deswegen durfte er bei dieser Prüfung anwesend sein. Können Sie sich vorstellen, wie ich mich fühlte, als ich alle meine Sünden präsentiert bekam, es waren ja so viele. Und zu all dem diese schadenfrohe, höhnische Anklage. Und es war fast nicht zu ertragen, wie er immer wieder brüllte, ich gehörte ihm. Es war einfach unvorstellbar schrecklich.
516 Der Böse hatte mich vom Bußsakrament fern gehalten und mich dadurch der Heilung und Reinigung meiner Seele durch JESUS entzogen. Denn jedes Mal, wenn ich sündigte, war die Sünde nicht gratis. Die Sünde ist Eigentum des Teufels und wir müssen sie bezahlen. Meine Sünde war derart, dass der Teufel sein Siegel in meine Seele eingebrannt hatte. Die ursprünglich so wunderschöne, mit Licht durchdrungene Seele, wie ich sie bei meiner Empfängnis gesehen hatte, wurde dunkler und finsterer, lichtlos, eine einzige fürchterliche Finsternis.
517 So habe ich ständig sakrilegisch kommuniziert, habe kaum mal eine gute Beichte abgelegt, solange ich noch zur Beichte ging.
518 Immer, bevor wir das Bußsakrament empfangen, müssen wir den HEILIGEN GEIST und unseren Schutzengel bitten, dass sie uns erleuchten, auf dass die Finsternis unseres Geistes sich lichte. Denn eines der Dinge, die der Böse mit Wonne tut, ist, dass er unseren Geist verdunkelt, damit wir meinen, das alles sei keine Sünde, und dass schon alles gut ist, dass es nicht notwendig ist, bei einem Priester zu beichten, weil ja diese Priester mehr Sünden haben, als wir selber und dass die Beichte nun eben nicht mehr Mode sei. Es war klar, für mich war es bequemer, nicht mehr zu beichten.
519 Als ich dreizehn (13) Jahre alt war, wurde meine Freundin Estela schwanger. Als sie mir das erzählte, dass sie schwanger sei, fragte ich sie: „Aber du hast doch die Pille genommen?“ Sie sagte: „ Ja, aber es hat nichts genützt.“ Ich sagte: „Und jetzt? Was wirst du machen? Wer ist der Vater?“ Sie sagte: „Das weiß ich nicht.“ Sie wusste nicht, ob es bei jenem Spaziergang gewesen sei, oder bei diesem oder jenem Fest, oder ob es von ihrem Verlobten war. Sie sagte mir: „Ich werde einfach sagen, dass es von ihm (ihrem Verlobten) ist.“
520 Im Juni sind sie (meine Freundin Estela) und ihre Familie in den Urlaub gefahren.
Sie war bereits im fünften (5.) Monat schwanger. Als sie wieder kam, war ich überrascht. Es gab keine Anzeichen mehr einer Schwangerschaft. Kein dicker Bauch war zu sehen, aber sie sah aus wie eine Leiche. Sie war so blass und von diesem extrovertierten, lebhaften Mädchen, das sich so gern vergnügte, war nichts mehr übrig geblieben. Kurz gesagt: Sie war nicht mehr dieselbe.
521 Wissen Sie, niemand von uns Mädchen ging gern zur Heiligen Messe. Aber in der
Klosterschule, die wir besuchten, war es Pflicht. Wir mussten mit den Nonnen zur
Messe gehen. Der Priester war schon etwas älter und es dauerte immer etwas länger, bis erfertig war. Uns kamen diese Messen wie eine Ewigkeit vor. Wir haben immer nur gespielt, geschwätzt, gelacht ohne auch nur die geringste Aufmerksamkeit auf das Geschehen am Altar zu verschwenden. Aber eines Tages kam ein junger Priester, der sehr gut aussah.
522 Wir fanden, dass es um einen so hübschen jungen Mann schade war. Und so dachten wir darüber nach, wer von uns ihn, diesen jungen und gut aussehenden
Priester verführen könnte. Stellen Sie sich das vor! Was für Abartigkeiten der
Teufel auch schon einem jungen, unverdorbenen Menschen einimpfen kann.
523 In dieser Schule gingen die Klosterschwestern als erste zur Heiligen Kommunion.
Danach erst kamen wir dran, obwohl wir alle nicht zur Beichte gegangen waren. Wir machten eine Wette, wem von uns es gelingen würde, den Priester zu verführen.
524 Wir beschlossen, wenn wir zur Heiligen Kommunion gingen, unsere Blusen zu öffnen, und bei derjenigen, wo seine Hand zu zittern anfing, wenn er ihr den LEIB DES HERRN reichte, diese hatte den besten Busen und diese hatte seine Aufmerksamkeit erregt. Welch teuflische Gedanken und welche Verirrungen gab uns der böse Geist ein. Aber wir glaubten in unserer Naivität, dass dies alles nur lustige Spielereien wären. Wie weit hatten wir uns erniedrigen lassen ...
525 Aber als meine Freundin Estela also von den Ferien zurück kam, war sie schon nicht mehr diese zu Spielereien aufgelegte und unternehmungslustige und fröhliche Göre von einst. Sie hatte einen verschleierten Blick. Sie wollte mir nichts darüber erzählen, was passiert war. Aber einmal war ich bei ihr zu Hause, und da zeigte sie mir die Narben von dieser Operation, von ihrer Abtreibung. Sie sagte:
„ Als meine Mutter erfuhr, dass ich schwanger sei, wurde sie so wild, dass sie mich augenblicklich bei der Hand nahm, ins Auto zwang und mit mir zu einem Gynäkologen fuhr. Als wir dort ankamen, sagte sie ihm:
‚Sie ist schwanger. Bitte verlangen Sie von mir, was Sie wollen, aber es ist dringend notwendig, dass Sie meine Tochter sofort operieren und dieses Problem (sächlich: das Problem) aus der Welt schaffen.’“
526 Nachdem sie das gesagt hatte, öffnete meine Freundin ihren Schrank und zeigte mir ein Glas, in dem ein Embryo in einer Spiritus-Lösung lag. Es war ihr Kind.
527 Es war schon ganz ausgebildet, es war in diesem Glas konserviert. Niemals werde ich diesen Anblick vergessen. Ihre Mutter hatte darauf bestanden, dass Estela die Folgen ihres Fehlverhaltens immer vor Augen haben sollte. Und auf dem Deckel dieses Glases stand die Schachtel mit den Anti-Baby-Pillen, damit sie nie mehr darauf vergesse möge, die Pille zu nehmen. Stellen Sie sich so etwas vor!!!
528 Sehen Sie, wie die Sünde einen Menschen krank macht. Und wie eine Mutter, die geistig blind ist, ihr eigenes Kind zum Arzt mitnimmt, um ihr die unerwünschte Frucht des Leibes wegnehmen zu lassen.
529 Und dann noch diese absurde Idee mit dem konservierten Embryo, um ihr das jeden Tag vor Augen zu führen, nur damit sie nicht vergessen sollte, die Pille zu nehmen. Damit sie jedes Mal, wenn sie den Schrank aufmachte dieses, ihr Kind sah und sich an die Pille erinnern sollte.
530 Das ist doch wahrlich krankhaft, das ist einfach nur dämonisch. Solche Dinge
macht der Teufel, wenn wir ihm die Tür aufmachen durch die Sünde und diese nie auslöschen lassen im Sakrament der Buße, das ein römisch katholisch geweihter Priester spenden kann. Als ich meine Freundin fragte, ob es nicht weh getan habe, ob es sie nicht schmerze, antwortete sie ironisch:
„ Ach, warum sollte ich traurig sein? Es ist ja noch das geringere Übel, diese paar Schmerzen zu ertragen, als wenn ich mich mein ganzes Leben mit diesem Kind herumschlagen müsste! Dieses Problem wurde so ganz einfach gelöst!“
531 Aber das war Lüge, denn sie war nie mehr wie früher. Es dauerte nicht lange und
sie bekam schreckliche Depressionen. Sie begann LSD zu nehmen. Und da ich
ihre beste Freundin war, bot sie mir an, es auch zu probieren. Aber ich schreckte davor zurück . Zum einen hätte ich gerne probier t, denn sie sagte, dass die Droge einem ein so angenehmes Gefühl schenkte, man fühle sich, als ob man schweben würde, als ob man auf Wolken wäre — und ähnlich schöne Dinge schwärmte sie mir vor.
532 Ja, ich hätte gern gekostet, aber ich konnte nicht. Ich hatte Angst und sagte ihr, das geht nicht, dann rieche ich nach diesem Zeug und, wenn meine Mutter das entdeckt, bringt sie mich um. Sie hat einen so feinen Geruchssinn, sie würde mich töten, wenn sie es herausbekommt. Tatsache ist, dass ich dieses Rauschgift, beschützt durch meine Schutzengel und die Gebete meiner Mutter, nicht probiert habe.
533 Der HERR zeigte mir jetzt in meinem „Buch des Lebens“, dass ich es nicht aus Angst vor meiner Mutter nicht probiert hatte, sondern weil ER mir die Gnade geschenkt hatte, es nicht zu tun, und weil ich eine Mutter hatte, die betete. Und ihr Rosenkranzgebet hat mich davor bewahrt, auch noch in diesen Abgrund zu fallen. Aber meine Freundinnen waren mit mir deswegen nicht zufrieden und reklamierten, diskutierten, schrieen und nannten mich langweilig, weil ich nicht mitgemacht hatte. Aber ich konnte nicht, ich konnte einfach nicht. Das war eine der vielen Gnaden, die ich bekam, weil ich eine solche Mutter hatte, die so sehr mit GOTT verbunden war und für mich betete. So wichtig ist das Gebet.
534 Unglücklicherweise lernte ich mit 16 Jahren meinen ersten Verlobten kennen. Und da fing der Druck meiner Freundinnen wieder an. Ich war das schwarze Schaf in
ihrer Mitte, weil ich noch Jungfrau war. Jetzt, da ich einen Verlobten hatte, bedrängten sie mich wieder. Ich hatte ihnen versprochen, es zu tun, wenn ich einen Bräutigam haben würde, vorher aber nicht. Und nun konnte ich ihnen nicht mehr entkommen.
535 Ich sagte zu meiner Freundin Estela: „Und wenn ich dann schwanger werde, wie du?“ Sie sagte: „Nein, nein, das wird nicht passieren, denn inzwischen gibt es andere Methoden, nämlich das Präservativ.“
536 Zu ihrer Zeit hatte es nur die Pille gegeben, aber jetzt würde es keine Probleme mehr geben. Sie sagte mir, dass sie mir fünf (5) Pillen geben würde, um sie zur besseren Sicherheit alle auf einmal zu nehmen. Außerdem sagte sie zu mir, dass wir das Präservativ benutzen sollten, und ich würde sehen, dass mir nichts passieren könnte.
537 Ich fühlte mich so schlecht, weil ich dieses blöde Versprechen einlösen musste, aber ich hatte große Angst, es mir mit ihnen zu verderben. Und dann, als es passiert war, erfuhr ich an mir, dass meine Mutter Recht gehabt hatte, dass ein Mädchen, das seine Unschuld verliert, sich selbst auslöscht. Ich fühlte, dass irgendetwas in mir ausgelöscht war, als hätte ich etwas verloren, das nie wiederkehren würde, das nicht wieder herzustellen war. Von dem mir von den Freundinnen so vorgegaukelten Sensationserlebnis war also nur Betroffenheit, Reue und eine enorme Traurigkeit übrig geblieben.
538 Ich weiß nicht, warum alle sagen Sex sei gut. Ich weiß nicht, warum die Jugend sagt, dass sie das so sehr liebt. Ich finde, dass das so nicht gut ist. In meinem Land,
in Kolumbien sieht man im T V wie sie die Sicherheit der Präservative in der Werbung anpreisen, wie die Menschen die Sexualität nur benutzen zur Lustbefriedigung, Befriedigung des Egoismus, zur Machtausübung und zum Zeitvertreib aus Langeweile. Ich bin traurig, wenn ich so etwas sehe. Wenn all diese Menschen nur wüssten, wie in Wirklichkeit, in der Wahrheit diese oberflächlichen Gefühle die Seele, den Menschen nur berauschen, damit er nicht mehr an die Gebote denkt!
Es ist interessant, dass einige Personen, die in ihrer Jugend große Anhänger der
68-Bewegung waren, im reifen Alter selbst erkannt haben, welchen Irrweg sie da gegangen sind – und wie viel Schaden sie dadurch anderen Menschen – auch den Nachkommen – zugefügt haben.
539 Was mich betrifft, so war ich nach diesem Verlust meiner Jungfräulichkeit einfach nur unendlich traurig und hatte eine furchtbare Angst, nach Hause zu gehen, da ich mir dachte, dass meine Mutter sicherlich etwas an mir bemerken würde.
540 Ich habe nach diesem Erlebnis, meiner Mutter nie mehr in die Augen schauen können, aus reiner Angst, sie könnte an meinen Augen ablesen, was ich getan hatte.
541 Ich war wütend auf meine Freundinnen und empört über sie, auch wütend auf mich selbst, dass ich so blöd gewesen war und ihnen nachgegeben hatte, dass ich etwas getan hatte, was ich nicht tun wollte, und dass ich das alles nur aus Feigheit vor meinen Freundinnen gemacht hatte.
542 Aber trotz aller Ratschläge meiner Freundin Estela, trotz aller Vorsichtsmaßnahmen wurde ich nach meinem ersten Geschlechtsverkehr schwanger.
543 Können Sie sich die Angst eines 16 -jährigen Mädchens vorstellen, schwanger!!
(N a c h d i e s e m
S a t z b r i c h t i h r
d i e St i m m e u n d
s i e we i n t ! – d a n n
fä h r t Fr a u D r.
G l o r i a POLO for t :)
544 Ich bemerkte viele Änderungen in meinem Körper. In all meiner Angst spürte ich aber auch, wie in mir ein Gefühl der Zärtlichkeit zu diesem Baby, das da in mir war, aufkeimte und immer stärker wurde.
545 Ich sprach mit meinem damaligen Bräutigam und erzählte ihm alles. Er war überrascht und erschrocken. Irgendwie erwartete ich mir, dass er sagen würde: „Dann heiraten wir eben“. Ich war 16 und er war 17 Jahre alt. Aber er sagte zu mir, dass wir uns deswegen nicht unser Leben ruinieren würden und dass ich das Kind abtreiben lassen sollte.
546 Und so ging ich wieder fort, unendlich niedergeschlagen, besorgt, traurig, ja ganz unendlich traurig. Wütend war ich auch auf meine Freundin Estela, die mir versprochen hatte, dass mir nichts passieren würde.
547 Wegen der Abtreibung sagte meine Freundin Estela zu mir dann:
„ Mache dir keine Sorgen, da ist nichts dabei. Vergiss nicht, dass ich schon ein paar Mal so etwas über mich ergehen lassen musste. Das erste Mal war ich ein
wenig traurig, das zweite Mal war es schon etwas leichter, das dritte Mal spürt man überhaupt nichts mehr.“
548 Ich sagte zu ihr: „Du kannst dir ja nicht vorstellen, was passieren wird, wenn ich nach Hause komme, und meine Mutter dann einmal diese Narbe sieht. Der Kummer, den ich ihr damit bereite, wird sie töten.“
549 Sie beruhigte mich und sagte: „ Sie machen jetzt nicht mehr so große Schnitte.
Der Schnitt, den du bei mir gesehen hast, war deswegen so groß, weil das Baby schon so groß war. Ich war ja schon im fünften (5.) Monat. Was dich betrifft, mach dir keine Sorgen, deines ist ja erst so winzig klein. Deine Mutter wird überhaupt nichts merken.“
550 Oh, meine Schwestern und Brüder im HERRN, was für eine traurige Angelegenheit! Welch ein großer Schmerz. So lässt Satan uns die Dinge (miss-)verstehen und bagatellisieren, als ob das alles nichts Wichtiges wäre, als ob so etwas überhaupt keine Bedeutung hätte.
551 Als ob eine Abtreibung das normalste auf dieser gottlosen Welt wäre. Wenn sogar ein so blöder und stumpfsinniger Mensch, wie ich es war, sich danach schlecht fühlte, wie schrecklich muss das dann für einen unverdorbenen jungen Menschen sein!
552 Der Böse gaukelt der Jugend vor, dass Sex nur zum Genießen da sei, dass man deswegen keine Gewissensbisse zu haben braucht, dass man sich deswegen nicht schuldig fühlen muss. Aber wissen Sie, warum der Satan das macht? Warum er die
Menschen verführt, so etwas zu tun? Außer vielen anderen Gründen, braucht er diese Menschenopfer, denn durch jede absichtliche Abtreibung wächst seine Macht auf dieser Welt.
553 Niemand kann sich vorstellen, welche Angst und Schuldgefühle ich hatte, als ich
in dieses Krankenhaus ging, weit weg von mir zu Hause, um diese Abtreibung an mir vornehmen zu lassen.
554 Der Arzt gab mir eine Narkose. Aber als ich wieder auf wachte, war ich nie mehr dieselbe wie vorher. Sie haben das Baby umgebracht und ich bin mit ihm zusam-
men (mit-)gestorben. (Sie unterbricht den Vor trag und beginnt von Neuem zu weinen!)
555 Wissen Sie, der HERR hat mich im „Buch des Lebens“ all diese Dinge sehen lassen, die wir mit unseren irdischen Augen nicht zu sehen vermögen. ER hat mich sehen lassen, was geschehen ist, als der Arzt diese Abtreibung vornahm.
556 Ich sah den Arzt, wie er so etwas wie eine Zange hatte, mit der umfasste er das Baby und zerkleinerte es in Stücke. Dieses Baby schreit mit aller Kraft. Oh mein GOTT, es schreit so sehr. Jedes Kind bekommt nämlich sofort nach der Empfängnis seine Seele, eine völlig erwachsene ausgereifte Seele. Diese ist komplett, ganz und fertig ausgereift. Denn die Seele wächst nicht so wie der Körper. Sie wird fertig von GOTT erschaffen.
557 Sofort nachdem Samen und Eizelle sich vereinigt haben, bildet sich ein Lichtstrahl von unendlicher Schönheit. Dieses Licht sieht aus wie eine Sonne, entsprungen aus dem Lichtglanz von GOTT VATER und SEINER Unendlichen Liebe.
558 In demselben Moment ist diese von GOTT geschaffene Seele schon ausgereift und erwachsen. Sie ist vollkommen und sie ist Abbild und Gleichnis GOTTES. Dieses junge Leben ist eingetaucht in den Heiligen GEIST, der aus dem Herzen GOTTES kommt.
559 Der Schoß einer Frau, die empfangen hat, ist voll von diesem LICHT, von diesem Glanz der Vereinigung des HERRN mit dieser neu erschaffenen Seele. Und wenn sie (die Mörder und Handlanger der Abtreibungs-Institute) dann dieses Kind mit der Zange packen und zerstückeln, oh, wie kämpft doch dieses winzige beginnende Wesen um sein Leben.
560 Ich habe gesehen, wie der HERR erzitterte und erschauderte, als sie diese Seele IHM aus Seinen Händen entrissen. Wenn man so ein Baby tötet, schreit es so sehr, dass der ganze Himmel erzittert und erbebt. In meinem Fall, als ich mein Baby töten ließ, habe ich es auch so herzzerreißend schreien gehört, laut und stark.
561 Und ich habe auch JESUS am Kreuz stöhnen gehört und leiden gesehen für diese Seele, und für jede einzelne Seele, die abgetrieben wird, und der man das Recht zum Leben abspricht. Der Blick des HERRN am Kreuz war so voller Schmerz, unbeschreiblich welche Schmerzen ER dadurch erleiden musste!! Wenn sie das sehen könnten, hätte keiner mehr den Mut eine Abtreibung machen zu lassen. (Sie unterbricht neuerlich den Vor trag und beginnt von Neuem zu weinen!)
562 Und nun frage ich Sie, wie viele Abtreibungen werden auf dieser Welt gemacht?
An einem Tag? In einem Monat? Können Sie die schreckliche Dimension unserer Sünde ermessen? Das Ausmaß dieses Massen-Mordens, den Schmerz und das Leid, das wir GOTT damit zufügen, IHM, der so voll Erbarmen ist mit uns, der uns liebt, obwohl wir wie Monster sind und einfach drauf los sündigen.
563 Und all das Leid, das wir uns selbst damit zufügen und wie die Schlechtigkeit von unserem Leben und uns selbst Besitz ergreift.
Abtreibung ist die schwerste aller Sünden, die
schrecklichste aller Sünden.
564 Jedes Mal, wenn das Blut eines Babys – eines Unschuldigen Kindes vergossen wird, bringen wir Satan ein Brandopfer dar und seine Macht erhöht sich mehr und mehr auf dieser Erde. Und diese Seele schreit verzweifelt nach Hilfe – und niemand kann sie hören bzw. niemand will sie hören! Ich wiederhole es Ihnen noch einmal: Diese Seele ist reif und erwachsen, auch wenn sie noch keinen ausgereiften und geformten Leib hat, alle Anlagen dazu sind ja schon da. Wie im Apfelkern die Anlage zu einem großen ausladenden Apfelbaum vorhanden ist.
565 Der Körper muss sich erst bilden und wachsen, aber die Seele ist fertig. Und dieser
Schrei, den das junge Leben ausstößt, wenn man es tötet, lässt die Himmel erzittern. Aber auch in der Hölle bricht ein Schrei des Triumphes los, zu vergleichen mit
dem Geschrei in einem Fußballstadion, wenn ein Tor geschossen wird. Die Hölle ist so ein Stadion, ein immenses, nicht einsehbares Terrain voll mit Dämonen, Teufeln und Unterteufeln, die wie verrückt vor Triumph schreien.
566 Die Dämonen haben das Blut meines Kindes über mich ausgegossen, das ich auf dem Gewissen hatte und auch das Blut jener, die ich dazu ermuntert und an-
gestiftet hatte, ebenfalls eine Abtreibung über sich ergehen zu lassen Und meine ursprünglich lichte Seele verwandelte sich in undurchdringliche Finsternis. Nachdem ich abgetrieben hatte, verlor ich jedes Empfinden für Sünde. Ich meinte wirklich, keine Sünden zu haben.
567 Aber der HERR zeigte mir noch mehr, nämlich wie man durch sogenannte “Familienplanung” weitere Abtreibungen verursacht. Ich hatte mir eine Spirale aus Kupfer einpflanzen lassen zur Empfängnisverhütung.
568 Seit meinem 16. Lebensjahr benutzte ich diese Art der Empfängnisverhütung.
Ich habe sie getragen bis zu dem Tag, als mich der Blitz traf. Nur wenn ich selber schwanger werden wollte, ließ ich sie entfernen.
569 Ich möchte allen Frauen sagen, dass die Spirale Abtreibungen auslöst. Das befruchtete Ei kann sich nicht einnisten und stirbt. Es wird abgetrieben. Ich weiß, dass viele Frauen, wenn sie die Periode haben, merken, dass sie im Blut so etwas wie ein grobes Gerinnsel wahrnehmen und dabei sehr große Schmerzen haben, mehr als es bei einer Monats-Regel normalerweise der Fall ist. Sie gehen zum Arzt und der schenkt dem Ganzen keine besondere Aufmerksamkeit, er verschreibt ihnen ein Schmerzmittel, und wenn es sehr arg ist, gibt er eine Injektion.
570 Aber wissen Sie, was das wirklich ist? Das ist ein Mikro-Abortus. Ja, die Spirale verursacht einen Mikro-Abortus. Denn nachdem die Eizelle befruchtet ist, will sie sich im Uterus einnisten und das kann sie wegen der Spirale nicht, wie ich Ihnen
schon oben sagte. Diese befruchteten Eizellen sind aber bereits Menschen. Sie haben bereits eine Seele, eine voll ausgebildete Seele, und es wird ihr nicht erlaubt, zu leben. Es war schauerlich sehen zu müssen, wie viele solche befruchteten Eizellen – also voll lebensfähige Menschen auf diese Weise ab