[ ZUM INHALTSVERZEICHNIS ]

 

 

 

Vom Blitz getrofffen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mein Weg

vom Scheinen

zum Sein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich stand an der Pforte des Himmels und der Hölle

Ein persönliches Zeugnis von Fr. Dr. Gloria Polo

 

 

 

Einleitung

[ ZUM INHALTSVERZEICHNIS ]

 

 

Wenn  jemand  von  Ihnen  zweifelt  oder  denkt,  dass  GOTT  nicht  existiert, und dass die jenseitige Welt eine Sache für Filmautoren ist, oder wenn einer glaubt, mit dem Tod sei alles aus, der möge bitte dieses Büchlein lesen. Aber lesen Sie es vom Anfang bis zum Ende ganz durch. Sicherlich wird Ihre Meinung, und sei sie noch so skeptisch, sich ändern.

 

Es handelt sich hier um eine Tatsache, einen Vorfall, der gut dokumentiert

ist und im Jahre 1995 passierte. Frau Dr. Gloria Polo ist eine Frau aus Kolumbien, Zahnärztin, die bei einem Unfall „gestorben” ist, d. h. sie war so schwer verletzt, dass sie einige Tage im „Koma“ lag und nur noch durch die medizinischen Geräte   des Spitals am Leben erhalten wurde. Hätte man diese Geräte  abgeschaltet,  wäre  sie  sofort  gestorben.  Die  behandelnden  Ärzte haben sie schon ganz aufgegeben und wollten die Geräte auch schon abschalten.  Nur Ihre Schwester, die auch Ärztin ist, hat darauf bestanden, die Maschinen noch weiter arbeiten zu lassen.

 

Sie ist während ihres Komas auf der anderen Seite der Wirklichkeit gestanden, im Jenseits, und sie durfte wieder zurückkehren, um Zeugnis abzulegen für diejenigen, die nicht glauben können. Sie hat uns also von dort eine wichtige Botschaft gebracht. Aber lesen Sie diese in den nächsten Seiten dann lieber selbst und direkt aus ihrem Munde…

 

Frau  Gloria   durfte  in  dieser  heutigen  Zeit,   in  einem  mystischen  Erlebnis, das sie sehr deutlich beschreibt, einen Blick in ihr „Buch des Lebens“ werfen. Und dieses Erlebnis hat sie so erschüttert, dass sie im Auftrag des HERRN zur Ruferin in der „WÜSTE des GLAUBENS“ unserer modernen Zeit wurde.  Dabei  ist  die  Essenz  ihrer  Botschaft  und  ihr  Erlebnis  selbst  nichts anderes als ein Blick auf die immense Liebe GOTTES zu uns Menschen und auf SEINE große Barmherzigkeit. Sie spricht dabei zum gleichen Thema wie unser derzeitiger Papst Benedikt XVI. in der ersten Enzyklika „DEUS CARITAS EST“ (GOTT ist LIEBE).

 

GOTT gibt uns ja immer wieder Beweise,

aber wir leugnen trotzdem SEINE Existenz.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Herausgeber / Impressum

[ ZUM INHALTSVERZEICHNIS ]

 

 

Diese Schrift ist eine Übersetzung verschiedener Teile von Originalvorträgen, die Frau Dr. Gloria POLO ORTIZ, eine Zahnärztin aus Kolumbien, die auch heute noch in Bogota lebt und dort ihren Lebensunterhalt durch Ihre Arbeit als Zahnärztin verdient, bei unterschiedlichen Gelegenheiten (Einkehrtagen in katholischen Pfarren, Gemeinschaften und Interviews bei christlichen Radiound Fernseh-Sendern) in spanischer Sprache gehalten hat.

Frau Dr. POLO ist am 30. November 1958 geboren und war im Jahre 1995, zum Zeit des Blitzunfalls, sechsunddreißig (36) Jahre alt.

 

Frau Dr. POLO legt ausdrücklich Wert darauf, dass sie von der Verbreitung  sowohl Ihrer schriftlichen Zeugnisse als auch von den im Umlauf befindlichen DVDs, CDs und sonstigen Medien keine wie immer gearteten Provisionen oder Einkünfte erzielt. Ihren Lebensunterhalt bestreitet sie  aus  ihrem  beruflichen  Einkommen  als  medizinisch  ausgebildete  Zahnärztin.  Für  Ihre Vortragstätigkeit verlangt und erhält sie keine wie immer gearteten Zuwendungen oder Honorare. Sie wird dazu von vielen Pfarren und Gruppierungen der Römisch-Katholischen Kirche im In und Ausland eingeladen.

 

Sie hat einen geistlichen Leiter, der sie als Ihr besonderer Seelenführer und  Beichtvater betreut. Es ist dies der Hochwürdige Herr Pfarrer Wilson Alexander Mora Gonzalez, der zugleich auch Pfarrer der Pfarre „Zum Heiligen Kreuz“ (Parroquia “La Santa Cruz“) in Bogota / Kolumbien ist. (Siehe auch seine Beurteilung von Frau Dr. Gloria POLO  im Anhang zu diesem Heft.)

 

Ihr Engagement für die Rettung der Seelen ist nur aus dem Erleben Ihres eigenen Gerichts in der Ewigkeit zu erklären, wo ihr ausdrücklich aufgetragen wurde, dieses Zeugnis nicht nur 1.000 Mal, sondern 1.000 x 1.000 Mal vorzutragen. Diese Erfahrung hat sie auch dazu gebracht, ihr Leben komplett zu ändern, und sich mit ihrer ganzen Kraft und all ihren Möglichkeiten für die Rettung der Seelen und für die Neu-Evangelisierung der Menschen der heutigen Zeit einzusetzen, die vom verstorbenen Papst Johannes Paul II. so oft und so vehement gefordert worden ist.

 

Eine große Stütze in dieser Missionstätigkeit war für sie ihr Ehemann Luis Fernando RICO RAMIREZ (geboren 25. Mai 1957), welcher  am 7. Oktober 2006 ganz plötzlich an einem Herzversagen gestorben ist.

 

Herausgeber für den deutschen Sprachraum:

A N E

Apostolat der Neu-Evangelisierung Koordinationsbüro für den deutschen Sprachraum Postfach 102

AT-1011 Wien Austria

Email: ane@gmx.eu           Telefon: +43-(0)699/12728464

Internet: www.ane.at  *  www.gloriapolo.net

Fax:  +43-(0) 820/555854480 oder

+43-(0)820/5558599308 oder

+43-(0)820/949494-33399 oder

+49-12120/249761.

 

„ANE, das Apostolat der Neu-Evangelisierung“ ist eine Laiengemeinschaft der Katholischen Kirche, welche mit DEKRET ARZ. 1999/118 vom 1. Mai 1999 durch Erzbischof René Fernández Apaza von Cochabamba / Bolivien / Südamerika nach den kirchenrechtlichen Bestimmungen  der § 113 – 123 und § 298 329 des CIC (Codex Iuris Canonici) errichtet worden ist.

 [ ZUM INHALTSVERZEICHNIS ]

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dieses Zeugnis wurde aus spanischen Original-Vorträgen ins Deutsche übersetzt. Der Text kann für Berichte, Zeitschriften, Zeitungen, TV und Radio sowie Internet frei verbreitet, kopiert und verwendet werden, wenn folgende Bedingungen erfüllt werden:

 

1.)  Der hier vorliegende Text darf weder verkürzt noch verändert werden auch dürfen Sätze nicht aus ihrem Zusammenhang gerissen werden. Der Text oder Teile des Textes sowie Bilder oder Audio bzw. Video-Mitschnitte dürfen ohne Ausnahme weder verkauft noch  vermietet  oder  sonst  wie  kommerziell  verwertet  werden. Weiters  muss  der  Ursprung dieses Textes deutlich vermerkt sein mit der Internet-Adresse:

www.gloriapolo.net     oder

Apostolat ANE, Postfach 102, AT-1011 Wien Austria

 

2.) Diese Seiten und auch deren Kopien bzw. Nachdrucke dürfen nur kostenlos und ohne kommerziellen Zweck verwendet und verbreitet werden.

 

Unter der Internet-Adresse: http://www.gloriapolo.net  können die Web-Seiten, die über den Fall von  Frau Gloria Polo in mehreren Sprachen berichten, besucht werden.

 

Wenn Sie in der glücklichen Lage sind, die Verbreitung und den Druck dieser Schrift auch finanziell unterstützen zu können, dann entnehmen Sie die dafür notwendigen Daten der beigehefteten  hellblauen Antwortkarte.

 

Diese Kopien können im deutschen Sprachraum unter der Seite -2angegebenen  Adresse gratis angefordert werden:

 

Besonderen Dank für die Ermöglichung dieser deutschen Übersetzung und

Ausgabe gilt diesen Personen:

 

Fr. Gloria POLO ORTIZ, Hr. Carlos VARGAS, Fr. Maria da Conceicao WIRTHGEN,

Hr. Fritz WALSER, Hr. Otto ZISCHKIN, Hr. Christoph GSTREIN, Fr. Christa WALLNER,

Fr. Michaela GRUBER, Fr. Dina NAGY, Fr. Lore EINERTSHOFER, Fr. Monika TIEFENBRUCKER, Hochw. Herrn P. Franziskus FÄRBER, Ehrw. Schwester Lucia PICHLER,

Fr. BirgittUSCHER, Fr. Rosa SCHINDL, Fr. Agnieszka ZUBA,  Hr. Ján HAVRILLA, Hr. Peter DRENGUBIAK, Hr. Stefan MAYER, Hr. Jan STAES,

und allen Betern, Helfern und Unterstützern des  ANE –

Apostolats der Neu-Evangelisierung  im deutschen Sprachraum.

 

Todos los derechos reservados. ® Dra. Gloria Polo. Bogotá, República de Colombia, ©  2006.

Alle Rechte vorbehalten. ® Dr. Gloria POLO ORTIZ, Bogotá, Kolumbien © 2007

Für den deutschen Sprachraum:  Apostolat  ANE, AT-1011 Wien, Postfach 102, Austria, © 2008

 

[ ZUM INHALTSVERZEICHNIS ]

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhaltsverzeichnis

 

 

 

Titel

Seite

 

 

Einleitung

2

Herausgeber / Impressum

3/4

Inhaltsverzeichnis

5

Der Unfall mit dem Blitzschlag

6

Die Wunder, die der HERR an mir gewirkt

7

Die „andere“ Seite des Geschehens

10

Die erste Rückkehr

12

Die Eitelkeit

13

Im Krankenhaus

13

Den Teufel gibt es wirklich

15

Das Sakrament der Ehe

19

Die Hinterlistigkeit des Teufels

23

Die „Armen Seelen“

23

Ich sah meinen Vater und meine Mutter

25

Euthanasie und Sterbehilfe

26

Die Prüfung

27

Du sollst Deinen GOTT über Alles lieben

27

Esoterik Reinkarnation

29

Ich und mein Nächster

30

Ich und meine Familie

30

Du sollst den Namen GOTTES nicht verunehren

32

Du sollst den TAG des HERRN heiligen

33

Das Sakrament der Priesterweihe

35

Die Sterbestunde - unsere letzte Stunde  

36

Du sollst Vater und Mutter ehren

36

Du sollst nicht töten - Die Abtreibung

40

Die Abtreibung meiner Freundin Estela

43

Mit 16 Jahren verlor ich die Unschuld

45

Du sollst nicht Unkeuschheit treiben

53

Du sollst nicht stehlen

54

Du sollst kein falsches Zeugnis ablegen

55

Du sollst nicht begehren Deines Nächsten Gut

56

Das Buch des Lebens

59

Die Abschluss-Frage

61

Die Liebe GOTTES die Rettung der Seelen  

64

Anhang - Wichtiger Hinweis

72

 

 

 

 

 

 

 

Das Glaubenszeugnis von Frau Dr. Gloria POLO ORTIZ

 

 

Der Unfall mit dem Blitzschlag

[ ZUM INHALTSVERZEICHNIS ]

 

100      Guten Morgen, Grüß GOTT, liebe Brüder und Schwestern im HERRN!

101      Es ist für mich sehr schön und eine große Freude, dass ich hier sein darf,  um mit

Ihnen dieses große Geschenk zu teilen, das GOTT mir gemacht hat.

102      Das, was ich Ihnen erzählen werde, ist am 5. Mai 1995 bei der Nationalen Universität von Bogota, der Hauptstadt Kolumbiens, passiert, so gegen 16:30 Uhr nach-

mittags.

103      Ich bin Zahnärztin. Ich und mein 23-jähriger Neffe, der ebenfalls von Beruf Dentist war, arbeiteten gerade an unserer Dissertation. An diesem Tag, es war ein regnerischer Freitag, gingen wir zusammen mit meinem Mann in Richtung der Fakultät für Zahnheilkunde, um uns ein paar Bücher zu holen, die wir benötigten.

104      Mein  Neffe  und  ich  gingen  zusammen  unter  einem  kleinen  Regenschirm.  Mein Mann  hatte  einen  wasserdichten  Mantel  und  ging  direkt  entlang  der  Mauer  der Hauptbibliothek, um sich vor dem Regen zu schützen, während wir beide immer von einer Seite zur anderen wechselten, um den Pfützen auszuweichen.

105      So näherten wir uns, ohne es selbst zu merken, einer Allee von Bäumen, und während wir über eine größere Pfütze sprangen, traf uns ein Blitz aus der Höhe, der so stark war, dass wir verkohlten. Mein Neffe war sofort tot und verstarb an Ort und Stelle.

106      Der  Blitz  hatte  ihn  von  rückwärts  getroffen  und  sein  ganzes  Inneres  verbrannt.

Äußerlich  blieb  er  unversehrt.  Obwohl  er  so  jung  war,  war  er  ein  ganz  GOTT  ergebener  Mensch.  Er  verehrte  besonders  das  JESUS-Kind.  Er  trug  eine  Medaille von  IHM  in  einem  Quarzkristall  um  den  Hals.  Die  Fachleute  der  Gerichtsmedizin sagten, es sei der Quarz gewesen, der den Blitz angezogen habe.

107      Der Blitz ist direkt in sein Herz eingedrungen. Es trat sofort Herzstillstand ein. Es verbrannten  alle  seine  inneren  Organe,  und  danach  verließ  der  Starkstrom  des

Blitzes seinen Körper über seine Beine. Die Wiederbelebungsversuche waren vergeblich. Aber rein äußerlich hatte er keine Verbrennungen.

108      Was mich betrifft, so drang der Blitz über meinen Arm ein und verbrannte meinen gesamten Körper, innerlich und äußerlich, in schrecklicher Art und Weise. Diesen meinen wiederhergestellten Körper, den Sie jetzt und hier vor sich sehen, habe ich nur der Göttlichen Barmherzigkeit zu verdanken – er ist ein Ausdruck der Barmherzigkeit dieses unseres Gütigen und uns über alles Liebenden GOTTES.

109      Mein  ganzes  Fleisch  war  durch  diesen  gewaltigen  Blitzschlag  verkohlt.  Meine Brüste  waren  weg.  Vor  allem  auf  der  linken  Seite  hatte  ich  da,  wo  vorher  mein Busen war, ein großes Loch. Es gab kein Fleisch mehr an mir, sowohl   meine Rippen, mein Bauch, mein Unterleib als auch meine   Beine und meine Leber waren komplett verkohlt.

110      Der Blitz verließ meinen Körper über mein rechtes Bein. Meine Nieren erlitten star-

ke Verbrennungen, ebenso meine Lungen und meine Eierstöcke.

111      Ich verwendete die Spirale als Verhütungsmittel. Diese war aus Kupfer, und Kupfer ist ja ein guter elektrischer Leiter. Deshalb waren wohl auch meine Eierstöcke so stark  verbrannt. Sie waren so klein wie zwei mittrockenen Weinbeeren in Trauben gebündelte Ästlein eines vertrockneten Weinstocks.

112      Ich erlitt einen Herzstillstand und war praktisch ohne Leben. Mein Körper zuckte und vibrierte wegen des elektrischen Schlags, den der Blitz erzeugt hatte. Selbst der  nasse  Boden  stand  noch  unter  elektrischer  Ladung.  Deshalb  konnte  mir  im

ersten Moment auch niemand helfen, da es für längere Zeit unmöglich war, mich

anzufassen.

 

Die Wunder, die der HERR an mir gewirkt

[ ZUM INHALTSVERZEICHNIS ]

 

113      Und gerade diese schweren Verletzungen und Verbrennungen, sowie der Herzstillstand, den ich erlitt, und der aufgrund seiner Dauer, in den ersten Augenblicken konnte  mich  ja  wegen  der  elektrischen  Ladung  meines  Körpers  und  des  nassen Bodens um mich herum niemand berühren, sehr lebensbedrohend war, belegen

in einer außergewöhnlichen Art und Weise die große Güte, die unendliche Barmherzigkeit unseres HERRN und GOTTES, der uns alle in SEIN Herz geschlossen hat und jeden einzelnen von uns immer wieder einlädt, zu IHM zurück zukehren.

114      Durch drei einzelne Tatsachen, für die mein Körper Zeugnis ablegt, möchte ich Ih-

nen diese Wundertaten GOTTES aufzeigen. Da ist einmal der Herzstillstand, der unwillkürlich zu einer Unterversorgung des Gehirns mit dem wichtigen Sauerstoff führt und damit bleibende Schäden im Gehirn zur Folge hat.

115      (Ärztliche Kommentare zum Herzstillstand: „Nur sofort einsetzende Wiederbelebungsmaßnahmen können das Leben retten da bereits nach drei Minuten Herzstillstand und damit Sauerstoffmangel das Gehirn unwiederbringlichen Schaden nimmt ...“  oder „Denn bislang verfügen Patienten mit akutem Herzstillstand über äußerst geringe Chancen, mit dem Leben und ohne größere geistige Behinderung davonzukommen …“)

116      Trotzdem, dass ich erst nach einem dafür zu lang dauernden Herzstillstand an die

Herz-Lungen-Maschine angeschlossen werden konnte, habe ich nach meiner Zeit im  Koma  keine  Schäden  im  Gehirn  davon  getragen,  wie  Sie  selbst,  die  Sie  mich hier vor sich sehen, feststellen können.

117      Viele  Ärzte  des  Krankenhauses  in  Bogota  haben  meiner  Schwester,  die  ja  selbst dort   Ärztin   war,   die   Hoffnungs-  und   Sinnlosigkeit   des   weiteren   Anschlusses meines Organismus an die Herz-Lungen-Maschine vor Augen geführt, und sie davon überzeugen wollen, dass diese Maßnahme beendet werden sollte. All diesen gut gemeinten Ratschlägen zum Trotz, hat es meine Schwester mit ihrer Sturheit und ihrem ganzen Einfluss in diesem Krankenhaus durchgesetzt, dass mein Körper eben weiter an dieser Maschine angeschlossen blieb. Also, welch großartiges Wunder, das keiner medizinischen Erklärung zugänglich ist.

118      In  gleicher  Art  und  Weise  ist  es  ein  Wunder,  dass  meine  verkohlten  Nieren  und Lungen  wieder  ihre  Funktionen  aufnahmen.  Die  Ärzte  haben  keine  Blutwäsche (Dialyse)  bei  mir  gemacht,  weil  sie  zu  wissen  glaubten,  dass  meine  Nieren  nicht

mehr arbeiten konnten. Sie waren eben der Meinung, dass es bei mir nicht mehr notwendig sei, die Funktion der Nieren künstlich zu ersetzen, da ich sowieso keine Überlebenschance hätte. Und ihrem medizinischen Urteil zum Trotz haben meine verkohlten Nieren wieder ihre Arbeit aufgenommen.

119      Ebenfalls  als  großes  Wunder  ist  die  Wiederherstellung  meiner  Haut  zu  werten.

Mein ganzer Köper war ja, nachdem sie mir die verbrannte Haut abgezogen und

richtiggehend  abgekratzt  haben,  eine  einzige  offene  Fleischwunde.  Das  rohe Fleisch war zu sehen. Die Schmerzen waren unbeschreiblich. Es hat gebrannt, wie wenn man im Feuer schmoren würde. Es brannte außen und auch innen, bei je-

dem Atemzug.

120      Alles schmerzte mich, nur von den Füßen abwärts hatte ich kein Gefühl. Wenn sie meine offenen Wunden reinigten, spürte ich an meinen Beinen überhaupt nichts, während die Reinigung an den übrigen Körperstellen unbeschreibliche Schmerzen verursachte. Meine Füße glichen  zwei verkohlten Holzstützen. Sie waren ganz schwarz.

121      Und nach einem Monat kamen die Ärzte zu mir und sagten: „ Schau, liebe Gloria, das Wunder, das GOTT an Ihnen gewirkt hat, ist so riesig und unglaublich. Es ist einfach toll, dass fast schon die ganze Haut wieder hergestellt ist. Es ist zwar ein dünnes Häutchen, das sich da und dort erst gebildet hat, und es sind noch viele offene Stellen dazwischen. Aber diese Stellen, wo sich die zarte Haut gebildet hat, lassen uns hoffen, dass bald der ganze Körper wieder mit der schützenden  Haut  überzogen  sein  wird.  Aber  Sorgen  bereiten  uns  Ihre  Beine.  Wir können hier nichts mehr tun. Wir müssen Ihre Füße leider amputieren.“

122      Ich war ja vorher sehr sportlich, ein Aerobic-Fan. Und als sie mir nun sagten, dass sie mir die Füße abschneiden müssten, habe ich einzig und allein gedacht: Ich muss so schnell wie möglich aus diesem Krankenhaus fliehen. Ich muss weg von hier, ich muss mich davon machen, um meine Beine zu retten. Es gingen also die Ärzte aus dem Zimmer, und ich erhob mich aus meinem Krankenbett, um davon zu laufen. Aber schon beim ersten Schritt hielten meine Beine nicht stand, und ich fiel auf den Bauch wie ein Frosch oder eine Kröte, die das erste Mal hüpft und  mit dem Bauch am Boden landet.

123      Sie mussten mich also vom Boden auflesen und brachten mich vom 5. Stock in den

7. Stock des Spitals. Und wissen Sie, wen ich dort getroffen habe. Ich  traf dort eine Frau, der man schon die Beine unterhalb des Knies abgenommen hatte. Und nun wartete sie darauf, dass man ihr die Beine noch weiter oben – also unterhalb der Hüfte amputiere. Und als ich diese Frau so sah, dachte ich daran, wie viel Geld der Welt bräuchte man, um sich neue Beine zu kaufen.

124      Nicht alles Gold der Welt kann Dir neue Beine verschaffen. Was für ein Wunder sind die Füße. Als man mir die Beine abschneiden wollte, überkam mich eine unbeschreibliche Traurigkeit, und mir kam zum ersten Mal der Gedanke, dass ich mich nie beim HERRN für das Wunder meiner Beine bedankt hatte. Ganz im Gegenteil ich hatte meine Beine und meinen ganzen Körper gemartert, um meinem Hang zum Dicksein und zur Gewichtszunahme entgegen zu wirken.

125      Ich habe gehungert wie eine Irre, habe Geld ausgegeben mit vollen Händen für Diäten und sonstige Kuren, nur um mich schlank zu sehen und auch schlanke Beine  zu  haben.  Nicht  nur  ein  Vermögen  hat  mich  das  gekostet,  sondern   mehrere Vermögen habe ich dafür aufgebraucht.

126      Und nun auf einmal sehe ich meine Füße ohne Muskeln, spindeldürr, ganz schwarz, auf allen Seiten mit Löchern übersät. Und jetzt bedanke ich mich beim HERRGOTT für diese missgestalteten Beine. Sie waren auf einmal so wertvoll für mich. Nicht ihr  Anblick  war  mir  wichtig,  sondern  ihre  Funktion.  Einfach  nur,  sie  zu  haben, war mir wichtig. Und dafür bedankte ich mich beim HERRN. Und ich sagte zum Lieben GOTT:

„HERR, ich danke DIR für diese zweite Chance, die DU mir gegeben hast! Danke, vielen Dank dafür, für diese Chance, die ich wirklich nicht verdient habe. Aber Lieber GOTT, ich bitte DICH aus tiefsten Herzen, um eine Gefälligkeit, eine ganz winzig kleine Gefälligkeit. Lass mir wenigstens diese meine verunstalteten Beine! Lass sie mir, damit ich mich wenigstens halbwegs bewegen kann, dass ich mich  wenigstens  halb  aufrichten  kann.  Lass  sie  mir,  bitte,  lass  sie  mir  wenigstens so, wie sie sind. Ich werde DIR dafür immer dankbar sein.“

127      Und  auf  einmal  beginne  ich  meine  Füße  zu  spüren.  Das  war  am  Freitag.  Und von Freitag auf Montag werden diese meine schwarzen Spindeln, die ohne Leben  waren,  die  ausschauten  wie  ein  Glas  dunkler  Limonade  mit  Luftbläschen,

langsam  rötlich  und  hell.  Ich  spürte  direkt,  wie  immer  mehr  der  Blutkreislauf von  meinen  verkohlten  Beinen  Besitz  ergriff.  Immer  mehr  spüre  ich  sie,  meine

eigenen Beine.

128      Und als am Montag die Ärzte an mein Krankenbett zur Visite kamen, um die letzte Untersuchung  vor  meiner  Amputation  zu  machen,  da  staunten  Sie,  als  ich  vom Bett aufstand und mich auf meine eigenen Füße stellte, die mich auch hielten. Ich fiel also nicht hin. Sie untersuchten mich, sie griffen immer wieder meine Füße an und konnten es einfach nicht glauben und trauten ihren eigenen Augen nicht.

129      Und  ich  zeigte  ihnen  Bewegungen,  die  ich  mit  meinen  Beinen  machen  konnte.

Ich hatte zwar unbeschreibliche Schmerzen in meinen Beinen. Aber ich glaube, ich war noch nie so glücklich über so große Schmerzen, die ich in den Füßen

spürte,  wie  in  diesem  Augenblick.  Meine  Beine  waren  zu  meinem  Körper  zurückgekehrt. Und dies alles auf eine Art und Weise, die medizinisch nicht erklär-

bar ist, und worüber die Ärzte einfach nur staunen konnten.

130      Der  Chefarzt  der  Abteilung  im  7.  Stock  des  Krankenhauses  sagte  auch  gleich  zu

mir: „Wissen Sie, Gloria, in 38 Jahren des ärztlichen Dienstes habe ich noch nie ein so großes Wunder gesehen und erlebt wie das Ihrer Beine.“

131      Und  schauen  Sie  her,  meine  lieben  Geschwister  im  HERRN,  hier  sind  sie,  meine wieder  hergestellten  Füße.  Nicht  aus  Überheblichkeit  und  Eitelkeit,  sondern  nur um  GOTT  die  Ehre  zu  geben,  stolziere  ich  hier  vor  Ihnen  auf  und  ab  und  zeige Ihnen meine Beine, um ihnen die Größe der Taten des HERRN, Unseres Lebendigen GOTTES, SEINER Unendlichen LIEBE zu uns und SEINER ALLMACHT, zu

beweisen.  (Kommentar:  Gloria  geht  auf  der  Rednerbühne  hin  und  her  und  die  Zu-

hörer applaudieren im Anblick dieses Wunder GOTTES)

132      Ein  anderes,  großes  Wunder,  das  der  HERR  an  mir  gewirkt  hat,  ist  folgendes.  Ich hatte keinen Busen mehr. Stellen Sie sich das einmal vor, ich war eine sehr stolze, eine eitle Frau. Mein Motto war:

„Eine Frau muss die Reize zeigen und ausnützen, die sie von der Natur

geschenkt bekommen hat.“

133      Und so sagte ich mir, da das Beste, was ich habe, meine Brüste, meine Füße und

überhaupt meine Figur, mein weiblicher Körper sind, werde ich es zur Schau stellen.  Ich  zeigte  meine  weiblichen  Reize  auch  immer  sehr  ostentativ.  Ich  betonte die Kur ven meiner Figur und bewegte meine Hüften auffällig. Und ich erweckte auf diese Art und Weise auch immer eine große Aufmerksamkeit. Ich trug immer Kleidung mit großem Ausschnitt, um meinen schönen Busen zu betonen und herzuzeigen. Und ich bildete mir viel auf meine schönen Beine ein.

134      Und schaut nun, meine lieben Geschwister im HERRN, gerade all diese Lieblinge

meiner  Eitelkeit,  wurden  am  meisten  verbrannt.  Gerade  all  das  verkohlte  und war ganz unansehnlich.

135      Nun,  weiter  mit  diesen  wunderbaren  Taten  GOTTES,  die  er  an  mir  vollbrachte.

Ich  ging  zu  einem  Arzt,  der  mich  immer  in  meinen  sportlichen  Aktivitäten  und Leistungen  betreute.  Stellen  Sie  sich  vor  ein  Arzt,  der  immer  gewohnt  war,  eine selbstbewusste und auf ihren Körper eingebildete Frau zu sehen, die für die Figur ihres Körpers wie eine Irre hungerte, die Medikamente und Drogen für ihre Figur schluckte und in sich hineinfraß  wie ein Müllschlucker, dieser mein Arzt für meine sportlichen Aktivitäten sah meinen Körper auf einmal halb verbrannt und verunstaltet. Er wollte seinen Augen nicht trauen. Er machte nämlich alle möglichen Untersuchungen  mit  CRT  und  den  modernsten,  auch  nuklearen  medizinischen Geräten.

136      Und danach sagte er zu mir:

„Wissen Sie, Frau Gloria, mit diesem kleinen Stück Leber, das ihnen geblieben

ist, werden Sie überleben können. Aber ihre Eierstöcke, meine liebe Frau, sind

einfach komplett geschrumpft, verkohlt und eingetrocknet und gleichen einem

Büschel von eingetrockneten Weintrauben. Und deshalb werden Sie nie mehr in Ihrem Leben Kinder bekommen können.“

137      Und ich dachte in meinem Inneren: Danke mein GOTT, dass Du mir auf diese Weise jegliche Sorge der Familienplanung abgenommen hast. Ich bin auf natürliche

Weise unfruchtbar.

GOTT,  ich  danke  DIR  dafür,  EHRE  sei  DIR,  o   GOTT  dafür.  Ich  war  sogar  glücklich darüber, denn so hatte ich wenigstens eine Sorge weniger.

138      Aber  eineinhalb  Jahre  später  spürte  ich,  dass  dort,  wo  meine  Brüste  waren  und jetzt nur mehr die Haut meine Rippen bedeckte,   auf einmal ein Ziehen und Jucken  zu  spüren  war,  und  sich  die  Haut  spannte  und  wölbte.  Ich  bekam  Schmerzen. Auf einmal machte sich wieder mein Busen bemerkbar, und es wuchs mir die Brust. Es war für mich äußerst seltsam und unerklärlich, dass ich auf einmal wieder einen Busen hatte.

139      Und  wisst  Ihr,  was  die  Ursache  war.  Ich  stellte  fest,  dass  ich  schwanger  war.

Schwanger  trotz  der  verschmor ten  Eierstöcke.  Und  so  schenkte  GOTT  mir meinen Busen wieder. Und mit dieser Brust war ich in der Lage, ein wunderbares,

sehr gesundes Mädchen, das ich zur Welt brachte, mit der eigenen Muttermilch

zu stillen.

140      Diese  meine  jüngste  Tochter  heißt  Maria  José.  Und  als  Folge  davon  normalisierte sich auch meine Menstruation und all meine weiblichen Hormone kamen wieder ins Gleichgewicht. Auch meine Eierstöcke erzeugten in normaler Weise wieder Eizellen.

141      Und  dies  sind  im  Großen  und  Ganzen  die  Wundertaten  GOTTES,  die  ER  an

mir, an meinem Körper gewirkt hat, und für die ich Zeugnis ablege.

 

Die andere Seite des Geschehens

[ ZUM INHALTSVERZEICHNIS ]

 

142      Aber hört nun gut zu! Dies war der körperliche, der materialistische, physische Teil

meines Unfalles. Aber der andere Teil dieses Geschehens war weitaus schöner, es war ein unvorstellbares, ein wunderschönes Erlebnis. Denn Ihr müsst wissen, das Schönste,  das  unbeschreiblich  Wunderbarste  an  diesem  ganzen  Unfall  war  das, was ich nun versuche mit menschlichen Worten zu erzählen, obwohl es dafür keine irdischen Worte gibt.

143      Denn  während  mein  Körper  verkohlt  da  lag,  befand  ich  (meine  Seele)  mich  in einem wunderbaren weißen Tunnel. Es war ein weißes Licht um mich herum, ein unbeschreibbares  Licht,  das  in  mir  eine  solche  Wonne  auslöste,  einen  solchen Frieden,  ein  solches  Glück.  Gefühle,  die  mit  menschlichen  Worten  einfach  nicht zu beschreiben sind. Es gibt  ganz einfach gesagt keine irdischen Worte, um die Größe dieses Augenblickes zu beschreiben. Es war eine wahnsinnig enorme Ekstase, ein unbeschreiblicher Höhepunkt. Ich verstehe nicht, warum man uns den Tod als eine Art Bestrafung vorführt. Ich war frei von Zeit und Raum.

144      In diesem Licht bewegte ich mich vorwärts, unbeschreiblich glücklich und voll

Freude,  nicht s  beschwerte  mich  in  diesem  Tunnel.  Als  ich  auf schaute,  sah  ich

am  Ende  dieses  Tunnels  so  et was  wie  eine  Sonne,  ein  weißes  Licht,  ich  sage

“weiß” nur um eine Farbe zu nennen, denn die Farbe des Lichtes und seine Helligkeit war unbeschreiblich, sie war mit nicht s zu vergleichen, was es auf dieser Welt  an  Farben  gibt.  Das  Licht  war  einfach  wunderschön.  Dieses  Licht  war  für mich  wie  die  Quelle  dieser  ganz  großen  Lieb e,  dieses  Friedens  in  mir  und  um mich herum, eine unbeschreibliche Lieb e und ein Friede, den ich von der Welt nicht kannte...

145      Während  ich  mich  in  diesem  Tunnel  vorwärts  bewegte,  sagte  ich  zu  mir  selbst:

„Karamba! Ich bin ja gestorben...“ Und in diesem Augenblick dachte ich an meine Kinder und jammerte: „Oh, mein GOTT, meine Kinderchen! Was werden wohl meine Kinder sagen?“

146      Ich war eine Mutter, immer beschäftigt und unter Stress, die nie Zeit für sie hatte.

Ich ging sehrfrüh morgens aus dem Haus, um die Welt zu erobern, und kehrte erst spät  abends  wieder  heim.  Und  dabei  war  ich  unfähig,  meine  Familie  und  meine Kinder richtig zu betreuen. Und da sah ich nun die ganze Misere meines eigenen Lebens in der ganzen Wahrheit und ohne Beschönigungen, und es überkam mich

eine große Traurigkeit.

147      In diesem Moment innerer Leere wegen der Abwesenheit meiner Kinder nahm ich weder  meinen  Körper  noch  die  Dimension  von  Zeit  und  Raum  wahr.  Ich  blickte wieder auf und sah etwas sehr Schönes. Ich sah alle Menschen meines Lebens in einem einzigen Moment und gleichzeitig, wirklich in einem nur einzigen Augenblick,  und  zwar  die  Lebenden  und  die  Toten.  Ich  umarmte  meine  Urgroßeltern, meine Großeltern, meine Eltern, die bereits gestorben waren, einfach alle! Es war ein solcher Augenblick der Fülle, es war wunderbar.

148      Ich begriff nun, dass man mich mit der Geschichte von der Re-Inkarnation betrogen hatte. Ich hatte mir praktisch damit ein „Eigentor“ geschossen, denn ich hatte die „Re-Inkarnation“ immerfanatisch und vehement verteidigt. Man hatte mir gesagt, dass meine Großmutter sich  in jemand Anderen inkarniert habe, aber sie sagten mir nicht, in wen, und weil mir die Wahrsagerei, um das herauszubekommen, zu teuer war, ließ ich die Sache auf sich beruhen und forschte nicht weiter nach, in wen sie sich inkarniert hatte.

149      Ich selbst traf immer wieder Menschen, von denen ich annahm, dass mein Urgroßvater und mein Großvater in diesen Personen inkarniert wären. Und nun hatte ich soeben  meinen  Großvater  und  meine  Urgroßvater  umarmt.  Wir  haben  uns  ganz richtig und wirklich umarmt, und ich traf alle in einem einzigen Augenblick. Und das geschah mit allen Leuten, die ich je kennen gelernt hatte, und aus allen Gegenden, wo ich einmal war, und zwar mit Lebenden und Verstorbenen und das alles in einem Moment.

150      Nur meine Tochter reagierte erschrocken, als ich sie umarmte. Sie war damals gerade mal neun (9) Jahre alt und hat meine Umarmung in ihrem wirklichen Leben auf dieser Welt in demselben Moment gespürt. Sie fühlte also meine Umarmung in diesen Stunden, in denen sie und die ganze Familie um mein Leben bangten, da mein Körper ja noch im Krankenhaus im Koma lag.

151      Normalerweise spüren wir eine solche Umarmung aus dem Jenseits nicht. In diesem wunderbaren Zustand ist die Zeit stehen geblieben. Es war einfach so wundervoll, ohne dem Ballast des Fleisches, ohne Leib.

152      Und  ich  schaute  die  Leute  nicht  mehr  so  an  wie  früher.  Im  meinem  Leben  vorher schaute ich nur darauf, ob eine(r) dick, dünn, hässlich, dunkelhäutig oder gut angezogen war oder nicht. Ich teilte die Menschen danach ein, und war deshalb voller Vorurteile und zynischer Kritik. Immer, wenn ich über andere sprach, habe ich kritisiert.

153      Jetzt, hier war das ganz anders. Hier war alles ohne den körperlichen Leib. Jetzt sah ich auch das Innere der Menschen und wie schön war es, das Innere der Menschen zu sehen, ihre Gedanken und Gefühle, während ich sie umarmte. Und während  ich  alle  so  in  den  Arm  nahm,  bewegte  ich  mich  gleichzeitig  immer  weiter nach oben.

154      Und auf diese Art kam ich weiter, voll des Friedens und des Glücks. Und je höher ich aufstieg, umso mehr wurde mir bewusst, dass mir eine wunderbare Vision zuteil geworden war. Und am Ende dieses Weges sah ich einen See, einen wunder-

baren See, umgeben von so wunderschönen Bäumen, so schön, so schön, es gibt keine Steigerung von schön.

155      Und ebenso waren hier Blumen in allen Farben, mit einem Duft, der einem so wohl tat. Es war alles so anders, alles war so überaus schön in diesem wunderbaren Garten, an diesem herrlichen Ort. Es gibt keine Worte, um das zu beschreiben. Alles war Liebe.

156      Es  gab  da  zwei  Bäume,  die  et was  einschlossen.  Es  schien  ein  Eingangstor  zu sein.  Es  ist  alles  so  ganz  anders,  als  wir  es  kennen.  Nicht  einmal  die  Farben

haben  eine  Ähnlichkeit  mit  den  unseren.  Dor t  ist  alles  so  unaussprechlich schön.

157      In diesem Augenblick sehe ich meinen Neffen, der mit mir verunglückt war, wie

er in diesen wunderbaren Garten hineingegangen ist. Und ich wusste, ich fühlte, dass ich dort nicht eintreten durfte, und auch noch nicht konnte. Dort einzutreten wäre mein größter Wunsch gewesen.

 

Die erste Rückkehr

[ ZUM INHALTSVERZEICHNIS ]

 

158      In  diesem  Moment  hörte  ich  die  Stimme  meines  Mannes.  Er  schrie,  weinte  mit

zerbrochenem Herzen und rief aus tiefster Seele:

„Gloria!!! Was ist passiert! Gloria! Bitte lass mich nicht allein. Schau Deine Kinder brauchen Dich. Gloria, komm zurück! Sei kein Feigling und lass uns nicht allein zurück!“

159      In diesem Augenblick sah ich alles wie auf einem Blick – ich hatte die Übersicht über alles  und sah nicht nur meinen Mann, wie er so schmerzlich weinte. Er war voller  Blut, da er auch verletzt war. Er wurde zwar nicht vom Blitz getroffen, aber die hohen Energiewellen der elektrischen Ladung des Blitzes hatten auch ihn durch die Luft gebeutelt und hin und her geworfen. Wie Gummibälle hüpften unsere Körper auf und nieder, wie auf einem Trampolin. Dabei hatte mein Mann sich verletzt und blutete aus diesen Wunden.

160      Und in diesem Augenblick gewährte mir der HERR die Rückkehr. Aber ich wollte nicht zurück. Dieser Friede, diese Freude, diese Wonne, in die ich hier eingehüllt war, faszinierten mich. Sie können sich nicht vorstellen, wie traurig ich war, dass ich zurückkehren musste. Aber allmählich und immer mehr begann ich mich abwärts zu bewegen in Richtung meines Körpers, den ich ohne Leben vorfand.

161      Alle  Personen    ausgenommen  diejenigen,  die  sich  selbst  das  Leben  nehmen  – machen die Erfahrung der Umarmung von GOTT Vater (Papa DIOS). Deshalb sehen auch  alle  dieses  LICHT  und  spüren  diese  übergroße  LIEBE,  die  dort  alles  erfüllt. Und GOTT VATER   umarmt uns alle, denn ER liebt uns alle in ganz vollkommener Weise.

162      Und so zeigt ER uns wie groß SEINE Liebe ist. Aber da GOTT niemanden zwingt, kommt es oft vor, dass wir auf Erden uns freiwillig entscheiden, ohne GOTT zu leben. Und so sind es wir selbst, die den Vater für unser Leben auswählen. Nehmen wir GOTT zum Vater und richten wir unser Leben nach IHM und SEINEM Gebot der LIEBE aus, oder entscheiden wir uns für Satan, dem „Vater der Lüge“ und Ursprung der Sünde und des Verderbens, der nur Hass und Verachtung kennt und auf dieser Welt verbreitet.

163      Und  nach  dieser  Umarmung  GOTT  VATERS  übergibt  ER  jede  Seele  dem  „Vater“, den jeder von uns mit freiem Willen zu seinem „Papa“ im Leben erwählt hat. Denn wenn wir uns im Leben auf Erden dafür entschieden haben, ohne GOTT VATER zu leben, zwingt ER uns nicht, die Ewigkeit bei IHM zu verbringen.

164      Ich sah, dass mein lebloser Körper auf einer Tragbahre in einer Abteilung der medizinischen  Universität  von  Bogota  lag.  Ich  sah  die  Ärzte,  wie  sie  sich  um  mich bemühten,  und  mir  mit  einem  Gerät  Elektroschocks  verabreichten,  um  meinen

Herzstillstand zu beheben.

165      Vorher hatten mein Neffe und ich mehr als zwei Stunden am Boden gelegen, weil man uns wegen der elektrischen Schläge, die von unseren durch den Blitzschlag

mit  Strom  aufgeladenen  Körpern  ausgingen,  nicht  anfassen  konnte.  Erst  jetzt konnten sie sich um uns kümmern, und erst jetzt begann das Bemühen um meine Wiederbelebung.

166      Und sehen Sie her. Ich (Meine Seele) komme zu meinem Körper und berühre mit den Füßen meiner Seele diese Stelle meines Kopfes (Frau Gloria zeigt dabei auf die Stelle Ihres Kopfes). Die Seele ist nämlich ein Abbild unseres menschlichen Körpers in ihrer Form.

167      Und  in  dem  Moment  sprang  ein  Funke  mit  großer  Kraft  auf  mich  über.  Und  so zwinge ich mich wieder in meinen Körper hinein. Es schien mir, als sauge er mich wieder in sich hinein. Dieses Eintreten in den Körper tat unendlich weh, denn von allen Seiten sprühte mein Körperfunken. Und es fühlte sich an, als würde ich in etwas sehr Kleines, Enges hineingepresst werden.

168      Das war aber mein Körper. Es war so, als würde ich mit meiner ganzen normalen Statur in Babywäsche gezwängt, die aus Draht zu sein schien. Es war ein fürchterlicher Schmerz. Und ab diesem Zeitpunkt begann ich auch die Schmerzen meines total verbrannten Körpers zu spüren. Dieser ausgebrannte Leib tat so weh, so unsäglich weh. Alles brannte fürchterlich, alles rauchte und dampfte.

169      Ich hörte, wie die Ärzte riefen:

„ Sie ist zu sich gekommen! Sie ist zu sich gekommen!“

170      Sie waren außer sich vor Freude, aber meine Schmerzen waren unbeschreiblich.

Meine Beine waren total schwarz und verkohlt. Mein ganzer Leib war eine offene

Fleischwunde, so überhaupt noch Fleisch dran war.

 

Die Eitelkeit

[ ZUM INHALTSVERZEICHNIS ]

 

171      Der größte, unerträglichste  Schmerz aber war meine Eitelkeit. Das war eine andere  Art  von  Schmerz  in  mir.  Es  war  die  Eitelkeit  eines  weltlichen  Weibes,  einer emanzipierten  Frau  von  Welt,  einer  selbstständigen,  selbstbewussten  ExekutivFachfrau,  Professionistin,  Akademikerin,  Intellektuellen,  einer  Studierten,  einer Frau der Wirtschaft, eines Geschöpfes, das in der Gesellschaft eine Rolle spielen wollte.

172      Zugleich  war  ich  aber  eine  Sklavin  meines  Körpers,  Sklavin  der  Schönheit,  der Mode. Täglich verbrachte ich vier Stunden mit Aerobic, mit Massagen, Diäten und Injektionen, und alles, was Sie sich in der Richtung nur vorstellen können.

173      Das Wichtigste, mein Götze war die Schönheit meines Körpers. Und dafür nahm ich viele Opfer auf mich. Das war mein Leben gewesen. Der Inhalt meines  ganzen Lebens war nur ein Götzen-Dienst an meiner äußerlichen Schönheit gewesen; Körperkult pur!

174      Ich pflegte zu sagen, ein schöner Busen ist dazu da, um ihn herzuzeigen. Warum sollte ich ihn verstecken? Dasselbe sagte ich von meinen Beinen. Denn ich wusste, dass ich spektakuläre Beine besaß und alles in allem eine sehr gute Figur hatte.

175      Und auf einmal begriff ich mit Entsetzen, wie ich mein ganzes Leben lang immer nur meinen Körper gepflegt hatte. Dies war der Mittelpunkt meines Lebens und mein ganzes Interesse gewesen: die Liebe zu meinem eigenen Körper.

176      Und nun hatte ich fast keinen Körper mehr. Da wo die Brust war, waren beeindruckende Löcher. Besonders auf der linken Seite war alles weg. Meine Beine sahen entsetzlich  aus,  nur  mehr  blanke  Knochenstumpen,  verkohlt,  total  schwarz  wie verbrannte Grill-Koteletts. Ja, alle Stellen meines Körpers, die ich am meisten gehegt und gepflegt hatte, waren verkohlt und kaputt.

 

Im Krankenhaus

[ ZUM INHALTSVERZEICHNIS ]

 

177      Anschließend  brachte  man  mich  ins  Krankenhaus  der  Sozialversicherung.  Sofort kam ich in den Operationssaal. Dort begannen sie mich schnell zu operieren und

mein verbranntes Hautgewebe abzuschaben.

178      Während der Narkose hatte ich meinen zweiten Herzstillstand. Und als mein Herz aufhörte zu schlagen, verließ ich meinen Körper zum zweiten Mal und schaute zu, was die Ärzte mit mir machten. Und ich sah, wie besorgt die Ärzte um mein Leben waren.  Und  wie  sie  sich  eifrig  und  mit  allen  Mitteln  um  meine  Wiederbelebung kümmerten. Und auch ich war sehr besorgt um mein Leben.

179      Vor allem hatte ich Angst um meine Beine. Immer noch hatte ich diesen Stolz in mir, dass ich die Eigentümerin meines Körpers und meiner Beine wäre, und dass es  in  meiner  Macht  stünde,  sie  durch  Sport  und  Übungen  so  zu  trainieren,  dass sie  von  allen  bewundert  würden.  Als  plötzlich   wie  entsetzlich  und  schrecklich  etwas ganz Fürchterliches geschah ...

180      Ich  muss  Ihnen,  meine  lieben  Schwestern  und  Brüder  im  HERRN,  bevor  ich  fortfahre, zu Ihrem besseren Verständnis gestehen, auch im Religiösen war ich wie auch sonst in meinem ganzen Leben „auf Diät “.   Also ich war in der Beziehung zum  HERRGOTT  eine  auch  „im  Glauben  auf  Diät  gesetzte  Katholikin“.  Es  ist wichtig, dass Sie sich dessen bewusst sind! Ich war eine schlechte Katholikin.

181      Meine  ganze  Beziehung  zu  GOTT  bestand  darin ,  dass  ich  einen  Sonntagsgottesdienst besuchte,  der  lediglich  25  Minuten  dauerte.  Ich  suchte  mir  immer die  Heiligen  Messen  aus,  wo  der  Priester  am  wenigsten  sprach,  weil  mich  sein Reden langweilte. Welche Qual waren für mich die Priester, die lange Predigten hielten.

182      Das war meine Beziehung zu GOTT! Sie war sehr dürftig. Und darum hatten auch

alle  weltlichen  Strömungen  und  Mode-Erscheinungen  eine  solche  Gewalt  über mich.  Ich  war  eine  richtige  Windfahne.   Was  gerade  als  das  Neueste,  das  Modernste des Rationalismus oder der Freigeistigkeit galt, zum dem lief ich mit fliegenden Fahnen über.

183      Es fehlte mir der Schutz des Gebetes, es fehlte mir der Glaube. Es fehlte mir auch der Glaube an die Kraft der Gnade, an die Kraft des Heiligen Messopfers. Und gerade  als  ich  mich  für  meinen  Beruf  weiterbildete  und  spezialisierte,  brachte diese meine Flatterhaftigkeit die schlimmsten Blüten her vor.

184      In dieser Zeit an der Universität hörte ich eines Tages einen katholischen  Priester

sagen, dass es „keinen Teufel gäbe und eben auch keine Hölle“. Das war genau das, was ich hören wollte! Sofort dachte ich bei mir: Wenn es also keinen Teufel gibt und keine Hölle, dann kommen wir alle in den Himmel. Wer braucht jetzt noch Angst zu haben?  Ich kann also tun und lassen, was ich will.

185      Worüber ich jetzt noch sehr traurig bin, und was ich Ihnen nur mit großer Scham eingestehen kann, ist, dass dies, nämlich der Glaube an die Hölle, das letzte Band war, das mich noch in der Kirche hielt. Es war einfach diese existenzielle Angst vor dem Teufel, die mich noch mit der Gemeinschaft der Kirche in Verbindung stehen ließ.

186      Als man mir also sagte, es gäbe ihn und die Hölle ja gar nicht, sagte ich mir also gleich:

„Warum soll ich mich da noch bemühen und für ein Leben nach den Regeln der

„alten Kirche“ kämpfen. Also gut, dann kommen wir alle  in den Himmel, es ist also ganz egal, was wir sind und was wir tun.“

187      Das eben war dann endgültig der Grund, warum ich mich völlig vom HERRN entfernte. Ich entfernte mich von der Kirche und begann über sie zu schimpfen und nannte sie dumm und überholt ... etc.

188      Ich hatte keine Angst mehr vor der Sünde und begann meine Beziehung zu GOTT

kaputt  zu  machen.  Aber  die  Sünde  blieb  nicht  nur  in  mir  drinnen,  sondern  die-

se Sünde begann sich über mich nach außen zu verbreiten und andere anzustecken.

189      Ich  wurde  im  negativen  Sinn  aktiv.  Ja,  ich  fing  jetzt  sogar  selber  an,  allen  zu

erzählen, dass der Teufel gar nicht existier t, dass er eine Erfindung der Geistlichkeit sei und irgendwann begann ich auch meinen Kollegen auf der Universität zu sagen, dass auch GOTT nicht existiere, und dass wir ein Produkt der Evolution sind etc. etc.

190      Und  so  gelang  es  mir,  viele  Menschen  zu  beeinflussen.  Das  sei  vorausgeschickt, damit Sie das Nachfolgende besser verstehen können.

 

Den Teufel gibt es wirklich

[ ZUM INHALTSVERZEICHNIS ]

 

191      Nun  hören  Sie,  was  passierte:  Als  ich  mich  in  dieser  fürchterlichen  Situation  befand, was für ein entsetzlicher Schreck! Denn auf einmal sah ich, dass es wirklich Dämonen gab. Und sie kamen jetzt, um mich zu holen.

192      Ich sah diese Teufel mit all ihrer Schrecklichkeit vor mir. Und keine der Darstellungen, die ich auf Erden bisher gesehen habe, können auch nur im Kleinsten darlegen, wie schrecklich diese Teufel in Wirklichkeit aussehen.

193      Und so sehe ich, wie auf einmal aus den Wänden des Operationssaales, viele dunkle Gestalten herauskommen. Es schienen ganz normale und gewöhnliche Menschen zu sein, aber sie hatten alle diesen schrecklichen, grauenhaften Blick.

194      Der Hass schaute ihnen direkt aus den Augen heraus. Und auf einmal begriff ich, dass ich Schulden bei ihnen hatte. Sie kamen, um mich zu kassieren, weil ich ihre Angebote zur Sünde angenommen hatte. Und nun musste ich den Preis dafür bezahlen, und dieser Preis war ich selber. Ich hatte meine Seele dem Teufel verkauft. Ich war mit ihm handelseinig geworden.

195      Denn  meine  Sünden  hatten  Konsequenzen.  Die  Sünden  gehören  Satan,  sie  sind kein Gratisangebot von ihm, sie müssen bezahlt werden. Der Preis sind wir selber. Wenn wir also sozusagen in seinem Laden einkaufen, werden wir die Ware bezahlen müssen. Das sollte uns bewusst werden.

196      Und so sah ich auf einmal alle meine Sünden lebendig werden, die ich seit meiner letzten  sakramentalen  Beichte,  das  heißt  seit  meiner  letzten  Beichte  bei  einem katholischen Priester und dessen Lossprechung, begangen hatte.

197      Wir müssen für jede Sünde bezahlen, wir bezahlen mit unserer Gewissensruhe, wir bezahlen mit unserem inneren Frieden, wir bezahlen mit unserer Gesundheit...

198      Und wenn wir sehr treue Stammkunden in Satans Supermarkt sind und immer nur

in seinem Laden einkaufen, wird er am Ende uns selber kassieren. Wir werden zu seinen Leibeigenen. Wir haben ihm unsere Seele verkauft.

Und die größte Verleumdung und die Haupt-Lüge, der große Trick des Teufels ist es, dass er das Märchen verbreitet, dass es ihn (den Teufel)  gar nicht gäbe.

199      Und diese fürchterlichen, dunklen Gestalten umkreisten mich und es war eindeutig, dass sie nur mit dem einen Ziel gekommen waren, mich mitzunehmen.

200      Sie  haben  wahrscheinlich  keine  Vorstellung,  was  das  für  ein  Schrecken,  was  das

für   eine   scheußliche   Angst war,   dass mir mein   ganzer Intellekt,   meine Hochgeistigkeit,  meine   Wissenschaftlichkeit,   meine   akademischen   Titel  und  meine

abgeschlossene Berufsausbildung in dieser Situation überhaupt nichts halfen. Sie

waren vollkommen wertlos.

201      Diese Sünden ziehen uns also in die Tiefe, nach unten, hin zum „Vater der Lüge“.

Wenn wir aber unsere bedauerlichen Versager und Sünden (die wir bezahlen müssen) im Bußsakrament zu GOTT bringen, dann bezahlt GOTT den Preis.

202      ER hat diesen Preis mit Seinem eigenen Blut und Leben am Kreuz bezahlt. Und ER bezahlt jedes Mal, wenn wir sündigen, wieder. ER hat für uns die Höllenqualen erduldet, die wir uns eingehandelt haben und die uns dem Eigentümer der Sünden (dem Satan) verpflichtet haben.

203      Wir sind von JESUS CHRISTUS frei gekauft worden. Wir haben nun ein Anrecht auf  SEIN  Reich,  auf  SEIN  Leben,  denn  ER  hat  uns  zu   „Kindern  GOTTES“  gemacht.

204      Und  da  kamen  sie  nun,  diese  dunklen  Gesellen,  um  ihr  Eigentum   MICH   zu

kassieren ...

205      Ich sah sie jetzt aus der Wand hervortreten und in den Operationssaal (OP) hereinkommen. Es waren sehr viele Personen, die da plötzlich herumstanden.

206      Nach außen sahen sie zunächst normal aus, aber der Blick eines jeden war voller Hass, voll eines teuflischen Hasses. Und sie waren so seelenlos, wie innen ausgebrannt. Meine Seele sträubte sich und erzitterte, und ich verstand sofort, dass es Dämonen waren.

207      Ich  verstand,  dass  sie  meinetwegen  hier  waren,  weil  ich  ihnen  etwas  schuldete.

Denn  die  Sünde  ist  nicht  gratis.  Dies  ist  ja  die  größte  Niedertracht  und  Lüge  des Teufels, dass er die Menschen glauben macht, dass es ihn gar nicht gibt. Das ist seine Strategie, danach kann er alles mit uns machen, was er will, dieser Lügner.

208      Und nun sah ich mit Entsetzen: O ja, es gibt sie! Und sie begannen bereits, mich

zu umkreisen. Sie wollten mich holen. Können Sie sich mein Entsetzen vorstellen?

Meine Angst, diesen Schrecken?! Es war der reinste Terror!

209      Meine  ganze  Wissenschaft,  Gescheitheit  und  gesellschaftliche  Stellung  nützten mir nun gar nichts. Ich begann mich am Boden zu wälzen, mich auf meinen Körper

zu werfen, weil ich in meinen Körperflüchten wollte, aber mein Körper nahm mich nicht mehr auf. Und dies war ein fürchterlicher Schreck für mich.

210      Ich  fing  an  zu  laufen  und  zu  f liehen.  Ich  weiß  nicht  wie,  aber  ich  durchbrach

die Wand des Operationssaales. Ich wollte nichts als fort, aber als ich durch die Wand hindurch ging zack machte ich einen Sprung ins Nichts. Ich wurde ins Innere eines dieser Tunnels verfrachtet, die plötzlich da waren und nach unten führ ten.

211      Am Anfang war noch etwas Licht da und es waren Lichter wie Bienenwaben. Und es wimmelte hier auch wie in einem Bienenstock. So viele Menschen waren hier. Erwachsene, Alte, Männer, Frauen und mit lautem Geschrei, borstig und mit wilder Mähne knirschten sie mit den Zähnen.

212      Und ich wurde immer tiefer in die   Erde hinab gezogen und bewegte mich unaufhörlich  nach  unten,  obwohl  ich  mich  immer  bemühte,  von  da  raus  zu  kommen. Das Licht wurde immer weniger, es wurde immer düsterer. Und ich trieb in

diesem Tunnel dahin bis es außerordentlich finster wurde. Wehrlos tauchte ich

in  diese  Finsternis  ein,  für  die  es  in  menschlichen  Worten  keinen  Vergleich  auf

Erden gibt.

213      Oben war alles Licht,  aber nach unten war es immer dunkler. Können Sie sich vorstellen, welche Freude mich überkam, als ich meine Mutter   im Licht sah. Sie war ganz hell. Sie war ja schon vor vielen Jahren verstorben.

214      Auf einmal begriff ich, dass diese weißen Gewänder, mit denen meine Mutter wie eine  Sonne  bekleidet  war,  alle  diese  Heiligen  Messopfer  waren,  die  sie  während ihres Lebens  mitgefeiert hatte.

215      Ich hatte keine Möglichkeit zu meiner Mutter zu gelangen und bei ihr zu bleiben.

216      Wehrlos  tauchte  ich  in  diese  Finsternis  ein,  für  die  es  einfach   keinen  Vergleich gibt. Die finsterste Finsternis dieser Erde ist dagegen noch ein heller Mittag. Aber dort verursacht diese Finsternis fürchterliche Schmerzen, Horror und Scham, und sie stinkt entsetzlich. Es waren auch immer mehr schreckliche Figuren und Wesen zu sehen, verunstaltet in einer Art und Weise wie wir es uns gar nicht vorstellen können.

217      Die Sünde, liebe Geschwister im HERRN, hinterlässt Spuren in unseren Seelen. Die Spuren brandmarken unsere Seelen wie Narben, Brandblasen und unförmige Löcher.

218      Und  die  schrecklichste  Erfahrung  für  mich  war  dabei,  dass  ich  merkte,  dass  der fürchterlichste  Gestank  von  mir  selbst  kam.  Wie  viel  Geld  hatte  ich  in  meinem

ganzen  Leben  für  Duftwässerchen  und  Luftverbesserer  ausgegeben,  weil  ich nichts  ärger  hasste  als  den  schlechten  Geruch.  Und  so  merkte  ich,  dass  meine ganzen scheußlichen Sünden nicht irgendwo außerhalb meiner Seele waren, sondern sie waren in meinem Innersten, in meiner Seele drinnen, und von dort verbreiteten sie diesen unerträglichen Gestank.

219      Ich sah einem Dämon gleich, einer schrecklichen Bestie, verunstaltet von all meinen  eigenen  Gräueltaten.  So  wie  meine  Mutter  mit  lichten  Kleidern  des  HERRN bekleidet war, so war ich wie ein schwarzer Müllsack bekleidet von der Bestie, dem Teufel, selbst.

220      Und in diesem Zustand kam ich unten in einer Art Sumpflandschaft an, wo viele Personen bis zum Hals im Sumpf steckten und stöhnten. Und ich sah, dass dieser Sumpf sich aus dem Samenerguss von all den sündigen Beziehungen und sexuellen Perversionen zusammensetzte, die wir Menschen auf dieser Erde zu verantworten haben. Millionen von Spermen ergießen sich bei jedem Samenerguss.

221      Und nur der Geschlechtsakt, der in der sakramentalen Ehe vollzogen wird, ist von GOTT  gesegnet.  Denn  GOTT  selbst  ist  bei  diesem  Akt  anwesend  und  eben  der DRITTE  in  diesem  Bund  fürs  LEBEN,  ER  ist  die  LIEBE,  mit  der  jeder  eheliche  Geschlechtsverkehr geheiligt und geadelt wird.

222      Sexualität ohne sakramentale Grundlage ist nur Lust, Befriedigung, Egoismus pur.

Eben  deshalb  leiden  diese  Menschen  in  diesem  Sumpf,  den  sie  selbst  auf  dieser

Welt durch ihre ungezügelten Leidenschaften geschaffen haben. Jede Person, die

an solchen unheiligen, sündhaften und außerehelichen  Geschlechtsakten beteiligt  war, steckt dort in diesem unermesslichen und stinkenden Sumpf und leidet unsäglich darunter. Sie schämt sich ihrer Untaten.

223      Und auf einmal entdeckte ich in diesem Sumpf auch meinen Papa. Ich sah ihn bis zum Hals in dieser stinkenden Brühe stecken, und ein Schmerz durchdrang mich und ich schrie ganz laut: „Papi, was machst denn du hier?“ Und mein Vater antwortete mit weinerlicher Stimme: „Meine Tochter, ach meine Tochter, der Ehebruch, die Untreue!“

224      Und  Sie  alle  werden  es  eines  Tages  selbst  erleb en,  und  sich  dann  vielleicht an  diese  meine  Worte  erinnern.  Ich  kann  Euch  nur  sagen,  das  Schmerzhafteste dort ist, diesen ganz in den Menschen verliebten GOTT zu sehen, der unser ganzes Leben lang hinter uns her ist, uns immer wieder sucht. Wie leidet dieser liebende GOTT unter unserer Sünde.

225      Mir  wurde  dort  gezeigt,  wie  viele  Personen  für  mich  gebetet  hatten,  wie  viele Priester  und  Klosterschwestern  sich  bemühten,  mich  auf  den  richtigen  Weg  zu bringen. Und ich hatte für all diese Menschen nur Verachtung übrig. Ich war sehr ordinär in den Bezeichnungen, die ich all diesen oft heiligmäßigen Personen gab. Bei den Bezeichnungen für die Klosterfrauen, waren die Ausdrücke „Himmelhennen“,  „unbefriedigte  alte  Schachteln“  und  „scheinheilige  Weiber  in  den  ewigen Wechseljahren, die dem HERRGOTT die Zehen abschlecken und von den Problemen  der  Menschen  auf  Erden  keine  Ahnung  hatten“  nur  einige  von  den  harmloseren Bezeichnungen, die ich für sie verwendete.

226      Wissen Sie, dort drüben sieht man sein ganzes Leben, wie es im „Buch des Lebens“ vermerkt ist, jedes Detail, Dabei kommen nicht nur die Worte vor, die man spricht, sondern sie sind begleitet  von den Gedanken, die man dabei gehabt hat. Alles ist

offenbar und liegt offen vor einem. Und man erschaudert oft wegen der großen

Differenz zwischen dem Gesagten und dem Gedachten.

227      Und diese Sünden, die wir begehen, haben nicht nur für uns Folgen, sondern auch

für unsere Umgebung. Sie sind wie faule Früchte, die jede gesunde Frucht in der

Nähe  anstecken  und  auch  zum   Faulen  bringen.  Und  das  ist  ein  großer  Schmerz

in dieser anderen Welt, wenn man sieht, wie sehr die Sünde nicht nur bei einem selbst Schaden erzeugt, sondern wie sich Deine Sünde um Dich herum breit macht und alles verdirbt.

228      Wenn ich mich also der Sünde überlasse, was ist dann das, was mir am nächsten ist? Es sind meine Kinder. Und so schade ich mit meinen Sünden zuerst auch meinen Kindern und meiner Familie.

229      Und  nun  hört  gut  zu  und  verstopft  nicht  Eure  Ohren.  Wenn  der  Mensch  eine schwere Sünde begeht, hat der Teufel einen in der Hand und er zwingt uns wie ein Geldeintreiber,  ihm  einen  Wechsel  zu  unterschreiben,  der  uns  sofort  zu  seinem Eigentum macht.

230      Und  das  Traurigste  dabei  ist,  dass  der  erste  Auftrag  des  Satans  an  uns  lautet:

„So geh jetzt und bringe mir alle, die dich umgeben und zu denen Du Beziehungen pflegst!“

231      Eine  Mutter,  die  jemanden  hasst  oder  die  dauernd  falsche  Gerüchte  über  ihre Mitmenschen  verbreitet,   oder  ein  Vater,  der  gewalttätig  ist  oder  alkoholkrank, der  immer  besoffen  nach  Hause  kommt  oder  sich  nichts  daraus  macht,  sich  am fremden Eigentum zu vergreifen, haben meist eben in ihrem direkten Umfeld ihre

eigenen Kinder.

232      Und so ist es ein Missbrauch der elterlichen Begabung, für die Zukunft  der Kinder

zu sorgen, wenn die Eltern mit diesen schlechten Verhaltensweisen den Kindern ein falsches und schlechtes Vorbild sind.

233      Nur ein Leben mit den Sakramenten der Kirche kann einen solchen „Teufelskreis“

in der Kette, welche die verschiedenen Generation verbindet, durchbrechen. Nur die Gnade der Sakramente und Kraft des Gebetes können die Sünde verdrängen und aussperren.

234      Es war eine lebendige Finsternis. Nichts dort war tot oder regungslos. Nachdem ich hilflos und wehrlos durch diese Tunnels geschlittert bin, kam ich unerwartet zu

einem ebenen Platz. Hier war ich nun total verzweifelt, aber besessen von einem eisernen Willen, von da wegzukommen.

235      Es war derselbe Wille wie früher, um im Leben etwas zu erreichen. Aber jetzt und hier nützte mir dieser starke Wille überhaupt nichts. Denn ich war jetzt hier gefangen und konnte mich nicht befreien. Von den großen Vorstellungen und Träumen von früher ist nichts mehr übrig geblieben. Ich bin auf einmal einfach nur ganz klein, ganz winzig, ganz bedeutungslos geworden.

236      Und dann sah ich plötzlich, wie der Boden sich öffnete. Es sah aus wie ein großer

Mund, wie ein entsetzlich großes Maul, ein Schlund. Der Boden lebte, er bebte!!!

237      Ich fühlte mich entsetzlich leer und unter mir dieser beängstigende, entsetzliche Abgrund, den ich einfach mit menschlichen Worten gar nicht beschreiben kann. Und das Fürchterlichste war, dass man hier absolut nichts mehr von der Gegenwart und Liebe GOTTES spürte. Hier war davon nichts mehr, nicht ein Tröpfchen Hoffnung.

238      Dieses Loch hatte etwas an sich, das mich unwiderstehlich nach unten saugte. Ich schrie wie eine Verrückte. Ich erschrak zu Tode, als ich merkte, dass ich diesen Absturz nicht verhindern konnte, sondern, dass ich unaufhaltsam nach unten gezogen wurde.

239      Ich wusste instinktiv, wenn ich da einmal hinunter gestürzt bin, dann komme ich nicht wieder zurück. Und ich werde ohne Ende immer tiefer und tiefer stürzen. Das war der Tod meiner Seele, der geistige Tod meiner Seele. Ich würde unwiderruflich für immer verloren sein.

240      Aber  während  dieses  entsetzlichen  Horrors,  am  Rand  dieses  Abgrundes,  spürte ich plötzlich wie mich der Heilige Erzengel Michael an den Füßen festhielt. Mein Körper fiel in dieses Loch, aber ich wurde an den Füßen festgehalten.

241      Es war ein Augenblick furchtbaren Schmerzes  und auch schrecklicher Angst. Aber als  ich  so  am  Abgrund  hing,  irritierte  die  Dämonen  das  bisschen  Licht,  das  ich noch in meiner Seele hatte, und so stürzten sich alle diese Ungeheuer auf mich.

242      Diese fürchterlichen Kreaturen waren wie Larven, wie Blutsauger, um dieses Licht

in mir endgültig auszulöschen. Stellen Sie sich meinen Ekel und Horror vor, als ich mich von diesen Ekel erregenden Kreaturen bedeckt sah.

243      Ich  schrie,  ich  schrie  wie  verrückt.  Diese  Dinger  brannten.  O  meine  Schwestern und  Brüder  im  HERRN,  es  handelt  sich  um  eine  lebendige  Finsternis.  Es  ist  der

Hass, der so brennt, der uns verschlingt, der uns ausbeutet und aussaugt. Es gibt keine Worte, um diesen Horror zu beschreiben.

 

Das Sakrament der Ehe

[ ZUM INHALTSVERZEICHNIS ]

 

244      Hier möchte ich kurz besonders auf das Sakrament der Ehe eingehen. Ich möchte Ihnen  auch  von  der  großen  Gnade  des  Ehesakramentes  erzählen.  Wenn  ein Mensch  in  der  Kirche  das  Sakrament  der  Ehe  empfängt  und  sein  Jawort  spricht und sich damit zur Treue verpflichtet, treu zu sein in guten und in bösen Tagen, dann verspricht er das GOTT VATER Selbst. ER ist der einzige Zeuge, wenn wir unser Versprechen ablegen.

245      Wenn  wir  einmal  sterben,  werden  wir  diesen  Moment  im  Buch  unseres  Lebens aufgezeichnet finden. Ich habe gesehen, dass das Ehepaar in diesem Moment von

einem unaussprechlich schönen goldenen Schimmer umgeben ist. GOTT VATER

schreibt diese Worte mit goldenen Lettern in unser Lebensbuch.

246      Wenn  wir  dann  den  LEIB  und  das  BLUT  des  HERRN  empfangen,  schließen  wir

einen Bund mit GOTT und der Person, die wir als Ehegemahl erwählt haben, mit

dem wir ein ganzes Leben teilen wollen. Während wir unseren Willen kundgeben, gelten diese Worte nicht nur dem Partner, sondern auch der Heiligsten Dreifaltigkeit.

247      Der HERR ließ mich sehen, wie an meinem Hochzeitstag, als mein Gatte und ich die Heiligste Eucharistie empfingen, wir nicht mehr zwei waren, sondern drei. Wir

beide und JESUS.

248      Denn in dem Augenblick, da wir kommunizieren, eint uns der HERR so, dass wir nur noch einer sind. ER nimmt uns mit in Sein Herz und in Seinem Herzen werden wir beide Einer. Mit JESUS zusammen bilden wir eine Heilige Dreifaltigkeit.

Es  soll  also  der  Mensch  nicht  trennen,  was  GOTT  geeint  hat.  Und  nun  frage  ich:

wer  vermag  solches  zu  trennen?  Niemand!  Niemand,  Brüder  und  Schwestern

im HERRN, vermag diesen Bund zu trennen. Wirklich niemand, nachdem GOTT

diesen  Bund  gesegnet  hat.  Und  wenn  die  beiden  jungfräulich  in  die  Ehe  gehen, o welch ein Segen liegt dann über einem solchen Paar.

249      Ich sah auch die Ehe meiner Eltern: Als mein Vater meiner Mutter den Ring über den  Finger  streifte  und  der  Priester  sie  als  Mann  und  Frau  erklärte,  übergab  der HERR meinem Vater einen Hirtenstab, er sah aus wie ein oben gebogener Stab aus Licht, das ist eine Gnade, die der HERR dem Mann gibt.

250      Es ist ein Geschenk (Donum) der Autorität von GOTT VATER, damit dieser Mann die kleine Herde seiner Familie betreuen kann, das sind seine Kinder, die ihm aus dieser Ehe geschenkt werden und auch um die Ehe zu verteidigen, um die Kinder zu behüten vor den vielen Schäden und Gefahren, denen Familien ausgesetzt sind.

251      Meiner Mutter gab GOTT VATER so etwas, wie eine feurige Kugel und setzte sie ihr ins Herz. Das bedeutet die Liebe des Heiligen GEISTES: Ich sah, dass meine Mutter eine sehr reine Frau war. GOTT war voll Freude.

252      Sie können sich nicht vorstellen, wie viele unreine Geister in diesem Augenblick meinen

Vater anzugreifen versuchten. Diese Geister sahen aus wie Larven, wie Blutsauger.

253      Sie müssen wissen, wenn jemand außerhalb der Ehe geschlechtliche Beziehungen hat, so hängen diese schmutzigen Geister sich sofort an ihn, sie kleben sich überall an, sie beginnen mit den Geschlechtsteilen, bemächtigen sich des Fleisches, der Hormone, sie setzen sich im Hirn fest, nehmen die Hypophyse ein, die Schleimdrüsen (Glandula) und an allen neurologischen Stellen des Organismus des Menschen und beginnen eine Menge Hormone zu produzieren, welche die niederen Instinkte wecken.

254      Sie  wandeln  ein  Kind  GOTTES  zu  einem  Sklaven  seiner  Lust,  seiner  Instinkte, seines sexuellen Begehrens. Sie machen aus ihm einen Menschen, von dem man zu sagen pflegt: Er genießt das Leben.

255      Und wir sagen so leichtfertig: einmal ist keinmal und diese „nur eine Mal“ hat solch bittere Folgen ...

256      Wenn  ein  Ehepaar  jungfräulich  ist,  wird  GOTT  besonders  verherrlicht.  GOTT

schließt  mit  ihnen  einen  heiligen  Bund  und  segnet  ihre  Sexualität.  (Diesen

Segen  bekommt  auch  ein  Paar,  das  nicht  rein  in  die Ehe gegangen  ist).  Denn

Sexualität ist keine Sünde.  GOTT  gab  sie  als  Segen.  Wo  eine  Ehe  vor  GOTT ge-

schlossen wird, ist GOTT gegenwärtig, auch im Ehebett.

257      In  der  sakramental  geschlossenen  Ehe  schenken  die  Partner  einander  bei  ihrer intimen Begegnung die Gnaden aus GOTT, bei einem nicht gesegneten Bund aber beschmutzen sie sich gegenseitig mit ihrer Sünde.

258      GOTT  freut  sich,  wenn  ER  sie  durch  ihr  neues  Leben  begleiten  darf.  GOTT  und dieses  Ehepaar  bilden  eine  Einheit.  Es  ist  schade,  dass  viele  Ehepaare  das  nicht wissen und nicht daran denken. Wenn man nur aus Tradition in der Kirche heiratet, nicht aus dem Glauben an das Sakrament, fehlt der Segen.

259      Viele denken während der Feier, wenn es nur schon bald aus wäre, damit sie endlich feiern können, essen, trinken, sich amüsieren. Sie vergessen auf den HERRN. So wie ich es damals machte und den HERRN auf der Straße ließ.

260      Es  kam  mir  nicht  in  den  Sinn,  den  HERRN  in  mein  neues  Heim  einzuladen,  in mein  neues  Leben.  ER  liebt  es,  wenn  wir  IHN  einladen  mit  uns  zu  sein,  in  allen

Lebenslagen. ER will, dass wir SEINE Gegenwart spüren. Es ist zwar der HERR und

trotzdem allein schon wegen des Sakramentes der Ehe gegenwärtig, aber ER liebt es, wenn wir IHN eigens und aus freiem Willen  darum bitten und einladen.

261      Auch ich habe IHN nicht eingeladen, nach meiner Hochzeit mit mir in unser Heim zu kommen. Ich habe IHN in der Kirche zurückgelassen, habe dann meine Flitterwochen  schön  verbracht,  gar  nicht  mehr  an  IHN  gedacht,  bin  zurückgekehrt  in unser Haus, und ER blieb draußen, traurig blieb ER auf der Straße zurück, und ich habe IHN gar nicht mehr bemerkt und schon gar nicht eingeladen zu mir.

262      Aber wie gut wäre es für alle Ehepartner, wenn sie sich SEINER Gegenwart bewusst wären und nicht den gleichen Fehler machen wie ich damals. Bei der Eheschließung meiner  Eltern  war  das  Schönste  noch  dies,  dass  GOTT  meinem  Vater  alle  Gnaden zurückerstattet hat, die er verloren hatte durch sein ausschweifendes Leben, GOTT  tat  das  aus  Liebe  zu  meiner  Mutter,  seiner  Frau,  die  jungfräulich  in  die  Ehe gegangen war.

263      GOTT  heilte  deswegen  die  schmutzig  gewordene  Sexualität  meines  Vaters  und

alle hormonelle Unordnung diesbezüglich in ihm. Aber da er sehr “männlich” war

– ein richtiger, so genannter „Macho“ und seine Freunde begannen, ihn wieder  zu  vergiften  und  zu  verführen,  indem  sie  zu  ihm  sagten,  er  solle  sich  doch nicht von seiner Frau einwickeln lassen. So überredeten sie ihn sehr schnell, doch sein früheres Leben wieder aufzunehmen.

264      Er  war  ja  dann  auch  bereits  14  Tage  nach  seiner  Hochzeit  seiner  angetrauten Frau, meiner Mutter, untreu, und ließ sich in ein Bordell schleppen, nur um seinen Freunden zu beweisen, dass er noch der Alte war, dass er sich nicht von seiner Frau unter den Pantoffel stellen ließ.

265      Und wissen Sie, was aus dem Hirtenstab geworden ist, den er vom HERRN bekommen hatte? Der Dämon nahm ihn mit sich fort. Und all diese bösen schmutzigen Geister kehrten zurück und klebten an ihm. Mein Vater wandelte sich vom Hirten  für  seine  Familie  zu  einem  Wolf,  der  seine  Familie  nicht  mehr  beschützte, sondern  den  Dämonen  das  Haustor  weit  aufmachte  und  so  zum  Schrecken  des ganzen Hauses wurde.

266      Mein  Vater  sagte  unter  Tränen  dort  darüber:  „Dank  meiner  wunderbaren  Frau, Deiner Mutter, die 38 Jahre lang für mich und meine Bekehrung gebetet  und ein vorbildliches Leben als aufopfernde Mutter geführt hat, bin ich noch vor der Hölle gerettet worden.“

267      Meine  Mutter  hatte  38  Jahre  ihres  Leben  für  diesen  meinen  Vater  gebetet,  der auch durch die Schuld meines Großvaters, der ihn schon mit 12 Jahren in ein Freudenhaus  mitnahm,  um  ihn  zum  Manne  zu  machen,  zu  diesem  verdorbenen  und ehebrecherischen Lebensstil gefunden hatte.

268      Und wissen Sie, wie meine Mutter immer vor dem Allerheiligsten betete? Sie sagte:

„HERR, ich weiß MEIN GOTT und ich vertraue darauf, dass DU DEINE Dienerin nicht sterben lassen wirst, ohne dass ich die Bekehrung meines Ehegatten erleben werde. Ich bitte nicht nurfür meinen Mann, sondern ich flehe Dich auch an, all diesen armen Frauen beizustehen, welche sich in derselben misslichen Lage befinden wie ich. Und ganz besonders bitte ich Dich, für alle jene Frauen, welche sich in die Hände und in die Macht von Wahrsagern, Hexenmeistern, Handlesern und sonstigen Werkzeugen der Magie und des Dämonischen begeben. Alle die auf diese Art und Weise ihre Seelen und die Seelen ihrer Kinder dem Dämon verkaufen, anstatt vor dem Allerheiligsten

– bei Dir – zu sein und hier zu beten, DICH anzubeten. Ich bitte DICH auch für sie. Steh ihnen allen bei und befreie sie von den Fesseln des Bösen!“

269      So betete meine Mutter. Und wisst ihr, warum ich meinen Vater immer geliebt und zu  ihm  aufgeschaut  habe?  Weil  meine  Mutter  eben  eine  sehr  gute  Frau  war,  die uns nie – überhaupt nie – und nicht im Mindesten dazu angeleitet hat, jemanden zu  hassen,  und  schon  gar  nicht  unseren  Vater,  obwohl  er  ihr  allen  Grund  dafür gegeben hätte.

270      Und manchmal sagte meine Mutter zu mir in ihren Spinnereien, sie habe eine Offenbarung gehabt und wisse, dass sich nach jeder schweren Sünde die Erde öffne und die betreffende Seele verschlucken würde. Ich habe mich oft über diese Aussprüche meiner Mama lustig gemacht und sie dafür als naiv und dumm bezeichnet. So sagte ich auch oft zu ihr: „Ja,  weißt  Du,  GOTT  hat  mir  gerade  gezeigt,  dass sich der Boden geöffnet und meinen Papa verschluckt hat.“ Ich sagte dies in Anspielung auf ihre Aussagen zur schweren Sünde.

271      Aber in der anderen Welt wurde mir bewusst, dass meine Mutter sehr wohl eine mystische Vision hatte. Sie antwortete mir ja folgendermaßen: „Ja, meine Tochter,

ich habe deinen Papa gesehen. Er war gefesselt vom Teufel, der ihn in den Abgrund ziehen wollte. Aber Du sollst wissen, ich habe ihn sofort mit meinem Rosenkranz umgarnt und ihn bis vor das Allerheiligste in unsere Kirche geschleppt. Es war ein beständiger Kampf. Der Satan wollte ihn mit seinen Fesseln nach unten ziehen, und ich zerrte ihn mit dem Rosenkranz wieder nach oben. Und als ich ihn endlich  in der Kirche gebracht

hatte, dann habe ich zum HERRN gesagt: ‚Hier bringe ich ihn DIR und ich vertraue auf DICH, dass DU ihn retten wirst.’“

272      Acht  (8)  Jahre  bevor  mein  Vater  gestorben  ist,  hat  er  sich  bekehrt. Er  bat  in  tiefer

Reue  den  HERRGOTT  um  Verzeihung.  Und  der  barmherzige  GOTT  verzieh  ihm. Aber  mein  Vater  hat  seine  zeitlichen  Sündenstrafen  nicht  gesühnt.  Er  hat  zwar bereut, gebeichtet und auch die Lossprechung bekommen. Aber er bekam nicht mehr  die  Gelegenheit, Sühne  zu leisten. Deshalb  stand  er im  Fegefeuer  bis  zum Hals in diesem stinkenden Sumpf, den ich schon beschrieben habe.

273      Für die begangenen Sünden zu sühnen und sie wieder gut zu machen, ist etwas, das wir so leicht vergessen. Wir denken eigentlich sehr wenig daran. Und es ist ja auch so, dass wir selber sehr wenig davon wieder gut machen können.

274      Aber  JESUS  im  Allerheiligsten  Sakrament  kann  uns  die  Gnade  geben,  damit  wir sühnen  können,  sühnen  dürfen.  Wenn  wir  IHN  im  Allerheiligsten  besuchen  und IHN anbeten, bekommen wir oft dieses Gnadengeschenk der Sühne, der Wiedergutmachung der Folgen unserer Sünden.

275      Gerade in der anderen Welt zeigt uns GOTT, welche Folgen unsere Sünden für andere oft haben. Und ER leidet unter diesen von unseren Sünden bei anderen verursachten Folgen oft mehr als unter der Sünde selbst. Weil diese Folgen sind meist direkte Attacken gegen die LIEBE. Und GOTT ist eben die LIEBE an und für sich.

276      Die Eucharistie und die Anbetung des Allerheiligsten Altarsakraments  ist der einzige Weg, der uns direkt in den Himmel führt. Merken Sie sich das! Es ist sehr, sehr wichtig für uns alle.

277      Wenn  jemand  seinem  Ehepartner  untreu  wird,  wird  er  dem  HERRGOTT  untreu. Er bricht das Versprechen, das er am Tag seiner Hochzeit GOTT und seinem

Partner gegeben hatte. Wenn jemand vorhat, seinem Eheversprechen nichttreu

zu bleiben, soll er lieber nicht heiraten. Der Herr sagt uns: „Wenn du untreu bist, verdammst du dich selber. Wenn du nichttreu bist, dann heirate nicht.“

278      Der  HERR  sagt:  „Meine  Kinder,  bittet  Mich,  dass  ihr  eurem  Ehepartner  treu sein könnt, dass ihr eurem GOTT treu sein könnt.“

279      Wie  viele  Schäden  und  Leiden  kommen  über  eine  Ehe,  nur  wegen  der  Untreue!

Wenn z. B. ein Mann ins Bordell geht oder ein Verhältnis mit seiner Sekretärin beginnt, so zieht er sich trotz Präservativ einen Virus zu. Da nützt auch ein Bad nichts.

Dieser  Virus  stirbt  nicht  und  später,  wenn  er  zu  seiner  Frau  kommt,  überträgt  er den Virus auf die Frau und dieser nistet sich in der Vagina oder im Uterus ein und irgendwann später entwickelt sich daraus ein Krebs. Ja, Krebs!

280      Wer will dann noch behaupten, dass Ehebruch nicht tötet?! Und wie viele Frauen, die Ehebruch begingen, haben dann aus Angst vor der Entdeckung ihres ehebrecherischen Verhaltens, das Kind abtreiben lassen!? Sie töten einen unschuldigen Menschen,  der  noch  nicht  sprechen  und  sich  nicht  verteidigen  kann.  Dies  sind einige Beispiele über die unabsehbaren Folge der Sünde, eines kurzen Moments der Lust.

281      Der  Ehebruch  mordet  auf  vielerlei  Weise.  Und  dann  haben  wir  noch  die  Unverschämtheit  mit  GOTT  zu  hadern,  den  Spieß  umzudrehen  und  IHM,  Unserem Liebenden  GOTT,  die  Schuld an  der  Misere  in  die  Schuhe zu schieben,  wenn  die Dinge nicht so laufen, wie wir sie wollen, wenn wir Probleme haben, wenn wir von Krankheiten heimgesucht werden.

282      Wir sind es, die das Unheil stiften und anziehen durch unsere Sünden. Hinter der Sünde steht immer der Widersacher. Wir öffnen dem Widersacher die Tür, wenn wir schwer sündigen. Und wenn uns dann ein Unheil trifft, dann machen wir GOTT

dafür verantwortlich.

283      Wehe  dem,  der  eine  Ehe  zu  zerstören  sucht.  Wenn  jemand  eine  Ehe    zerstört, schlägt er gegen einen Felsen und dieser Fels ist JESUS. GOTT verteidigt die Ehe, zweifeln Sie nie daran!

284      Ich möchte Ihnen auch noch sagen, dass Sie gut aufpassen müssen mit jener Sorte von Schwiegermüttern, die sich in die Ehe der Kinder einmischen, um deren Ehe zu  verderben,  um  die  Beziehung  der  Eheleute  zueinander  zu  trüben,  indem  sie Misstrauen säen oder sich sonst wie wichtig machen.

285      Auch wenn Sie Ihre Schwiegertochter oder Ihren Schwiegersohn nicht mögen, ob berechtigt oder nicht, mischen Sie sich bitte nicht in deren Beziehung ein. Beten SIE lieber für diese Ehe. Die Beiden sind nun einmal verheiratet und da ist nichts mehr zu machen.

286      Das einzige, was sie für sie tun können, ist für sie beten. Beten Sie für diese Ehe und  schweigen  Sie.  Und  opfern  Sie  dieses  ihr  Schweigen,  das  Ihnen  vielleicht sehr schwerfällt, dem HERRN auf. Viele Frauen haben sich selbst verdammt, weil sie sich in die Ehe ihrer Kinder eingemischt haben. Das ist eine schwere Sünde. Wenn Sie merken, dass etwas nicht in Ordnung ist, dass einer von den beiden gegen sein Eheversprechen sündigt, seien Sie still und beten Sie.

287      Bitten  Sie  GOTT  für  sie,  bitten  Sie  GOTT  um  Hilfe.  Sie  können  auch  mit  beiden

zusammen sprechen und sie bitten, dass sie ihre Ehe retten, dass sie auf ihre Kinder schauen sollen, dass die Ehe dafür da ist, um zu lieben, zu schenken und sich

ständig  gegenseitig  zu  vergeben.  Man  muss  um  seine  Ehe  kämpfen.  Aber  nie auf andere Art sich einmischen und noch weniger für einen der beiden Partei ergreifen.

Die Hinterlistigkeit des Teufels

[ ZUM INHALTSVERZEICHNIS ]

 

288      Wer den Film vom Leiden CHRISTI „Die PASSION“ gesehen hat, der wird sich erinnern, dass Satan während der Geißelung des HERRN als Baby zu sehen war, das JESUS anschaute und IHN anlächelte.

289      Wissen Sie, heute ist Satan kein Baby mehr, er ist ein Monster, der Produzent und Erzeuger alles Bösen, ein perverses Ekel, der viele Menschen durch die Lust des Fleisches versklav t hat, durch Hexerei und Irrlehren, z. B. diese, dass der Teufel behauptet, er existiere doch gar nicht.

290      Stellen Sie sich vor, wie schlau er ist, dass er sich verleugnen lässt. Er macht uns vor, als ob es ihn nicht gäbe, damit er geruhsam mit uns tun kann, was er will.

291      Selbst  die  Gläubigen  belügt  er  auf  alle  mögliche  Art  und  Weise.  Er  verwirrt  das Volk auf tausend und eine Weise und nützt bei jedem einzelnen die Schwachstellen aus. So gibt es viele praktizierende Katholiken, die zur Heiligen Messe gehen und ebenso zum Wahrsager.

292      Denn  der  Böse  macht  sie  glauben,  dass  das  nichts  ausmacht  und  dass  wir  deswegen trotzdem in den Himmel kommen, denn wir tun damit ja niemandem etwas Böses. Der Dämon führt, benützt und dirigiert das alles mit einerfein ausgedachten List, einer Hinterlist.

293      Aber  ich  sage  Ihnen,  wenn  Sie  zur  Wahrsagerin  gehen,  dann  ist  es  egal,  was  sie dort machen oder nicht machen, die Bestie wird Ihnen auf jeden Fall ihr Siegel

aufprägen, wenn Sie sich der Hexerei widmen, oder Kartenleserinnen aufsuchen, wenn Sie Geister beschwören, „Tischl-Rücken“, Spiritismus und Astrologie betreiben – bei all diesen „Hobbies“,  die heutzutage große Mode sind, prägt ihnen der Böse sein Siegel auf.

294      Ich war das erste Mal an einem solchen Ort mit einer Freundin, die mich zu einer Hexe mitnahm, für eine Konsultation, um die Zukunft zu erfahren. Und dort wurde ich von der Bestie gesiegelt. Ja, der Böse hat mir dort sein Siegel aufgeprägt. Und von diesem Augenblick an begann für mich das Böse, die inneren Unruhen, Verwirrung, Aufruhr, nächtlicher Alpdruck, Ängste, Quälereien, Furcht, Schrecken.

295      Und es überkam mich sogar ein tiefer Wunsch, mich umzubringen. Ich habe das

“Warum”  dieser  Wünsche  nie  begreifen  können.  Ich  weinte,  ich  fühlte  mich  unglücklich und nie mehr habe ich in mir Frieden gefunden. Ich habe zwar gebetet, aber ich fühlte den HERRN so fern von mir, nie mehr habe ich die Nähe GOTTES gespürt, die ich als Kind erfahren hatte. Es wurde mir immer schwerer zu beten. Klar, ich hatte dem Bösen die Tür geöffnet, er war mit aller Macht in mein Leben eingetreten.

 

Die Armen Seelen

[ ZUM INHALTSVERZEICHNIS ]

 

296      Doch zurück zu dem schrecklichen Ort, an dem ich mich befand, am Rand dieses fürchterlichen Schlundes. Sie müssen wissen, ich war eine Gottlose, praktisch eine Atheistin. Ich glaubte ja nicht mehr an die Existenz des Teufels, und danach auch nicht mehr an die Existenz GOTTES.

297      Aber hier – unter diesen Umständen begann ich zu schreien:

„Ihr Armen Seelen im Fegefeuer, ich bitte euch, holt mich weg von hier, helft mir heraus. Bitte helft mir!“

298      Als ich so schrie, erfüllte mich ein beißender Schmerz. Da bemerkte ich, wie Millionen und Abermillionen Menschen weinten und flennten. Plötzlich sah ich, wie hier eine  unzählige  Menge  Menschen  war,  Jugendliche,  vor  allem  junge  Menschen, alle in unsäglichen Schmerzen. Ich begriff, dass sie an diesem schrecklichen Ort,

in diesem Sumpf und Morast voll Hass und Schmerz mit den Zähnen knirschten, und ein Heulen und Wehgeschrei aus ihnen her vorbrach, das mich erzittern ließ und das ich niemals vergessen werde.

299      Begreifen Sie? Das ist Gottferne, das ist Sünde, das sind die Folgen der Sünden.

Begreifen Sie, was Sünde ist? Die Sünde ist GOTT völlig entgegengesetzt, DER

die Unendliche Liebe ist.

300      So etwas Entsetzliches ist die Sünde, dass sie solch wahnwitzige Folgen hat. Und wir machen unsere Witze darüber. Witze über die Sünde, über die Hölle und über

die Dämonen. Dabei wissen wir leider nicht, was wir tun.

301      Es  sind  seither  Jahre  vergangen,  seit  ich  dies  erlebt  habe,  aber  immer,  wenn  ich

daran denke, muss ich weinen über die Schmerzen dieser vielen, vielen Menschen.

(Frau Polo überkommen die Tränen!)

302      Es  waren  Selbstmörder,  die  sich  in  einem  Augenblick  der  Verzweiflung  umgebracht  haben,  und  nun  waren  sie  in  diesen  Qualen,  in  dieser  Not,  in  dieser  Folter;  umgeben  von  diesen  fürchterlichen  Dingen,  eingekreist  von  Dämonen,  die sie quälten. Aber das Schrecklichste an der ganzen Tortur war: die Abwesenheit GOTTES, die völlige Abwesenheit GOTTES, denn dort spürt man GOTT nicht.

303      Und  ich  verstand,  dass  jene,  die  sich  das  Leben  nehmen,  dort  so  lange  bleiben müssen,  so  viele  Jahre  als  sie  auf  Erden  noch  zu  leben  gehabt  hätten.  Denn  mit dem Selbstmord waren sie aus der Ordnung GOTTES heraus gefallen, deswegen hatten die Dämonen Zutritt zu ihnen.

304      Im Fegefeuer sind die „Armen Seelen“ sonst vor jedem bösen Einfluss verschont, sie  sind  bereits  Heilige  GOTTES  und  haben  mit  Dämonen  nichts  mehr  gemein. Mein GOTT, so viele arme Menschen, meistens Jugendliche, so viele, so viele, weinend, leidend, unsäglich leidend.

305      Wenn  diese  wüssten,  was  sie  nach  dem  Selbstmord  erwartet,  würden  sie  sicher lieber eine Gefängnisstrafe etc. in Kauf nehmen, als so etwas.

306      Wissen Sie, welch besondere Leiden sie nebst allem anderen noch zu erdulden haben?

307      Sie  müssen  sehen,  wie  ihre  Eltern  oder  nächsten  Angehörigen,  die  noch  leben,

ihretwegen leiden, Schande erdulden, Schuldkomplexe haben:

308   Wenn  ich  ihn  nur  strenger  erzogen  hätte,  wenn  ich  ihn  nur  bestraft  hätte,  oder: wenn  ich  ihn  nur  nicht  bestraft  hätte  ...  wenn  ich  ihm  gesagt  hätte  ...  wenn  ich dieses oder jenes getan oder nicht getan hätte ... diese Gewissensbisse sind sehr groß und belastend. Sie sind eine Hölle auf Erden.

309      Dieses  Leid  ihrer  Angehörigen  mit  ansehen  zu  müssen,  macht  sie  am  meisten leiden.  Es  ist  die  größte  Qual  für  sie  und  darüber  freuen  sich  die  Dämonen  und zeigen ihnen alle diese Szenen: ‚Schau, wie deine Mutter weint. Schau, wie dein Vater  leidet,  wie  sie  verzweifelt  sind,  voller  Angst,  wie  sie  sich  beschuldigen, wie sie diskutieren und einander anklagen. Schau das Leid, das du ihnen angetan hast. Schau, wie sie jetzt gegen GOTT rebellieren. Schau auf deine Familie alles das ist deine Schuld!’

310      Diese  „ Armen  Seelen“  brauchen  vor  allem,  dass  die  Zurückgebliebenen  ein

besseres  Leb en  beginnen,  dass  sie  ihr  Leb en  ändern,  dass  sie  Werke  de r  Liebe  vollbringen,  dass  sie  Kranke  besuchen  und  dass  sie  Heilige  Messen  lesen

lassen für die Verstorbenen und diesen Heiligen Messopfern auch selbst bei wohnen.  

311      Diese Seelen würden sehr viel Gutes und Trost daraus schöpfen. Die Seelen, die

im Fegefeuer sind, können nichts mehr für sich selbst tun. Nichts, gar nichts. Aber

GOTT  kann  etwas  tun  durch  die  unermesslichen  Gnaden  des  Heiligen  Messopfers.  Wir  sollten  ihnen  in  dieser  Form  helfen  und  für  sie  Messen  lesen  lassen,

die se auch selbst mit feiern und unsere innige Teilnahme an die se n Messopfern  dem  VATER  im  Himmel  durch  unsere  Gottesmutter  Maria  als  unsere Gabe darbringen lassen.

312      Ich,  voller  Angst,  begriff  nun  auch,  dass  diese  Seelen  mir  nicht  helfen  konnten.

Und in dieser Angst und dieser schrecklichen Panik fing ich wieder an zu schrei-

en:  „Wer hat sich hier geirrt? Es  muss  ein  Irrtum  sein!  Denn  seht  doch  her,  ich  bin

eine Heilige, alle haben mich in meinem Leben eine Heilige genannt. Nie habe ich gestohlen und nie habe ich gemordet. Ich habe niemandem ein Leid zugefügt. Bevor ich finanziell  ruiniert  war,  habe  ich  Zähne  gratis  behandelt,  und  oft  kein  Geld  verlangt, wenn sie nicht bezahlen konnten. Ich habe für die Armen eingekauft... Was mache ich

nur hier?“

313      Ich pochte auf mein ‚Recht ’! Ich, die ich doch so gut war, die doch kerzengerade in

den Himmel kommen sollte. „Was mache ich hier? Ich bin jeden Sonntag zur Heiligen  Messe  gegangen,  obwohl  ich  mich  als  Atheistin  ausgab  und  auf  nichts achtete, was der Herr Pfarrer sagte. Nie habe ich das Heilige Messopfer versäumt.  Wenn  ich  in  meinem  ganzen  Leben  5 -mal  die  Messe  versäumt  habe, dann ist das viel. Was mache ich also hier?? Befreit mich von hier! Holt mich heraus von hier!“

314      Ich fuhr fort zu schreien und zu toben, bedeckt von diesen ekligen Würmern und Maden, die an mir klebten:

„ Ich bin römisch katholisch, ich bin eine praktizierende Katholikin, bitte befreit mich von hier!“

 

Ich sah meinen Vater und meine Mutter

[ ZUM INHALTSVERZEICHNIS ]

 

315      Als mein Körper auf Erden im tiefen Koma lag, als ich so schrie, dass ich katholisch sei, sehe ich ein kleines Licht und wissen Sie, nur ein kleines Lichtlein in dieser undurchdringlichen  Finsternis  ist  etwas  vom  Größten,  wenn  Sie  diese  absolute, unbeschreibliche Finsternis erleben.

316      Es ist das Beste, was Ihnen in dieser Situation passieren kann. Es ist das größte Geschenk, von dem man nur träumt und auf das man nicht zu hoffen wagt, es auch

wirklich zu empfangen.

317      Ich sehe über diesem ungeheuerlichen, finsteren Loch einige Stufen und schaue nach oben und bemerke dort über diesem grausigen Abgrund meinen Vater stehen. Er war damals 5 Jahre zuvor verstorben. Er stand fast am Rand dieses Loches, nur einige Stufen weiter oben als ich. Er hatte ein wenig mehr Licht als ich da unten.

318      Und vier Stufen höher sah ich meine Mutter mit viel, viel mehr Licht. Sie war wie

im  Gebet  vertieft,  eben  in  einer  Haltung  der  Anbetung.  Als  ich  sie  beide   sah,

erfüllte  mich  eine  große  Freude,  eine  so  große  Freude,  dass  ich  ganz  außer  mir

zu rufen begann: „Vater! Mutter! Welch eine große Freude, euch zu sehen. Bitte holt mich von hier heraus! Ich bitte euch aus ganzen Herzen, holt mich weg von hier! Holt mich heraus von hier!“

319      Und als sie dann so ihren Blick auf mich herunter richteten, und mein Vater  mich

so in meiner miserablen Situation sah, hättet Ihr sehen sollen, diesen übergroßen

Schmerz, den man aus ihren Gesichtern ablesen konnte.

320      Und drüben sieht man das ja automatisch, weil man eben jeden bis ins Innerste erkennt. Und so habe ich auf sie geschaut und sofort diese immense Traurigkeit und den Schmerz verspürt, den meine Eltern erlitten, als sie mich so sahen.

321      Mein Papa begann bitterlich zu weinen, hielt sich seine Hände vor das Gesicht und jammerte mit zitternder Stimme: „O meine Tochter! O Du mein Töchterchen!“

322      Und  meine  Mutter  betete  weiter,  und  so  gab  ich  mir  Rechenschaft,  dass  meine Eltern mich nicht von hier herausholen konnten. Dabei war es für mich noch ein großer Schmerz, dass ich durch meine Lage nur noch dazu beigetragen hatte, dass auch sie dort, wo sie waren, meinen Schmerz und mein Leid noch zusätzlich mit-

zutragen hatten.

323      Es hat meinen Schmerz noch größer gemacht, als ich sah, wie sie meinen Schmerz teilten  und  doch  nichts  für  mich  tun  konnten.  Ich  habe  auch  begriffen,  dass  sie

deswegen hier waren, weil sie dem Herrn Rechenschaft geben mussten über die

Erziehung, die sie mir zuteil werden ließen.

324      Sie  waren  bestellt  als  die  Wächter  meiner  Talente,  die  GOTT  mir  gegeben

hatte.  Und sie hätten mich mit  ihrem  Leben  und  Beispiel vor den Anschlägen Satans  bewahren  müssen.  Sie  hätten  die  Gnaden,  die  GOTT  mir  gegeben  hatte, nähren müssen. Alle Eltern sind die Wächter der Talente, die GOTT ihren Kindern  gibt.  Als  ich  den  Schmerz  meiner  Eltern  sah,  vor  allem  den  meines  Vaters

schrie ich wieder verzweifelt: „Holt mich weg von hier, holt mich weg von hier!“

 

Euthanasie und Sterbehilfe

[ ZUM INHALTSVERZEICHNIS ]

 

325      Von neuem begann ich also mit ganzer Kraft zu schreien: „Holt mich hier heraus!

Das  alles  muss  ein  Irrtum  sein.  Wer  ist  für  diesen  Irrtum  verantwortlich!  Holt mich doch heraus!“

326      In  diesem  Augenblick,  als  ich  so  schrie,  war  mein  Körper  auf  der  Erde  im  tiefen Koma.  Ich  war  an  viele  Apparate  angeschlossen.  Ich  war  in  Agonie.  Ich  lag  im Sterben. Keine Luft füllte mehr meine Lungen, meine Nieren funktionierten nicht mehr,  ich  “lebte”  nur   noch,  weil  ich  an  die  Maschinen  angeschlossen  war,  und weil meine Schwester, die auch Ärztin ist, einfach darauf beharrte, dass man mich angeschlossen ließ.

327      Sie sagte zu den behandelnden Ärzten, die sie dazu überreden wollten, die Intensiv-Behandlung zu beenden und die Maschinen abzuschalten, und zu den Krankenschwestern: „ Ihr seid nicht GOTT!“

328      Denn  die  Ärzte  meinten,  es  würde  sich  nicht  mehr  lohnen,  meine  Intensiv-Behandlung  fortzusetzen.  Sie  sprachen  bereits  mit  meinen  Familienangehörigen und bereiteten sie darauf vor, dass ich wohl sterben würde, und sie mich in Ruhe sterben lassen sollten, denn ich lag ja in tiefer Agonie.

329      Aber meine Schwester  gab nicht nach. Merken Sie hier den Gegensatz? Ich hatte in meinem Leben immer die Euthanasie verteidigt, das so genannte Recht, „in Würde zu sterben.“

330      Meine Schwester durfte nur deswegen bei mir sein, weil sie selber Ärztin war. Sie blieb die ganze Zeit an meiner Seite.

331      Und stellen sie sich vor. In dem Moment, als meine Seele auf der anderen Seite war und ich meine Eltern sah und mit vollen Kräften nach ihnen rief, hörte meine Schwester auf dieser Welt, in ihrer Wirklichkeit des damaligen Augenblicks, ganz deutlich, wie ich nach meinen unseren Eltern rief, voll Freude darüber, dass ich sie sehen konnte ...

332      Aber meine Schwester missverstand dieses Rufen. Sie wäre selbst vor Schreck fast daran gestorben, als sie meinen Schrei vernahm, den sie ja auch wirklich an meinem Krankenbett deutlich hörte. Denn für sie bedeutete dieser Schrei, dass ich endgültig von hinnen gehen würde und auch wollte. Sie deutete meinen Schrei nach den Eltern so, dass diese mich jetzt in die Ewigkeit abholen würden. Und so schrie sie ihrerseits: „Meine Schwester ist jetzt wirklich gestorben! Sie hat den Kampf verloren. Mein Vater und meine Mutter haben sie geholt. Geht doch weg von hier, Vater, Mutter, verschwindet doch! Nehmt sie nicht mit. Sie hat doch noch Kinder, die klein sind. Nehmt sie uns nicht weg. Nehmt doch meine Schwester Gloria nicht mit. Lasst sie da!“

333      Die Ärzte mussten sie von dort weg holen, weil sie meinten, sie befinde sich unter Schock. Und das wäre ja auch kein Wunder gewesen, denn sie hatte einiges mitgemacht,  den  Tod  meines  Neffen,  den  sie  dann  aus  dem  Krematorium  abholen musste, den Tod ihrer Schwester, oder die Lage ihrer Schwester, die nicht starb, aber den heutigen Tag wohl nicht mehr überleben würde, wie die Ärzte meinten. Sie  war  bereits  3  Tage   mit  diesen  Sorgen  und  Ängsten  belastet  und  noch  dazu ohne schlafen zu können. Kein Wunder, wenn ihre Kollegen meinten, sie wäre am Durchdrehen.

 

Die Prüfung

[ ZUM INHALTSVERZEICHNIS ]

 

334      Und  von  neuem  begann  ich  zu  schreien:  „Versteht  ihr  denn  nicht!  Holt  mich doch hier heraus, denn ich bin katholisch! Das alles muss ein Missverständnis, ein Irrtum sein! Wer hat sich denn da geirrt! Bitte, holt mich doch heraus von hier!“

335      Und als ich neuerlich so verzweifelt schrie, hörte ich auf einmal eine Stimme, es war eine so süße und liebliche Stimme, es war einfach eine himmlische Stimme. Und als ich sie hörte, erschauderte meine ganze Seele in freudiger Erregung.

336      Meine Seele erfüllte sich mit einem tiefen Frieden und einem unvorstellbarem Gefühl  der  Liebe.  Und  alle  diese  dunklen  Gestalten  und  dieses  Ungeziefer,  das  um mich  herum  war,  wichen  fluchtartig  und  entsetzt  zurück,  denn  sie  können  sich

dieser Liebe nicht   widersetzen. Und auch diesen Frieden können sie nicht ertragen. Kraftlos sind sie zu Boden gefallen und bleiben dort so liegen, wie wenn auch sie  den  HERRN  anbeten  würden.  Dieses  Geschehen  hat  mich  unwahrscheinlich beeindruckt.

337      Um mich herum kehrt also dieser unbeschreibliche Friede ein, und ich vernehme, wie  diese  reizende  Stimme  zu  mir  sagt:  „Nun gut, wenn Du wirklich katholisch bist, kannst Du mir sicher sagen, wie die zehn Gebote GOTTES lauten!“

338      Was für eine für mich unzumutbare Herausforderung. Ich sollte mich jetzt blamieren. Ich hatte mir selbst die Falle gestellt mit meinem Geschrei und meinem Bekenntnis. Alle Welt sollte nun meinen Wortbruch, mein falsches Bekenntnis hören können. Eine schreckliche Vorstellung für mich.

339      Können Sie sich das vorstellen? Ich wusste gerade noch, dass es zehn Gebote waren.  Aber  das  war  auch  schon  alles.  Danach  „Tabula  rasa“.  Karamba,  wie  komme ich  da  raus?  Was  soll  ich  nur  tun?  Nur  nicht  aufgeben,  irgendwie  wird  es  schon gehen!

 

Du sollst Deinen GOTT über alles lieben…

[ ZUM INHALTSVERZEICHNIS ]

 

340      Meine Mutter hat doch immer vom ersten GEBOT der LIEBE gesprochen. Endlich haben ihre Sprüche auch einen praktischen Wert für mich. Es waren also ihre dauernden Ermahnungen und Belehrungen doch nicht umsonst. Nun ist die Stunde gekommen, um mich als braves, gehorsames Töchterchen zu beweisen.

341      Meine Mama wird ihre Freude daran haben. Sehen wir einmal, ob ich mit diesem

Minimalwissen durchkomme, ohne dass mein restliches Unwissen zum Vorschein kommt.

342      Ich dachte, alles so unter einen Hut zu bekommen, wie ich es von meinem bisherigen Leben schon immer gewohnt war. Ich hatte immer die besten Ausreden und konnte mich überall „herauswurschteln“.

343      Ich habe mich immer so gerechtfertigt und auf die Weise verteidigt, dass einfach niemand bemerkt hat, was ich alles nicht weiß und nicht kann.   Und so stelle ich mir das auch jetzt vor und beginne einfach zu reden:

‚Das erste Gebot lautet: „Du sollst Deinen GOTT über alles lieben, und Deinen Nächsten wie Dich selbst!“ ’

344      Und schon höre ich die Antwort: „Sehr gut!“

Aber gleich darauf sagt diese nette Stimme: „Und DU? Hast Du Deine Nächsten geliebt?“

Ich  antworte gleich  drauf: „ Ja, ja, ich habe sie geliebt; ja, ich habe sie wirklich geliebt; ja, ja, ich habe sie geliebt!“

Und  von  der  anderen  Seite  vernehme  ich:  „NEIN!“  Ein  kurzes,  kristallklares, messerscharfes  NEIN!

345      Und  hören  Sie  mir  jetzt,  bitte,  gut  zu!  Als  ich  dieses  NEIN  hörte,  da  hat  es  mich getroffen wie ein Blitzschlag, da habe ich den Einschlag des Blitzes erst so richtig gespürt. Es war wie ein Schock, ich war wie gelähmt. Schreck lass nach.

346      Und  die  Stimme  sprach  weiter :  „ Nein, Du ha st Deinen HE RRGOTT nicht über 

a l le s  ge l i e bt !  Und  no c h  viel  weniger  ha s t  D u  Deinen  Nächsten  wie 

Dich selbst  geliebt!  D u  hast  D i r  selbst  Deinen  H E RRGOTT  geschnitzt ,  Du  hast Dir  D e i ne n  GOTT  z urechtgelegt ,  wie  es  D i r  gerade  gepasst  hat . 

D u  hast dem  HERRGOTT  nu r  i n  de n  Augenblicken  e i ne n  Platz  i n  D e i ne m  Lebe n  gegeben ,  wenn  Du  in  größter  Not  warst .  Er  war  sozusagen  Dein  NOTNAGEL !

D u  ha s t  D ic h  vo r  I H M  z u  B o de n  gewo rfe n ,  a l s  D u  no c h  a rm  wa r s t ,  a l s  D e i ne  Fa mi l i e  i n  ga n z  e i nfac he n  Ve rhä l tni s se n  le bte ,  u nd  D u  u nbed i ngt  e i ne gute B e ru f sa u sbi l du ng u nd Ste l lu ng i n de r G e se l l sc ha ft ha b e n wo l l te s t . Ja , d a ma l s   ha s t  D u  j ede n  Tag  ge b e te t  u nd  D u  ha s t  vi e l  Ze i t  d a mi t  ve rb rac ht .

Vi e le  Stu nde n  ha s t  D u  de n  H E R R N    a nge f le ht ,  I H N  a nge b e tte l t ,  u nd  bi s t vo r   I H M   a u f   de n   K ni e n   ge rut sc ht .   D u   ha s t   u na u f hö rl ic h   d a ru m   ge b e te t  u nd  d i e  B i tte  nac h  ob e n  ge sc hic k t ,  d a s s  E R  D ic h  a u s  D e i ne r  M i se re  b e f re i en  so lle,  dass  E R  Dir  eine  ehre nvolle  Beru fsausbildung  ermöglic hen  möge, u nd   d a s s   E R   D ic h   z u   e i ne r   i n   de r   G e se l l sc ha ft   a ne rka nnte n   Pe r sö nl ic h ke i t  we rde n  la s se .  We nn  D u  i n  N öte n  wa r s t ,  wo l l te s t  D u  e i nfac h  nu r  G e l d .

‚ Jetzt gleich einen Rosenkranz, HERR, aber bitte vergiss dann nicht, mir auch

gleich das Geld zukommen zu lassen!’

– So und so ähnlich waren doch viele Deiner Gebete!  Und das war die GOTTESBeziehung,  die  Du  hattest!  So  hast  Du  mit  Deinem  HERRGOTT  verkehrt,  und nach Deinen Vorstellungen hast Du IHM, einen Dir beliebigen Platz in Deinem Leben zugewiesen!“

347      Und es war wirklich so, ich habe den HERRGOTT so behandelt in meinem Leben. Es ist die traurige Wahrheit, die ich weder beschönigen noch verleugnen kann.

348      Ich  kann  dazu  nur  sagen,  für  mich  war  GOTT  eine  Art  „BANKOMAT“.   Ich  habe

„einen Rosenkranz“ eingeworfen, und es musste dann der Geldbetrag, die Geld-

scheine  herab bzw.  herauskommen.  Das  war  meine  Beziehung  zum  HERRGOTT.

349      Und es wurde mir gezeigt, und es wurde mir auch selbst ganz klar. Sobald es der HERR  zugelassen  hatte,  dass  ich  meine  gute  Berufsausbildung  abgeschlossen hatte; sobald ER es zugelassen hatte, dass ich in der „Gesellschaft einen NAMEN

hatte“, dass ich „WER“ war; sobald ER es erlaubte, dass ich zu GELD kam und mir vieles  leisten  konnte,  war  der  HERRGOTT  für  mich  auf  einmal  unwichtig    ER wurde zur NEBENSACHE in meinem Leben.

350      Ich begann mir viel auf mich selbst einzubilden – EINBILDUNG ist eine sehr gefährliche Strecke auf dem Weg des Lebens!

351      Mein  EGO  wuchs  ins  Gigantische!  Ich  war  nicht  einmal  zur  geringsten  Geste

der  Liebe,  schon  gar  nicht  der  Dankbarkeit  gegenüber  dem  HERRN  fähig!

Dankbar sein! Nie und nimmer! Warum denn auch! Ich hatte ja alles alleine geschafft!

352       Ich  hatte  mich  zu  „ JEMANDEN“  gemacht.  ICH  alleine  hatte  alles  erreicht,  von dem ich geträumt hatte. Ich war komplett blind, konnte mich nicht mehr an mein Flehen erinnern! Es war mir nicht möglich zu sagen: „HERR, danke für diesen weiteren Tag, den DU mir schenkst! Ich danke DIR für meine Gesundheit! Ich danke  DIR  für  das  Leben  und  die  Gesundheit  meiner  Kinder;  ich  danke  DIR,  dass wir ein Dach über dem Kopf haben; hilf ’ doch auch den armen Menschen, die obdachlos sind, und nicht wissen, wovon sie sich heute ernähren werden! Gib ihnen doch wenigstens etwas zu essen; lass sie nicht allein; steh ihnen bei!“

353      NICHTS von all dem konnte ich sagen. Ich war nicht fähig dazu. Ich dachte auch nicht  daran.  Ich  war  ganz  in  mein  ICH  eingetaucht.  Und  ICH  war  MIR  selbst  genug.

354      Und so war ich das undankbarste Wesen, das man sich vorstellen kann. Und noch dazu, dass ich zu keiner Dankbarkeit fähig war, verschmähte ich den HERRGOTT sogar und gab IHN der Lächerlichkeit preis.

 

Esoterik Reinkarnation

[ ZUM INHALTSVERZEICHNIS ]

 

355      Viel  mehr  als  an  den  HERRGOTT  glaubte  ich  an  Merkur,  Venus  und  die  anderen

Gestirne. Glücksbringer waren mir wichtiger als der HERR.

356      Ich war geblendet von der Astrologie und der Sterndeuterei und erzählte überall herum,  wie  die  Sterne  mein  Leben  beeinflusst  und  positiv  gestaltet  hätten.  Die Astrologie ist einer dieser kleinen Risse in unserem Seelenleben, denen wir keine Bedeutung zumessen. Und wenn wir dann merken, wie sehr wir in diese  Trick s, die  ihren  Ursprung  auch  im  Dämonischen   haben,  verstrickt  sind,  dann  ist  es meist schon zu spät, um davon noch loszukommen.

357      Ich habe dann angefangen, jeder Mode-Strömung des Zeitgeistes nachzulaufen.

Alle  Lehren   auch  wenn  sie  aus  noch  so  kranken  Gehirnen  entsprungen  waren

 waren  für  mich  interessanter  als  die  Froh-Botschaft  des  HERRN.  Es  war  alles mehr „IN“ als die Heiligen Schriften und die Jahrhunderte alte Lehre der Katholischen Kirche.

358      Ich begann deshalb auch daran zu glauben, dass man einfach stirbt und dann von neuem wieder beginnt, ein anderes Leben zu haben. Die Wiedergeburt, die Re -

Inkarnation  war  mir  eine  willkommene  Lehre,   um  mein  glauben und  seelenloses Leben auszufüllen. Dankbarkeit gegenüber meinem SCHÖPFER war mir fremd. Ich habe einfach gar nie daran gedacht.

359      GNADE war et was, das ich aus meinem Wortschatz gestrichen hatte – es wurde

ein FREMDWORT für mich, dessen Bedeutung ich komplett vergessen hatte und für meine Lebenseinstellung auch nicht mehr brauchte und keine praktische Bedeutung hatte.

360      Schon  gar  nicht  war  ich  mir  bewusst,  dass  der  HERR  auch  für  mich  einen  hohen

Preis gezahlt hatte, dass auch ich um den Preis SEINES Kostbaren Blutes von IHM

losgekauft wurde.

361      All dies wurde mir bei dieser Prüfung der ZEHN GEBOTE durch die Worte und Fragen dieser himmlischen Stimme bewusst. Ich sah das Alles nun ganz glasklar. Die Blindheit war wie weggewischt. Sie prüften mich und wollten wissen, was ich  von  den  ZEHN  GEBOTEN  weiß.  Und  sie  hielten  mir  vor,  dass  ich  vorgegeben hatte,  dass  ich  mir  eingebildet  hatte,  dass  ich  den  HERRGOTT  verehrte;  dass  ich den HERRN liebte.

362      Sie  schlugen  mich  mit  meinen  eigenen  Worten.  Und  was  sollte  das  nun  bedeuten… sollte ich einfach zum Teufel, in die Hölle abkommandiert werden?

363      Als  einmal  eine  nette  Frau  zu  mir  in  die  Ordination  kam,  um  meine  Räume  mit ihrer Kräutermischung auszuräuchern, ihren Glücks-Essenzen zu besprengen und eine Zeremonie des Unglück-Vertreibens zu veranstalten, habe ich zu ihr gesagt:

„ Ich glaube an solchen Humbug nicht. Aber machen sie es nur, man kann ja nie wissen. Wenn es nicht schadet, kann es nur noch für etwas gut sein!“

364      Und  so  vernebelte  sie  die  Räume  mit  dem  Rauch  von  schwelenden  Kräutern,

murmelte ihre Zaubersprüche und versprengte ihre Wässerchen, um damit dem

Glück  und  dem  Wohlbefinden  in  meinen  Räumen  zum  Durchbruch  zu  verhelfen.

365      So ließ ich es zu, dass selbst diese primitive Zauberei, und dieser meiner Wissenschaftlichkeit widersprechende Aberglaube in meinem Leben schon mehr Bedeutung und Einfluss hatte, als der HERR und SEINE FROHBOTSCHAFT.

366      Ich  hatte  in  meinen  Ordinationsräumen,   in  einer  Ecke,  wo  es  niemand  sehen konnte,  und  meine  Patienten  es  auch  nicht  bemerken  konnten    ein  fleischiges Blatt der „Aloe Vera – Pflanze“ (im Spanischen: „ Penca de sáliba“)  versteckt, von der mir erzählt  wurde,  dass  damit  die  schlechten  Energien  aus  den  Räumen  vertrieben werden.

367      Gebt Ihr Euch nun Rechenschaft, auf welchen Ab- und Irrwegen ich mich befand!

Habt Ihr das Alles mitbekommen, welche LEERE  statt der Wahren LEHRE   mein Leben  ausfüllte.  Es  ist  eine  Schande  und  ich  schäme  mich  bis  heute  dafür.  Aber leider war dies tatsächlich mein damaliges Leben!

368      Und  so  fuhren  sie  fort,  mein  Leben  auf  Basis  der  10  Gebote  GOTTES   zu  analysieren. Dabei zeigten sie auch ganz genau auf, wie ich mich gegenüber meinem

Nächsten benommen hatte.

369      Wie oft habe ich doch dem HERRN zugerufen, dass ich IHN liebe und gern habe, bevor ich mich von IHM, Meinem HERRGOTT, abgewendet habe. Bevor ich begonnen habe, auf den Irrwegen des Atheismus herumzuirren und falschen Lehren zu folgen,  habe  ich  oft  zum  HERRN  gesagt:  „ Mein HERR und mein GOTT, ich liebe DICH!“

 

Ich und mein Nächster

[ ZUM INHALTSVERZEICHNIS ]

 

370      Aber mit derselben Zunge, mit der ich den HERRN so gelobt und gepriesen habe, mit dieser gleichen Zunge und demselben Mund habe ich der ganzen Menschheit Prügel vor die Füße geworfen, und sie verteufelt.

371      Alles und jeden habe ich nur kritisiert. Nichts hat mir gepasst. Auf die ganze Welt habe ich mit meinem Finger gezeigt und Schuld zugewiesen. Nur auf mich habe ich nicht gezeigt, ich war ausgenommen aus meinen Beschuldigungen! Ich war ja die „heilige Gloria“, die „Gute“, die „Liebe“ und die „Schöne“.

372      Und  wie  ich  mich  dabei  noch  aufplusterte,  wenn  ich  sagte,  dass  ich  GOTT  liebe;

und dabei war ich neidisch, unausstehlich und in keinster Weise dankbar!

373      In keinem Moment habe ich meinen Eltern und meiner Familie eine Anerkennung oder  Dankbarkeit  bekundet,  für  all  die  Mühen,  die  Opfer  und  die  Liebe,  die  sie alle dafür aufgebracht hatten, um mir eine gute Berufsausbildung zukommen zu lassen, um mich gesellschaftlich aufsteigen zu sehen, um mich zu fördern.

374      Aber  dazu  kommt  noch,  dass  ich,  sobald  meine  Ausbildung  abgeschlossen  war, sobald ich meine Karriereleiter erklommen hatte, da waren meine Eltern und meine Familie nicht mehr wichtig für mich.

375      Sogar  sie,  die  mich  mit  allen  ihren  möglichen  Mitteln  immer  unterstützt  hatten, wurden für mich zu einer nicht erwähnenswerten Nebensache.

376      Ja, es kam sogar so weit, dass ich mich meiner Mutter schämte. Ich schämte mich ihrer, weil sie aus so einfachen Verhältnissen war und unter so ärmlichen Umständen ihr Leben fristete.

 

Ich und meine Familie

[ ZUM INHALTSVERZEICHNIS ]

 

377      Und nach diesen Resultaten über meinen egoistischen Lebens-Stil zeigten sie mir bei dieser Prüfung nach den 10 Geboten GOTTES noch, wie ich auch als Ehefrau versagte und mich total daneben benommen hatte. Weit entfernt von den Erwartungen, die GOTT einem christlichen Ehepartner  zutraut.

378      Was war ich für eine EHEFRAU? Wie war ich? Den ganzen Tag habe ich nur gemeckert,  schon  ab  dem  Moment,  als  ich  mich  vom  Bett  erhoben  habe.  Mein  lieber Mann begrüßte mich freundlich mit den Worten: „Guten Morgen!“

379      Und was sagte ich drauf: „Wie soll das ein guter Morgen sein? Schau doch beim

Fenster hinaus! Es regnet ja schon wieder!“

380      Ich wusste einfach immer etwas auszusetzen und zu kritisieren, war schlecht gelaunt. Niemand konnte mir etwas recht machen. Überall fand ich einen Haken an der Sache und begann mich sofort darüber aufzuregen.

381      Nicht nur gegenüber meinem Mann, auch meinen Kindern gegenüber verhielt ich mich in derselben unerträglichen und auch ungerechten Art und Weise.

382      In  dieser  jenseitigen  Prüfung  zeigten  sie  mir  auch,  dass  ich  nie,  niemals  ein  auf-

richtiges  Gefühl  der  LIEBE  oder  des  echten  Mitleids  gegenüber  meinen  Mitmenschen, gegenüber meinen Brüdern und Schwestern von außerhalb der Familie hatte. Und der HERR sagte zu mir: „Du hast einfach nie an sie gedacht!“ Und ich sah die unzähligen Kranken und Einsamen, und begann zu jammern: „O HERR, wie  arm sind sie doch, wie verlassen, diese kranken Menschen. Niemand kümmert sich um sie! Gewähre mir doch die Gnade, zu ihnen zu gehen und sie zu besuchen, sie zu trösten und ihnen ihre Einsamkeit zu vertreiben, indem ich bei ihnen bleibe. Auch diese vielen Kinder, die keine Mutter mehr haben, die oft so kleinen  Waisenkinder, o HERR, welche Leiden haben sie schon in ganz jungen Jahren zu erdulden.“

383      Und je mehr ich sah und je weiter diese Prüfung fortschritt, desto deutlicher sah ich mein „versteinertes Herz“ vor mir. Dieses versteinerte Herz war für mich wie ein Monster, das ich jetzt auf einmal in meiner früheren Wesensart entdecken musste.

384      Und alles war so klar und so eindeutig, dass ich mich in keiner Weise – wie sonst immer gewohnt – aus der Affäre ziehen konnte.  Auf den Punkt gebracht, und kurz

und bündig gesagt und zusammengefasst:

385      In dieser Prüfung auf der Grundlage der ZEHN GEBOTE GOTTES bin ich mit Bomben und Granaten durchgefallen. Auf der Basis meines vergangenen Lebens hatte ich keine Chance zu bestehen.

386      Es war einfach unfassbar schrecklich! Ich hatte in meinem vergangenen Leben in einem riesigen Chaos gelebt. Es gab keine Ordnung mehr, wie sie in der Schöpfung vorgegeben ist. Was nützte es mir, dass ich niemanden ermordet und keinen

Menschen getötet hatte? Ich werde Euch noch ein Beispiel erzählen:

387      Ich habe sehr oft vielen bedürftigen Personen Waren, Lebensmittel, Kleider und

vieles andere geschenkt. Aber ich habe es ihnen nie in selbstloser Liebe gegeben, sondern meist, um mir Geltung zu verschaffen, um zu zeigen, wie gut ich bin, um bei ihnen Eindruck zu schinden, und um in unserer Schickimicki-Gesellschaft  ein gutes Bild von mir aufzubauen.

388      Weil ich nämlich sehr reich war, wollte ich denn Leuten zeigen wie gütig und großherzig ich war. Sie sollten sich über meine Großzügigkeit das Maul zerreißen und mich  auch  deshalb  beneiden  und  bewundern.  Und  weil  ich  eben  so  reich  war, wollte ich mit meinen Geschenken und meiner Großherzigkeit, die Not und Armut der Leute manipulieren und sie auch noch mir zunutze machen.

389      Und  so  sagte  ich  zum  Beispiel:  „ Schau, da gebe ich Dir dies und jenes (je  nach dem, was mir gerade unter die Hände kam oder ich einfach übrig hatte), aber ich bitte  Dich  dafür,  sei  doch  so  nett  und  gehe  statt  mir  zum  Elternabend  in  die Schule meiner Kinder und vertrete mich dort, denn ich habe leider keine Zeit, um zu diesen Versammlungen in der Schule zu gehen, wo ja immer die persönliche Anwesenheit kontrolliert wird.“

390      Und auf diese Art und Weise verteilte ich zwar in der ganzen Umgebung eine Unzahl von Sachen, aber jede Gabe war mit irgendwelchen Bedingungen oder Forderungen meinerseits verknüpft.

391      Ich hatte die Leute so an meinem Gängelband. Ich manipulierte sie, und sie waren von mir abhängig. Und obendrein gefiel es mir außerordentlich, wenn ich merkte, dass eine Meute von Leuten hinter mir her lief, und hinter meinem Rücken weiter erzählten, wie großherzig, gütig und  heilig ich eben wäre.

392      Ich baute mir so in der Gesellschaft  ein eindrucksvolles Bild von mir auf. Niemand

wusste, dass es ein trügerisches Bild war, ein „Trugbild“, das nicht der Wirklichkeit

entsprach.

393      Und  nun   war  es  offensichtlich.  Bei  dieser  meiner  Prüfung  kam  alles  heraus.  Sie

sagten zu mir: „Der einzige GOTT, den Du verehrt hast, war das Geld. Durch diesen Götzen der Moneten hast Du Dich selbst verdammt!! Wegen diesem Deinem GOTT des Geldes und des Goldes bist Du in den Abgrund gestürzt. Und so hast Du Dich selbst immer weiter vom HERRGOTT entfernt.“

394      Es  stimmte,  eine  Zeit  lang  hatten  wir  sehr  viel  Geld,  aber  dann  waren  wir  bankrott. Die Schulden wuchsen uns über den Kopf, wir hatten unwahrscheinlich viele Schulden. Und das Geld ist uns ganz ausgegangen, wir hatten nichts mehr …

395      Und als sie mir eben dies alles mit dem Geld vorhielten, schrie ich einfach: „Aber von welchem Geld redet ihr denn da daher; ich habe doch dort auf der Erde einen ganzen Rattenschwanz von Problemen und Schulden hinterlassen“… und mehr konnte ich nicht mehr sagen…

 

Du sollst den Namen Gottes nicht verunehren

[ ZUM INHALTSVERZEICHNIS ]

 

396      Als sie mir dann im zweiten Gebot Vorhaltungen machten, sah ich glasklar, wie ich noch  als  Kind  in  bedauernswerter  Art  und  Weise  lernte,  dass  die  Lügen  ein  aus-

gezeichnetes  Mittel  waren,  um  den  Strafen  meiner  Mutter  zu  entgehen,  welche manchmal auch sehr streng und hart ausfallen konnten.

397      Und so begann ich meinen Weg in der Gesellschaft des Vaters aller Lügen, des Satans, zu gehen. Er, der Teufel, wurde so mein Weggefährte. Ich wurde eine große Lügnerin. Und ich  steigerte mich in dieser „Kunst des Lügens“. Ich wurde immer perfekter. Und in dem Ausmaß, wie meine Sünden immer größer und unappetitlicher wurden, steigerten sich auch meine Lügen und wurden immer größer und unverschämter.

398      Ich  wollte  mir  anscheinend  selbst  beweisen,  zu  welcher  Meisterschaft  ich  es  in dieser Disziplin des Lügens bringen konnte. Die Lügen wurden immer gewaltiger und wuchsen mir über den Kopf hinaus – in gleicher Weise wie die Schulden.

399      Den Gipfel der Sünde des Lügens erreichte ich, als es auch um das Heilige, um das Allerheiligste und um den HERRN selbst ging.

400      Ich  hatte  bemerkt,  dass  meine  Mama  eine  große  Ehrfurcht  vor  dem  HERRGOTT hatte. Und für Sie war der Name des HERRN etwas Verehrungswürdiges und sehr Heiliges.  Das  ließ  ich  mir  durch  den  Kopf  gehen  und  dachte,  das  ist  ja  die  beste Waffe für mich. So habe ich sie (meine Mutter)  ganz in meiner Hand.

401      Und ich begann bei jeder Kleinigkeit und um jede meiner Lügen zu untermauern,

bei GOTT zu schwören.

402      Ich  nahm  den  Namen  GOTTES  einfach  leichtfertig  und  grundlos  in  den  Mund.

Ich sagte zu meiner Mama zum Beispiel: „Mami, bei unserem lieben CHRISTUS schwöre ich Dir…“;  oder „Mama, beim Namen GOTT Vaters schwöre ich Dir, versichere  ich  Dir  etc.  etc…“,  und  so  entging  ich  mit  den  dabei  glaubhaft  gemachten Lügen  den wohl verdienten Strafen  meiner Mutter.

403      Können  Sie  sich  das  vorstellen,  dass  ich  für  meine  Lügereien,  für  meine  kleinen

Schweinereien,  für  diesen  Dreckhaufen,  in  dem  ich  mich  so  oft  sauwohl  fühlte,

den  Allerheiligsten  NAMEN  GOTTES  missbrauchte,  und  IHN  dadurch  auch  in den Dreck zog, weil ich eben auch selbst bis zum Hals in diesem Sündenpfuhl und

in diesem menschlichen Abschaum steckte.

404      Und  schauen  Sie  nun,  meine  lieben  Schwestern  und  Brüder  im  HERRN,  ich  habe durch mein Schicksal und diese Todeserfahrung, über die ich hier gerade berichte, auch gelernt und am eigenen Leib erfahren, dass die Worte und Sätze, die unseren Mund  verlassen,  und  die  wir  oft  so  leichtsinnig  und  unüberlegt  von  uns  geben, nicht einfach vom Winde verweht werden und sich sozusagen auflösen.

405      Nein, ausgesprochene Worte lösen sich nicht in Luft auf, sondern oft behalten sie die  Wirklichkeit  des  Moments  bei,  in  welchem  sie  ausgesprochen  worden;  eine lebendige Wirklichkeit, die uns viel später einholt, und wie ein „BUMERANG“ auf einmal  wieder  zu  uns  zurück  kommt,  vielleicht  sogar  noch  besser  ausgedrückt, auf uns zurückfällt.

406      Vielleicht läuft es Ihnen nun kalt über den Rücken, wenn ich Ihnen folgendes berichte. Nicht nur einmal, sondern sehr oft, wenn meine Mutter recht stur war und mir  einfach  nicht  glauben  wollte,  sagte  ich  kurzer  Hand  zu  ihr:  „Mama,  es  soll mich ein Blitz erschlagen, wenn dies eine Lüge von mir ist. Ich sage Dir nur die reine Wahrheit!“

407      Und  diese  oftmaligen  Sprüche  von  mir  gerieten  in  Vergessenheit  und  niemand

dachte mehr an sie.

408      Aber nun schaut her, ich stehe nur aus reiner Barmherzigkeit GOTTES vor Ihnen, denn in Wirklichkeit hat mich der Blitz erschlagen, er ist praktisch durch mich hindurch gegangen, hat mich praktisch in zwei Teile gespalten und mich vollkommen verbrannt.

409      So zeigten sie mir also im Jenseits, wie ich, die ich mich großartig als katholisch ausgab, nie Wort gehalten hatte, immer nur wortbrüchig gewesen war und immer nur den Heiligsten Namen Unseres HERRN und GOTTES missbräuchlich meinen Unehrlichkeiten vorangestellt habe.

410      Ich war beeindruckt, wie der HERR all diese grauenhaften und entsetzlichen Vorfälle  ertragen  hat,  und  wie  gleichzeitig  alle   Geschöpfe  sich  vor  IHM  im  Zeichen einer eindrucksvollen Anbetung und Verehrung auf den Boden warfen.

411      Ich sah die Seligste Jungfrau Maria, die Muttergottes, zu Füßen des HERRN in großer Verehrung und Anbetung. Sie betete für mich und flehte IHN an. Und ich, große  und  niederträchtige  Sünderin,  war  von  meinem  Sumpfloch  aus  mit  dem HERRN auf Du und Du.

412      Ich, die ich doch angeblich so gut war und einen so guten Leumund hatte, den ich mir ja durch meine Manipulationen erkauft hatte.

413      Und so sah ich mich, wie ich so oft gegen den HERRN revoltiert hatte, wie ich auf

IHN wütend gewesen war, auf IHN geschimpft und IHN auch verflucht hatte.

414      Es  war  für  mich  nicht  nur  beschämend,  sondern  unerträglich  und  schmerzhaft, mir  dieser  Vergangenheit  bewusst  zu  werden  und  einen  klaren  Blick  darauf  zu haben.

 

Du sollst den Tag des HERRN heiligen

[ ZUM INHALTSVERZEICHNIS ]

 

415      Als    bei  meiner  Prüfung  nach  den  10  Geboten   das  Gebot  der  Heiligung  des

TAGES des HERRN und der Festtage  dran kommt, war es ein grauenhafter Augenblick.

416      Es überkam mich ein kaum zu ertragender Schmerz. Die Stimme sagte mir ganz klar und trocken, dass ich täglich bis zu vier und auch fünf Stunden mit meinem Körper beschäftigt war, mit meinem Äußeren, mit meiner vermeintlichen Schönheit. Dabei   hatte ich täglich nicht einmal 10 (zehn) Minuten dazu aufgewendet, um dem HERRN meine tiefe Zuneigung und meine Dankbarkeit zu bezeugen, oder ein Gebet zu IHM zu sprechen.

417      Ja, oft war es sogar so, dass ich, wenn ich IHM einen Rosenkranz versprochen hatte, diesen meist in Eile und unter Stress herunter leierte. Dabei kam es auch vor, dass ich sagte:   „Das geht sich ja wieder gut aus. Ich kann in den Werbe-Pausen meiner Lieblings-Fernseh-Serie sicherlich gut den Rosenkranz fertig beten.“

418      Und so zeigten sie mir im Jenseits, wie undankbar ich gegenüber meinem HERRGOTT immer war. Nie kam mir in den Sinn, mich bei IHM, meinem Schöpfer und ERLÖSER, zu bedanken.

419      Und sie haben mir auch klar vor Augen gestellt, was ich alles an Ausreden her vorbrachte, wenn es darum ging, dass ich aus reiner Faulheit die Heilige Messe nicht besuchen wollte.

„ Aber Mama, wenn doch GOTT überall  und allgegenwärtig ist, warum soll ich dann unbedingt dort hingehen und IHN in der Kirche aufsuchen.“

420      Klar, für mich war es sehr einfach  und bequem, solche Sprüche von mir zu geben und so zu reden. Und die Stimme wiederholte erneut den Vorwurf, dass ich den HERRGOTT  jeden  Tag  24  Stunden  lang  auf  mich  warten  ließ,  und  ich  verlor  die ganze Zeit lang keinen Gedanken an IHN.

421      Ich betete nicht zu IHM und besuchte IHN nicht einmal am Sonntag, um IHM zu danken, wenigstens am Tag des HERRN meiner Dankbarkeit Ausdruck zu verleihen und IHM meine Liebe zu IHM zu zeigen. Das war einfach zuviel für mich. Ich war zu stolz und aufgeblasen dazu.

422      Aber das Schlimmste an diesem, meinem Fall war, dass dieser Kirchenbesuch wie

ein „Restaurant für meine Seele“ war. Ohne in die Kirche zu gehen verkümmerte,

besser gesagt verhungerte meine Seele, weil sie eben keine Nahrung bekam.

423      Ich  widmete  mich  ab er  nur  meinem  Körper,  um  diesen  vergänglichen  Leib zu  pflegen  und  zu  hegen,  hatte  ich  alle  Zeit  der  Welt.  Ich  wurde  zur  Sklavin

meines  Körpers .  Und  dabei  üb ersah  ich  gänzlich  ein  kleines,  ab er  wesentliches Detail.

424      Ich hatte auch eine Seele, um die ich mich einfach gar nicht kümmerte. Meine Seele war „Vollwaise“. Nie habe ich sie mit dem WORT GOTTES genährt. Denn auch dafür hatte ich einen lockeren Spruch in meinem Repertoire, indem ich hinausposaunte, dass derjenige, der die Bibel regelmäßig liest, über kurz oder lang dem Wahnsinn verfallen würde.

425      Und  mit  den  Sakramenten  hatte  ich  nichts  am  Hut.  Wie  könnte  ich  nur  einem

dieser „alten,  verkalkten Kerle“,  die  selbst schlechter und  sündiger waren  als  ich selbst,  meine Sünden bekennen.

426      Denn  es  kam  mir  und  meinen  Schweinereien  sehr  gelegen,  nicht  zur  Beichte  zu gehen. Der große Lügner und Durcheinander-Bringer (dies ist ja die wortwörtliche Bedeutung von „Diabolos“), der Teufel eben, hat mich von der Beichte und den Sakramenten ferngehalten. Und so brachte Satan es auch zustande, meine Heilung und die Reinigung meiner Seele zu verhindern. Es ist nämlich so, dass der Dämon jedes Mal, wenn ich eine Sünde begangen hatte, auf die weiße Weste meiner Seele seinen Stempel aufdrückte, ein schwarzes Mal seines Reiches der Finsternis.

427      Meine Sünden waren also nicht ohne Folgen. Sie waren nicht kostenlos und gratis.

Sondern sie hatten schwere Konsequenzen für die Gesundheit meiner Seele.

428      Niemals – außer bei meiner Erstkommunion – hatte ich eine gute Beichte abgelegt. Und ab damals ging ich nie mehr zur Beichte. Und nicht selten traf ich auch auf einen der Zeit angepassten Priester, der mir sogar in meiner Einstellung zur Ohrenbeichte recht gab,

– und dieses Sakrament als nicht mehr unserer modernen Zeit entsprechend und dem modernen Menschen nicht mehr zumutbar  bezeichnete. Und so kam es auch, dass ich jedes Mal, wenn ich zur Heiligen Kommunion ging, den HERRN JESUS CHRISTUS im Allerheiligsten Sakrament des Altares unwürdig empfangen habe.

429      Und  meine  Blasphemie  (Gotteslästerung)  ging  sogar  so  weit,  dass  ich  stolz  und alles wissend überall verkündete:

„Was soll da das Allerheiligste sein? Wie soll denn das gehen, dass der Allmächtige Lebendige GOTT selbst in einem Stückchen Brot, in der Hostie  gegenwärtig ist. Diese Priester sollten doch lieber der Hostie etwas Karamellsauce hinzufügen,

damit sie wenigstens gut und nicht so fad schmeckt.“

430      So  weit  war  nun  mein  Leben  aus  dem  Ruder  gelaufen,  und  dermaßen  hatte  ich die  Schöpfungsordnung  verlassen,  dass  ich  fähig  war,  solche  Gotteslästerungen hinauszuposaunen.  Und  so  erreichte  ich  den  tiefsten  Punkt,  den  Abbau  und  die Zerstörung meiner Beziehung zu GOTT, zu meinem Schöpfer.

431      Nie habe ich meiner Seele etwas wahrhaft Aufbauendes, eine Nahrung zukommen lassen.

432      Und heute hat jede Mutter und jeder Vater dieselbe Verantwortung, wenn er bzw. sie oder beide ihr Kind nicht taufen lassen. Das Sakrament der Taufe ist die „Muttermilch für die Seele“. Oft wird heutzutage gesagt:

„ Ja, das Kind soll selbst entscheiden, wenn es einmal erwachsen ist, ob es getauft werden will oder nicht.“

433      Ein  Baby  nicht  zu  taufen,  ist  dasselbe,  wie  wenn  ich  ihm  keine  Nahrung  für  den

Körper geben würde mit dem Argument:

„ Ja, es soll später selbst einmal entscheiden, was es essen und trinken will!“

434      Es ist unsere Verantwortung vor dem HERRGOTT, der Seele des Kindes die richtige Nahrung  zu  geben.  Und  ohne  Sakramente  sind  wir  selbst  eben  auch  ohne  Nahrung für unsere Seele. Und so verhungert die Seele dann einfach.

 

Das  Sakrament der Priesterweihe

[ ZUM INHALTSVERZEICHNIS ]

 

435      Und  um  dem  Ganzen  noch  die  Krone  aufzusetzen,  tat  ich  nichts  anderes  als  die Priester  zu  kritisieren  und  schlecht  zu  machen.  Ihr  hättet  erleben  sollen,  wie schwer mir gerade dieser Punkt auf den Kopf gefallen ist, bei meiner Prüfung im Jenseits.

436      Diese Sünde hat mir der HERR sehr schwer angerechnet. In meiner Familie war es immer schon der Brauch, sich über die Priester das Maul zu zerreißen. Seit ich mich erinnern kann, also seit ich ganz klein war, wurde bei uns zuhause schlecht über die Priester geredet.

437      Angefangen bei meinem Papa sagten einfach alle, dass diese Typen Weiberhelden, hinter  jedem  Kittel  her  und  alle  zusammen  mit  mehr  Geld  und  Reichtum  als  wir einfachen Leute gesegnet wären .

438      Und  all  diese  Verleumdungen  wiederholten  wir  Kinder  von  klein  auf.  Und  dazu sagte  nun  der  HERR  mit  trauriger,  aber  strenger  Stimme  zu  mir:  „Was  hast  Du denn geglaubt, wer Du bist, um so zu tun, wie wenn Du der HERRGOTT wärst, und ein Urteil über meine Gesalbten abgibst, und sie dabei noch verleumdest und beschimpfst?“

439      Und ER fuhr fort: „ Sie sind Menschen aus Fleisch und Blut. Und was die Heiligkeit eines  Priesters  betrifft,  so  wird  diese  vor  allem  auch  durch  die  Gemeinschaft der  Gläubigen,  durch  die  Menschen  der  Pfarre  genährt.  Die  Gemeinschaft trägt  den  GOTTGEWEIHTEN  durch  ihre  Gebete,  durch  die  Wertschätzung  und Hochachtung,  die  sie  ihm  entgegen  bringt,  durch  die  Unterstützung,  die  die Menschen  ihm  geben.  Und  wenn  ein  Priester  der  Sünde  verfällt,  dann  solltet ihr nicht so sehr ihn um den Grund fragen und beschuldigen, sondern vielmehr die Schuld bei der Gemeinschaft suchen, die ihm Hochachtung, Wertschätzung, Unterstützung und Gebet verweigert oder nicht in ausreichendem Maße zugestanden hat.“

440      Und der HERR zeigte mir dann, wie sich jedes Mal, wenn ich einen Priester kritisiert und schlecht gemacht hatte, die Dämonen auf mich stürzten und wie sich die Teufel an mich schmiegten.

441      Und  darüber  hinaus  sah  ich,  welch  großes  Übel  ich  angerichtet  hatte,  wenn  ich einen  GOTTGEWEIHTEN  als  homosexuell  hinstellte  und  brandmarkte,  und  diese Neuigkeit wie ein Lauffeuer durch die ganze Gemeinschaft der Gläubigen ging. Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, welchen großen, immensen Schaden ich dadurch angerichtet hatte.

442      Wissen Sie, meine Brüder und Schwestern im HERRN, wenn ein Priester fällt, dann ist die Gemeinschaft vor GOTT für ihn verantwortlich. Die Gemeinschaft ist  vor  GOTT  verantwortlich  für  die  Heiligkeit  ihrer  Priester.  Der  Teufel  hasst  die Katholiken, aber die Priester noch viel mehr. Er hasst unsere Kirche, denn solange es einen Priester gibt, werden die Wandlungsworte gesprochen.

443      Und  wir  alle  müssen  wissen,  dass  die  Hände  eines  Priesters  GOTT  berühren,

auch wenn er nur ein Mensch ist, so hat er die Vollmacht, GOTT vom Himmel her-

ab zu rufen, durch sein Wort vollzieht sich in einem Stück gewöhnlichem Brot die

Transsubstantiation,  die  Wandlung  des  Brotes  und  Weines  in  den  LEIB  und das  BLUT  des  HERRN.  Der  Priester  ist  der  Gesalbte  des  HERRN,  anerkannt  von GOTT VATER.

444      Wissen Sie, wenn der Priester die HOSTIE hebt, fühlt man die Gegenwart des HERRN und alle fallen auf die Knie, selbst die Dämonen! Und ich, wenn ich zur Heiligen  Messe  ging,  hatte  nicht  ein  Minimum  an  Respekt  und  Ehrfurcht  und schenkte  dem  keinerlei  Aufmerksamkeit,  kaute  meinen  Kaugummi,  manchmal schlief  ich  ein,  schaute  herum,  dachte  an  alles  mögliche    an  banale  Dinge,  nur nicht an dieses großartige Geschehen der Heiligen Eucharistie, wo jedes Mal der Himmel die Erde berührt.

445      Danach hatte ich noch die Unverschämtheit mich zu beschweren, voller Hochmut, wenn GOTT mich nicht erhörte, wenn ich IHN um etwas bat.

446      Es  war  sehr  beeindruckend,  zu  sehen,  wie  alle  Kreaturen  sich  anbetend  niederwerfen,  wenn  der  HERR  vorübergeht.  Ich  sehe  auch  die  Heilige  Jungfrau  in  aller Demut und in Anbetung vor dem HERRN, mit ihrer Stirn bis zum Boden geneigt zu Füßen des HERRN, für mich betend bringt sie auch alle Gebete zu ihm, die für mich zum Himmel geschickt worden waren.

447      Und ich Sünderin, in meiner Unempfindlichkeit und mit meinem erkalteten und verhärteten Herzen, immun gegen alles Gute, behandelte den HERRN so La-la: DU hier, und ich dort. Und dann behauptete ich noch, dass ich gut und fast heilig sei. Eine gute Ruine, ja das war ich, sonst nichts – ein religiöses Luftschloss, gebaut auf Sand und Sumpf! Den HERRN verschmähend und schmähend – den HERRN, DER immer nur in LIEBE   hinter mir her und voller Sorge um mich war! Stellen Sie sich eine solche Sünderin vor! Da doch selbst die Dämonen sich in aller DEMUT vor dem HERRN auf den Boden hinwerfen müssen, wenn der HERR vorübergeht.

 

Die  Sterbestunde – unsere „letzte Stunde“

[ ZUM INHALTSVERZEICHNIS ]

 

447      Diese  gesalbten  Hände  eines  Priesters,  wie  sehr  hasst  sie  der  Dämon.  Er  hasst diese vom Himmel bevollmächtigten Hände intensiv und abgrundtief. Der Teufel verabscheut uns Katholiken deswegen so sehr, weil wir die Eucharistie haben, weil  die  Eucharistie  ein  offenes  Tor  zum  Himmel  ist,  und  sie  ist  das  einzige Tor. “ Wer Mein Fleisch isst und Mein Blut trinkt, der hat das ewige Leben!” Ohne die Eucharistie, das heißt den Heiligen LEIB und das Kostbare BLUT des HERRN empfangen zu haben, kann niemand in die Seligkeit eingehen.

448      Der HERR geht zu jedem Menschen, der im Sterben liegt, egal, welchen Glauben

er hatte oder nicht hatte, zu jedem einzelnen kommt der HERR in seiner letzten

Stunde und offenbart Sich ihm und sagt ihm voll Liebe und Barmherzigkeit:

„ICH bin DEIN HERR!“

449      Wenn  dieser  Mensch  seinen  HERRN  annimmt  und  um  Vergebung  seiner  Schuld bittet, geschieht etwas Unerhörtes, das etwas schwierig ist, zu erklären: der HERR nimmt diese Seele augenblicklich mit Sich an einen Ort, wo eine Heilige Messe gefeiert wird und dieser Mensch empfängt das VIATICUM, die Wegzehrung.

450      Es  ist  eine  mystische  Kommunion.  Denn  nur,  wer  den  Leib  und  das  Blut  des Herrn  empfängt,  kann  in  den  Himmel  eingehen.  Es  ist  dies  eine  geheimnisvolle Gnade, die GOTT unserer Kirche gab, und so viele Menschen gibt es, die nur schimpfen über die Kirche. Aber nur durch die Katholische Kirche erhalten wir das Heil.

451      Diese  Sterbenden  können  nun  das  Heil  empfangen,  sie  kommen  wohl  ins  Fegefeuer, aber sie sind gerettet. Im Fegefeuerfahren sie fort aus der Gnade der Eucharistie  zu  schöpfen.  Deswegen  hasst  der  Teufel  die  Priester  so  sehr.  Denn solange es noch einen Priester gibt, wird Brot und Wein verwandelt.

452      Deswegen  ist  es  unsere  Pflicht,  sehr  viel  für  die  Priester  zu  beten,  denn  der

Dämon bekämpft sie ununterbrochen. Der HERR hat mir das alles gezeigt.

453      Nur  durch  den  Priester  können  wir  auch  zum  Beispiel  das  gnadenreiche  Sakrament der Buße empfangen. Nur durch den Priester empfangen wir die Vergebung für unsere Schuld.

454      Wissen Sie was der Beichtstuhl ist? Er ist ein Reinigungsbecken, er ist ein Bad für die Seele. Kein Bad mit Wasser und Seife, sondern mit dem BLUT CHRISTI:

455      Wenn eines Menschen Seele durch die Sünde schmutzig und schwarz geworden ist, kann er sie in der Beichte mit dem BLUT CHRISTI rein waschen lassen. Darüber hinaus zerreißen die Fesseln, mit denen uns Satan an sich gebunden hat.

456      Daher ist es logisch, dass der Teufel die Priester am meisten hasst und zu Fall bringen will? Selbst jene Priester, die selber große Sünder sind, haben die Macht Sünden  zu  vergeben,  sowie  jedes  Sakrament  gültig  zu  spenden.  Und  der HERR zeigte mir, wie das geschieht.

457      Es geschieht in SEINER Herzwunde. Es gibt Dinge, die übersteigen das menschliche

Begreifen, aber es sind geistige Wirklichkeiten. Durch diese Wunde des HERRN erhebt sich die Seele auf eine Göttliche Dimension, sie erhebt sich zur GÖTTLICHEN BARMHERZIGKEIT,  zur  PFORTE  DER  GÖTTLICHEN  BARMHERZIGKEIT;  die  Seele erhebt sich und wird im Herzen des Ewigen Hohenpriesters, wo das blutende

Kreuz steht, durch das Heilige Blut des Kreuzes rein gewaschen.

458      Ich  habe  es  gesehen,  wie  meine  Seele  rein  geworden  ist  durch  das  Sündenbekenntnis. Durch jede Sünde, die ich aufrichtig bereute und bekannte, hat der HERR die Fessel gelöst, die mich an Satan festgebunden hatte.

459      Wie schade, dass ich mich vom Bußsakrament entfernt hatte. Aber dies alles ist uns nur möglich durch den Priester. Und alle anderen Sakramente empfangen wir ebenso nur durch den Priester. Deswegen haben wir die Pflicht, für die Priester zu beten, auf dass GOTT sie behüte, erleuchte und führe.

460      So ist es begreiflich, dass der Teufel die Kirche und die Priester hasst, da ein Heiliger Priester die Macht hat, dem Satan viele Seelen zu entreißen.

 

Du sollst Vater und Mutter ehren

[ ZUM INHALTSVERZEICHNIS ]

 

461      Wir  kamen  nun  zum  vierten  Gebot:  Du sollst Vater und Mutter ehren!  Und  der

HERR führte mir auch in diesem Bereich vor Augen, wie undankbar ich während

meines Lebens gegenüber meinen Eltern war. Wie oft und wie arg hatte ich gegen

sie geschimpft und sie verflucht.

462      Ich hatte ihnen vorgeworfen, dass sie mir nicht all das bieten konnten, was meine Freundinnen bereits bekommen hatten. Und es wurde mir klar, wie sehr ich eine Tochter war, die einfach nichts zu schätzen wusste, und alles, was meine Eltern mir mit viel Opfer und unter großen Mühen boten, für mich einfach nur ohne jeden Wert war.

463      Ja, ich verstieg mich sogar soweit in meinem Groll gegen die Eltern, dass ich einfach behauptete, dass diese Frau gar nicht meine Mutter sein könne, weil sie mir einfach zu primitiv und zu wenig vorkam, um meine Mutter sein zu können.

464      Es war so entsetzlich für mich, dieses Beurteilungen von mir selbst zu sehen. Das Resultat war nämlich eine Frau ohne GOTT, und wie diese Frau ohne GOTT alles zerstörte  und  negativ  beeinflusste,  was  in  ihre  Nähe  kam.  Aber  das  grausamste von allem war, dass ich mir dabei noch einbildete, etwas Besonderes, vor allem auch gut und heilig zu sein.

465      Der  HERRGOTT  hat  mir  auch  verdeutlicht,  warum  ich  mir  nur  einbilden  konnte, dass  ich  bei  diesem  vierten  Gebot  sicherlich  nichts  zu  befürchten  hätte.  Ich  war mir  nämlich  nur  deswegen  sicher,  diese  Hürde  mit  Links  zu  nehmen,  weil  ich  ja

in den letzten Jahren ihres Lebens die Ärzte und Medikamente, die meine Eltern benötigten, finanziert hatte, als sie krank waren.

466      Nur  wegen  dieser  ganz  simplen  Geschichte  bildete  ich  mir  ein,  dieses  vierte  (4.) Gebot mehr als genug erfüllt zu haben. Es passte eben zu meiner Lebensphilosophie, bei der ich eben alle meine Taten nur nach dem Prinzip des Geldes und der Moneten beurteilte und einordnete.

467      Und so war es eben auch mit meinen Eltern. Mit dem Mittel meines Geldes habe ich sie für meine Zwecke und Interessen gefügig gemacht und manipuliert.

468      Mein  Reichtum  hat  mich  für  sie,  meine  Mutter  und  meinen  Vater  aus  einfachen Verhältnissen,  zu  einer  Art  „Göttin“  erhoben,  die  sie  selbst   von  meinem  Geld geblendet richtiggehend verehrt haben. Ich war ihr „Ein-und-Alles“.

469      Und  diese  durch  den  Mammon  geschaffene  Situation  erlaubte  es  mir  auch,  auf meinen Eltern in frecher Willkür herumzutrampeln. Ihr könnt Euch nicht vorstellen,  wie  sehr  mich  diese  klaren  Erkenntnisse  über  mein  früheres  Leben,  die  ich durch die Gnade GOTTES haben durfte, weh taten und bis ins Knochenmark hinein schmerzten.

470      Ich musste mit ansehen, wie mein Vater erfüllt mit großer Traurigkeit weinte und schluchzte über mich und mein Verhalten; denn trotz all seiner Schwächen war er ein guter Vater gewesen.

471      Er hat mich gelehrt, arbeitsam und strebsam zu sein und ein ehrenwertes Leben zu führen. Denn nur der, welcher eine gute Arbeit macht und sich in seinem Beruf bewährt, wird auch vorwärts kommen und es zu etwas bringen.

472      Aber leider ist ihm bei all seinen Bemühungen, mich gut zu erziehen, ein kleines

Detail, das aber etwas ganz Wesentliches ist, entgangen: nämlich, dass ich auch

eine Seele hatte, die am Verhungern war, und dass er als Vorbild für seine Tochter eine Mission hatte, mir auch die Frohbotschaft und den Glauben vorzuleben.

473      Und in dieser Hinsicht versagte er ganz und bemerkte einfach gar nicht, wie mein

ganzes  Leben  aufgrund  des  Fehlens  dieses  kleinen  Details,  den  Bach  hinunterging, und ich immer tiefer im Sumpf steckte.

474      Es schmerzte mich, wenn ich sah, was für ein Weiberheld mein Vater war. Erfühlte sich  glücklich  und  sehr  wohl,  wenn  er  meiner  Mutter  und  allen  Leuten  erzählen und  sich  damit  prahlen  konnte,  was  für  ein  „Macho“  (südamerikanischer  Ausdruck  für Bock , Weiberheld und Haustyrann und dergleichen)    er war, weil er gleichzeitig viele Frauen (in seiner Sprache: viele Weiber) hatte und fähig war, alle bei der Stange zu halten und zu befriedigen.

475      Außerdem trank und rauchte mein Vater übermäßig viel. Auf all diese Laster und schlechten Gewohnheiten war mein Vater nun auch noch stolz, und er bildete sich viel darauf ein; denn er war der irrigen Ansicht, dass es keine Laster, sondern ganz im Gegenteil Tugenden wären, die ihn zu etwas Besonderem machten.

476      Und  so  bekam  ich  auch  schon  in  jungen  Jahren  mit,  wie  meine  Mutter  oft  tränenüberströmt zuhause saß, wenn mein Papa wieder einmal mit seinen anderen Frauen und den Abenteuern, die er mit ihnen hatte, zu prahlen begann.

477      Und  je  öfter  ich  das  erlebte,  desto  größer  wurden  die  Wut,  der  Zorn  und  die  Unversöhnlichkeit, die mich überkamen. Und nun sah ich den Ablauf meines früheren Lebens und begriff auf einmal, wie diese unbeherrschten Gefühle und Feindseligkeiten mich langsam in den „spirituellen Tod“ trieben, meine Seele zum Absterben

brachten.  Mich überkam ein gewaltiger Zorn, wenn ich mit ansehen musste, wie mein Papa meine Mama vor den Augen aller Welt auf das Gemeinste demütigte.

478      Und  ich  begann  mich  dagegen  zu  wehren,  muckte  dagegen  auf  und  redete  auf meine  Mutter  ein  und  versuchte,  sie  zu  beeinflussen.  Ich  sprach  zu  ihr  zum  Beispiel so:

„ Ich werde nie so sein wie Du, ich werde mir solche Sachen von einem Mann nie gefallen lassen. Wir Frauen haben in unserer Gesellschaft eben keinen

Wert und werden deswegen so gedemütigt, weil es Frauen gibt, die so sind wie Du und sich eben alles gefallen lassen. Frauen, die sich willenlos der Willkür des ‚Machos’ unterwerfen, die keine Würde und keinen Stolz mehr haben, nur mehr eine gebrochene Persönlichkeit sind. Frauen eben, die es den eingebildeten Mannsbildern erlauben, auf ihnen herumzutrampeln und sie wie den

letzten Dreck zu behandeln.“

479      Und zu meinem Vater sagte ich, als ich schon etwas älter war:

„Niemals, glaube mir und schreib es Dir hinter Deine Ohren, Papa, niemals werde ich es zulassen, dass mich ein Mannsbild so behandelt und demütigt, wie Du es mit meiner Mama immer wieder machst. Wenn es so weit kommt, dass ein Mann mir untreu ist und mich betrügt, werde ich mich an ihm rächen und in der Gosse auf ihm herumtrampeln. Mit mir nicht, mein lieber Papa!“

480      Daraufhin hat mich mein Vater windelweich geschlagen und mich angeschrieen:

„Was nimmst Du Dir nur heraus? Was unterstehst Du Dich? Was glaubst Du, wer Du bist, um so mit mir zu reden?“

481      Ihr könnt auch gar nicht vorstellen, was für ein arger „Macho“ mein Vater war. Und ich konnte meinen Mund nicht halten und antwortete:

„Auch wenn Du mich schlägst und mich sogar umbringst, schwöre ich Dir, dass ich mir so etwas nicht bieten lassen werde. Falls es jemals so weit kommt, dass ich mich verheirate und dann erfahre, dass mein Ehemann mir untreu ist, dann werde ich mich an ihm auf schreckliche Art und Weise rächen, damit ihr Mannsbilder endlich begreift, was eine Frau mitmacht, wenn ein Mann sie wie den letzten Dreck behandelt, sie demütigt und auf ihr wie auf einem nassen Fetzen herum trampelt.“

482      Und in dieser Art und Weise fraß ich all diese Ressentiments, diesen Zorn und diese Wut die ganze Zeit in mich hinein und schüttete meine Gedanken und mein Hirn damit zu. Ich selbst vergiftete so meinen Geist und meinen Charakter.

483      Als ich dann schon selbstständig und erwachsen war, und natürlich auch schon genügend Geld hatte, begann ich meine Mutter immer wieder zu beeinflussen, indem ich zu ihr sagte:

„Weißt Du was, Mama? Trenne Dich von Papa, lass Dich von ihm scheiden!“

484      Und  ich  verhielt  mich  so,  obwohl  ich  meinen  Vater  sehr  verehrte  und  auch  mochte.

Trotzdem redete ich immer wieder von neuem auf meine Mutter ein und sagte zu ihr:

„Es kann doch nicht sein, dass Du einen Typen wie meinen Vater einfach so ertragen kannst! Sei Dir doch Deiner Würde als Frau bewusst! Erobere Deine Ehre zurück und zeig ihm doch, dass Du etwas Wertvolles, Besonderes bist, und nicht ein Stück Drecklappen, an dem er sich abputzen kann!“

485      Diese  und  ähnliche  Phrasen  wiederholte  ich  immer  wieder  vor  meiner  Mutter.

Können Sie sich das vorstellen? Ich setzte alles dran, um meine Eltern auseinander zu dividieren, um sie zur Scheidung ihrer Ehe zu bewegen. Aber meist sagte meine

Mama dann zu mir:

„Nein, meine liebe Tochter, ich werde mich nicht scheiden lassen. Du darfst nicht glauben, dass dieses Verhalten Deines Vaters für mich nicht sehr erniedrigend und schmerzhaft ist. Ich leide sehr darunter – wie Du Dir sicherlich vorstellen kannst. Aber ich bringe dieses Opfer und halte durch, weil ihr doch da seid – meine sieben Kinder. Ihr seid sieben (7) Kinder, und ich bin nur ich allein. So ist es doch besser, dass nur einer drunter zu leiden

hat, und nicht sieben Menschen, den Schmerz dann ertragen müssen. Und schließlich ist Dein Vater doch auch ein guter Papa, und ich bringe es einfach nicht über mein Herz, einfach wegzulaufen und Euch ohne Vater auf wachsen zu lassen. Noch dazu frage ich Dich: Wenn ich mich von Papa

trenne, wer wird dann noch dafür beten, dass er sich bekehrt, und so seine Seele gerettet wird. Den Schmerz und die Erniedrigung, die mir Dein Papa zufügt, die vereinige ich mit den unsäglichen Schmerzen unseres HERRN JESUS CHRISTUS am Kreuz. Jeden Tag sage ich zu unserem HERRGOTT:

‚Das, was ich da zu leiden und zu er tragen habe, ist doch gar nichts im Vergleich zu den Schmerzen, die Du am Kreuz für uns gelitten hast. Damit meine Leiden einen Wer t bekommen, bitte ich Dich um die Erlaubnis, sie mit Deinem Leiden zu verbinden und zu vereinen, damit so auch meine kleinen Leiden die Kraft bekommen, um von Dir die Gnade zu erhalten, das sich mein Mann und meine Kinder bekehren und so vor der ewigen Verdammnis gerettet werden!!‘“

486      Mir war das alles nicht verständlich, und ich habe damals über soviel Dummheit nur den Kopf geschüttelt. Es war einfach zu hoch für mich. Es waren Gedanken, die

mir vollkommen fremd und meiner Art, zu leben und zu denken, diametral entgegengesetzt waren, und deshalb hatte ich auch keinen Zugang zu diesen Aussagen meiner Mutter.

487      Und damit Sie es wissen. Nicht nur dass ich dafür kein Verständnis auf brachte, diese  Aussagen meiner Mutter reizten  mich  nur  noch  mehr  und  stachelten meinen Zorn an.

488      Es führte dazu, dass sich mein ganzes Leben änderte, denn ich wurde richtig rebellisch. Diese Rebellion zeigte sich als erstes darin, dass ich mich für Frauenrechte

und Frauen-Emanzipation einsetzte und zwar nicht nur als normale Mitläuferin

  nein,  ich  kämpfte  mich  an  die  vorderste  Front  im  Kampf  um  Frauenrechte  in

Kolumbien.

489      Ich begann die Abtreibung zu verteidigen, das Recht der Frau, über ihren Bauch selbst zu bestimmen; die Unabhängigkeit und das Recht als Single oder in einerfreien Partnerschaft – mit so genannten Lebens-Abschnitts-Partnern das Leben zu  organisieren;  die  Scheidung  als  willkommene  Lösung  von  Eheproblemen  zu propagieren.

490      Besonders verteidigte ich auch das „Gesetz des Talion“ (Ley de Talion = [lateinisch:

Lex talionis]  juridischer  Grundsatz  „Gleiches  mit  Gleichen  zu  vergelten“    „ Aug’  um  Aug’,  Zahn  um Zahn“).

491      Das  heißt:  Ich  gab  den  Frauen  immer  den  guten  Rat,  einfach  Gleiches  mit  Gleichem zu vergelten, und eben sich an jedem Mann, der untreu war, auch mit einem Seitensprung – möglichst mit seinem besten Freund zu rächen.

492      Obwohl ich persönlich meinem Ehemann nie in meinem Leben körperlich untreu war, so richtete ich durch meine bösartigen Ratschläge bei sehr vielen Menschen sehr großen Schaden an. Leider!

 

Du sollst nicht töten – Die Abtreibung

[ ZUM INHALTSVERZEICHNIS ]

 

493      Als  wir  in  meinem  „Buch  des  Lebens“  zum  5.  Gebot  GOTTES    „Du  sollst  nicht

töten“ kamen, dachte ich mir: Endlich, da habe ich mir nichts vorzuwerfen, denn ich habe niemanden getötet und keinen Menschen umgebracht.

494      Und zu meinem großen Schreck belehrte mich der HERRGOTT eines ganz anderen.

ER zeigte mir mit aller Deutlichkeit, dass ich eine erschreckend grausame Mörderin war. Und die Morde, in die ich verwickelt war, gehörten außerdem zu der Klasse von  Tötungsverbrechen,  die  in  den  Augen  des  HERRN  zu  den  abscheulichsten ihrer Art zählten, nämlich die Abtreibungen von „Ungeborenen Kindern“.

495      Eines  Tages  sagte  meine  Freundin  Estela  zu  mir:  „Hör  mal  gut  zu!  Du  bist  jetzt dreizehn  (13)  Jahre  alt  und  bist  noch  nicht  einmal   entjungfert?“  Ich  habe  sie völlig fassungslos angeschaut. Was wollte sie mir damit sagen?

496      Meine  Mutter  hat  mir  immer  von  der  Wichtigkeit  der  Jungfräulichkeit  erzählt.

Sie sagte, dass dies das Brautgeschenk mit dem HERRN sei. Aber meine Freundin antwortete mir mit einem Ausdruck von Überheblichkeit und Einbildung: „Meine Mutter hat mich zum Gynäkologen gebracht, sobald ich meine erste Menstruation hatte. Seither nehme ich die Anti-Baby-Pille.“

497      Damals habe ich nicht einmal gewusst, was das ist. Sie erklärte mir, dass diese Pillen Verhütungspillen seien, damit man nicht schwanger wird. Und sie erzählte mir, mit welchen Männern sie bereits geschlafen hatte. Es war eine große Zahl von Burschen und jungen Männern. Sie sagte, das sei so wohltuend. Und meine Freundin sagte zu mir: „Ich merke, dass du von all dem keine Ahnung hast.“ Ich bejahte und sie sagte, sie werde mich an einen Ort bringen, wo ich so etwas lernen könnte.

498      Ich war voller Sorge und Angst, denn was weiß ich, wohin sie mich bringen würde.

Eine neue Welttat sich vor mir auf, eine völlig unbekannte Welt. Sie haben mich in ein Kino im Zentrum mitgenommen, um zusammen einen Pornofilm anzusehen. Können Sie sich meinen Schrecken vorstellen? Ein Mädchen zu jener Zeit gerade einmal dreizehn (13) Jahre alt!

499      Wir hatten damals nicht einmal einen Fernseh-Apparat. Können Sie sich einen solchen Film vorstellen? Ich bin fast gestorben vor Schrecken und Ekel. Ich kam mir vor, wie in der Hölle. Ich wollte weglaufen und nur die Scham vor meinen Freundinnen hielt mich zurück. Aber ich wollte nichts sehnlicher als weg von dort, ich war zutiefst erschüttert.

500      An diesem Tag ging ich mit meiner Mutter zur Heiligen Messe. Und weil ich mich so schlecht fühlte, ging ich zur Beichte. Meine Mutter kniete sich  vor dem Altar hin und betete.

501      In  meiner  Beichte  sagte  ich  die  üblichen  Dinge,  dass  ich  die  Hausarbeiten  nicht

gemacht, bei den Schularbeiten geschwindelt habe, dass ich ungehorsam gewesen war – das waren mehr oder weniger meine Sünden. Ich habe immer bei dem-

selben Priester gebeichtet und er kannte meine Sünden schon mehr oder weniger auswendig.

502      Aber heute bekannte ich auch, dass ich meiner Mutter davongelaufen bin, um ins Kino zu gehen. Der Priester war völlig überrascht und beinahe schrie er: „Wer ist wem davongelaufen? Wer ist wohin gegangen?“

503      Ich  erschrak  fürchterlich  über  diese  Reaktion  und  schaute  ängstlich  zu  meiner Mutter  hinüber,  ob  sie  etwas  gehört  und  mitbekommen  hatte,  aber  sie  kniete ganz ruhig an ihrem Platz und betete.

504      GOTT sei Dank, dachte ich, hat sie   nichts gehört. Sich vorzustellen, dass sie das gehört hätte, war für mich unerträglich. Ich erhob mich vom Beichtstuhl und war wütend  auf  den  Priester.  Klar,  dass  ich  ihm  nicht  gesagt  hatte,  in  welchem  Film ich war. Wenn er schon ein solches Theater machte, als ich nur bekannte, dass ich im Kino gewesen war. Was würde er erst aufführen, wenn er alles gewusst hätte. Möglicherweise hätte er mich auch noch geschlagen.

505      Von diesem Moment an begann Satan in mir wirksam zu werden. Denn von da an habe ich nie mehr aufrichtig gebeichtet. Von da an, traf ich eine Auswahl, was ich sagen würde und was nicht. Hier begannen meine sakrilegischen Beichten und ich ging zur Kommunion, obwohl ich wusste, dass ich nicht ehrlich gebeichtet hatte.

506      Ich habe den HERRN sakrilegisch empfangen. Und der HERR zeigte mir nun, wie schrecklich der Abstieg meines Lebens war, wie dieser Prozess des geistigen Todes immer  schlimmer  wurde.  Der  Abstieg  war  mit  solchen  Folgen  verbunden,  dass ich am Ende meines Lebens nicht mehr an den Teufel glaubte und an überhaupt nichts mehr. Und meine Sünden empfand ich sogar als gute Taten.

507      ER zeigte mir, wie ich als Kind an der Hand GOTTES ging, was für eine innige Be-

ziehung ich zu IHM hatte und wie die Sünde mich mehr und mehr von GOTT und

Seiner  führenden  Hand  trennte.  Der  HERR  sagte  mir,  dass  jeder,  der  Seinen  LEIB und Sein BLUT unwürdig empfängt, sich die Verdammung zuzieht. Ich habe meine Verdammnis gegessen und getrunken. Ich habe im Buch meines Lebens gesehen, wie der Teufel verzweifelt war, weil ich mit 12 Jahren noch an GOTT glaubte, und mit meiner Mutter zur Anbetung ging. Der Teufel war wütend darüber.

508      Als  mein  Sündenleben  begann,  ließ  der  HERR  mich  fühlen,  wie  der  Friede  aus

meinem Herzen gewichen war. Es begann ein großer Gewissenskampf, aber was sagten meine Freundinnen dazu? Sie sagten:

„Was? Beichten gehen? Du bist doch verrückt, das ist doch völlig aus der Mode. Und dann bei diesen Priestern, die noch viel größere Sünden haben als wir!“

509      Keine von ihnen ging mehr zur Beichte, ich war die einzige. Es begann ein innerer Kampf zwischen dem, was meine Freundinnen sagten und dem, was meine Mutter sagte, und was auch mein eigenes Gewissen mir nahe legte. Nach und nach neigte die Waage sich und meine Freundinnen gewannen. Also entschloss ich mich, nicht mehr zur Beichte zu gehen. Denn ich wollte nicht bei diesen alten und leibfeindlichen Priestern beichten und schon gar nicht bei solchen, die sich mokierten, nur weil man ins Kino ging.

510      Hier  sehen  Sie  die  Verschlagenheit  Satans.  Er  hat  mich  von  der  Beichte  weggebracht, als ich erst dreizehn (13) Jahre alt war. Er war sehr hinterlistig. Wissen Sie, er gibt uns falsche Ideen ein. Mit dreizehn (13) Jahren war Gloria Polo bereits ein

lebendiger Kadaver, was ihren Geist anging. Aber für mich war es wichtig und ich war stolz zu dieser kleinen Gruppe meiner Freundinnen zu gehören, zu diesen feinen, klugen Mädchen, die sich einbildeten, mehr zu wissen, als alle ihre Eltern zusammen.

511      Wenn wir 13 Jahre alt sind, meinen wir, wir wüssten alles und wir waren der Meinung,  dass  jeder  der  von  GOTT  sprach  unmodern  oder  verrückt  war.  Denn  was modern ist, das sind der Nutzen und der Lustgewinn. Die Nutznießer und der Genuss, das war in Mode.

512      Wissen Sie, ich habe Ihnen noch nicht gesagt, dass ich damals, als ich am Abgrund zur Hölle stand und man plötzlich die Stimme des HERRN hören konnte, dass da alle Dämonen flohen. Sie machten sich alle aus dem Staub, nur einer blieb. Dieser  hatte  die  Erlaubnis  des  HERRN,  zu  bleiben.  Dieser  riesige  Dämon  schrie  mit schrecklicher Stimme:

„Sie gehört mir! Sie ist mein! Sie gehört mir! Mein ist sie für immer!“

513      Dieser  Dämon  konnte  deshalb  bleiben,  weil  er  der  Anführer  der  Horde  von  Dämonen  war,  die  sich  bei  mir  einnisteten  und  alles  in  meinem  Leben  manipuliert hatten, damit ich sündige. Sie nützten mit großer Hinterlist meine Schwachstellen aus. Dieser Dämon war es gewesen, der mich von der Beichte fernhielt. Deswegen hatte  der  HERR  verfügt,  dass  er  jetzt  da  sein  sollte  und  deswegen  schrie  dieser Teufel  so  sehr,  weil  er  fürchtete,  dass  seine  Beute  ihm  im  letzten  Moment  noch entwischen könnte.

514      So schrie er fürchterlich und klagte mich an. Er konnte bleiben, denn ich war im Stand der Todsünde gestorben. Denn seit meinem 13. Lebensjahr hatte ich nicht mehr richtig gebeichtet und vorher hatte ich auch das eine und andere Mal ungültig gebeichtet.

515      Ich gehörte also diesem Dämon und deswegen durfte er bei dieser Prüfung anwesend sein. Können Sie sich vorstellen, wie ich mich fühlte, als ich alle meine Sünden präsentiert bekam, es waren ja so viele. Und zu all dem diese schadenfrohe, höhnische Anklage. Und es war fast nicht zu ertragen, wie er immer wieder brüllte, ich gehörte ihm. Es war einfach unvorstellbar schrecklich.

516      Der Böse hatte mich vom Bußsakrament fern gehalten und mich dadurch der Heilung und Reinigung meiner Seele durch JESUS entzogen. Denn jedes Mal, wenn ich sündigte, war die Sünde nicht gratis. Die Sünde ist Eigentum des Teufels und wir müssen sie bezahlen. Meine Sünde war derart, dass der Teufel sein Siegel in meine  Seele  eingebrannt  hatte.  Die  ursprünglich  so  wunderschöne,  mit  Licht durchdrungene  Seele,  wie  ich  sie  bei  meiner  Empfängnis  gesehen  hatte,  wurde dunkler und finsterer, lichtlos, eine einzige fürchterliche Finsternis.

517      So habe ich ständig sakrilegisch kommuniziert, habe kaum mal eine gute Beichte abgelegt, solange ich noch zur Beichte ging.

518      Immer, bevor wir das Bußsakrament empfangen, müssen wir den HEILIGEN GEIST und unseren Schutzengel bitten, dass sie uns erleuchten, auf dass die Finsternis unseres Geistes sich lichte. Denn eines der Dinge, die der Böse mit Wonne tut, ist, dass er unseren Geist verdunkelt, damit wir meinen, das alles sei keine Sünde, und dass schon alles gut ist, dass es nicht notwendig ist, bei einem Priester zu beichten, weil ja diese Priester mehr Sünden haben, als wir selber und dass die Beichte nun eben nicht mehr Mode sei. Es war klar, für mich war es bequemer, nicht mehr zu beichten.

 

Die Abtreibung meiner Freundin Estela

[ ZUM INHALTSVERZEICHNIS ]

 

519      Als ich   dreizehn (13) Jahre alt war, wurde meine Freundin Estela schwanger. Als sie mir das erzählte, dass sie schwanger sei, fragte ich sie: „Aber du hast doch die Pille genommen?“ Sie sagte: „ Ja, aber es hat nichts genützt.“ Ich sagte: „Und jetzt? Was wirst du machen? Wer ist der Vater?“  Sie sagte: „Das weiß ich nicht.“ Sie wusste nicht, ob es bei jenem Spaziergang gewesen sei, oder bei diesem oder jenem Fest, oder ob es von ihrem Verlobten war. Sie sagte mir: „Ich werde einfach sagen, dass es von ihm (ihrem Verlobten)  ist.“

520      Im Juni sind sie (meine Freundin Estela) und ihre Familie in den Urlaub gefahren.

Sie war bereits im fünften (5.) Monat schwanger. Als sie wieder kam, war ich überrascht.  Es  gab  keine  Anzeichen  mehr  einer  Schwangerschaft.  Kein  dicker  Bauch war zu sehen, aber sie sah aus wie eine Leiche. Sie war so blass und von diesem extrovertierten, lebhaften Mädchen, das sich so gern vergnügte, war nichts mehr übrig geblieben. Kurz gesagt: Sie war nicht mehr dieselbe.

521      Wissen Sie, niemand von uns Mädchen ging gern zur Heiligen Messe. Aber in der

Klosterschule, die wir besuchten, war es Pflicht. Wir mussten mit den Nonnen zur

Messe gehen. Der Priester war schon etwas älter und es dauerte immer etwas länger, bis erfertig war. Uns kamen diese Messen wie eine Ewigkeit vor. Wir haben immer  nur  gespielt,  geschwätzt,  gelacht  ohne  auch  nur  die  geringste   Aufmerksamkeit auf das Geschehen am Altar zu verschwenden. Aber eines Tages kam ein junger Priester, der sehr gut aussah.

522      Wir fanden, dass es um einen so hübschen jungen Mann schade war. Und so dachten  wir  darüber  nach,  wer  von uns  ihn,  diesen  jungen  und  gut  aussehenden

Priester   verführen  könnte.  Stellen  Sie  sich  das  vor!   Was  für  Abartigkeiten  der

Teufel  auch schon einem jungen, unverdorbenen Menschen einimpfen kann.

523      In dieser Schule gingen die Klosterschwestern als erste zur Heiligen Kommunion.

Danach erst kamen wir dran, obwohl wir alle nicht zur Beichte gegangen waren. Wir machten eine Wette, wem von uns es gelingen würde, den Priester zu verführen.

524   Wir beschlossen, wenn wir zur Heiligen Kommunion gingen, unsere Blusen zu öffnen,  und  bei  derjenigen,  wo  seine  Hand  zu  zittern  anfing,  wenn  er  ihr  den  LEIB DES HERRN reichte, diese hatte den besten Busen und diese hatte seine Aufmerksamkeit erregt. Welch teuflische Gedanken und welche Verirrungen gab uns der böse  Geist  ein.  Aber  wir  glaubten  in  unserer  Naivität,  dass  dies  alles  nur  lustige Spielereien wären. Wie weit hatten wir uns erniedrigen lassen ...

525      Aber  als  meine  Freundin  Estela  also  von  den  Ferien  zurück  kam,  war  sie  schon nicht mehr diese zu Spielereien aufgelegte und unternehmungslustige und fröhliche Göre von einst. Sie hatte einen verschleierten Blick. Sie wollte mir nichts darüber  erzählen,  was  passiert  war.  Aber  einmal  war  ich  bei  ihr  zu  Hause,  und  da zeigte  sie  mir  die  Narben von  dieser Operation, von  ihrer  Abtreibung.  Sie  sagte:

„ Als  meine  Mutter  erfuhr,  dass  ich  schwanger  sei,  wurde  sie  so  wild,  dass  sie mich augenblicklich bei der Hand nahm, ins Auto zwang und mit mir zu einem Gynäkologen fuhr. Als wir dort ankamen, sagte sie ihm:

‚Sie ist schwanger. Bitte verlangen Sie von mir, was Sie wollen, aber es ist dringend notwendig, dass Sie meine Tochter sofort operieren und dieses Problem (sächlich: das Problem)   aus der Welt schaffen.’“

526      Nachdem sie das gesagt hatte, öffnete meine Freundin ihren Schrank und zeigte mir ein Glas, in dem ein Embryo in einer Spiritus-Lösung lag. Es war ihr Kind.

527      Es war schon ganz ausgebildet, es war in diesem Glas konserviert. Niemals werde ich diesen Anblick vergessen. Ihre Mutter hatte darauf bestanden, dass Estela die Folgen ihres Fehlverhaltens immer vor Augen haben sollte. Und auf dem Deckel dieses  Glases  stand  die  Schachtel  mit  den  Anti-Baby-Pillen,  damit  sie  nie  mehr darauf vergesse möge, die Pille zu nehmen. Stellen Sie sich so etwas vor!!!

528      Sehen Sie, wie die Sünde einen Menschen krank macht. Und wie eine Mutter, die geistig  blind  ist,  ihr  eigenes  Kind  zum  Arzt  mitnimmt,  um  ihr  die  unerwünschte Frucht des Leibes wegnehmen zu lassen.

529      Und  dann  noch  diese  absurde  Idee  mit  dem  konservierten  Embryo,  um  ihr  das jeden Tag vor Augen zu führen, nur damit sie nicht vergessen sollte, die Pille zu nehmen. Damit sie jedes Mal, wenn sie den Schrank aufmachte dieses, ihr Kind sah und sich an die Pille erinnern sollte.

530      Das  ist  doch  wahrlich  krankhaft,  das  ist  einfach  nur  dämonisch.  Solche  Dinge

macht der Teufel, wenn wir ihm die Tür aufmachen durch die Sünde und diese nie auslöschen lassen im Sakrament der Buße, das ein römisch katholisch geweihter Priester spenden kann. Als ich meine Freundin fragte, ob es nicht weh getan habe, ob es sie nicht schmerze, antwortete sie ironisch:

„ Ach, warum sollte ich traurig sein? Es ist ja noch das geringere Übel, diese paar Schmerzen zu ertragen, als wenn ich mich mein ganzes Leben mit diesem Kind herumschlagen müsste! Dieses Problem wurde so ganz einfach gelöst!“

531      Aber das war Lüge, denn sie war nie mehr wie früher. Es dauerte nicht lange und

sie  bekam  schreckliche  Depressionen.  Sie  begann  LSD  zu  nehmen.  Und  da  ich

ihre beste Freundin war, bot sie mir an, es auch zu probieren. Aber ich schreckte davor zurück . Zum einen hätte ich gerne probier t, denn sie sagte, dass die Droge einem ein so angenehmes Gefühl schenkte, man fühle sich, als ob man schweben würde, als ob man auf Wolken wäre — und ähnlich schöne Dinge schwärmte sie mir vor.

532      Ja, ich hätte gern gekostet, aber ich konnte nicht. Ich hatte Angst und sagte ihr, das  geht  nicht,  dann  rieche  ich  nach  diesem  Zeug  und,  wenn  meine  Mutter  das entdeckt, bringt sie mich um. Sie hat einen so feinen Geruchssinn, sie würde mich töten,  wenn  sie  es  herausbekommt.  Tatsache  ist,  dass  ich  dieses  Rauschgift,  beschützt  durch  meine  Schutzengel  und  die  Gebete  meiner  Mutter,  nicht  probiert habe.

533      Der HERR zeigte mir jetzt in meinem „Buch des Lebens“, dass ich es nicht aus Angst vor meiner Mutter nicht probiert hatte, sondern weil ER mir die Gnade geschenkt hatte, es nicht zu tun, und weil ich eine Mutter hatte, die betete. Und ihr Rosenkranzgebet hat mich davor bewahrt, auch noch in diesen Abgrund zu fallen. Aber meine  Freundinnen  waren  mit  mir  deswegen  nicht  zufrieden  und  reklamierten, diskutierten,  schrieen  und  nannten  mich  langweilig,  weil  ich  nicht  mitgemacht hatte.  Aber  ich  konnte  nicht,  ich  konnte  einfach  nicht.  Das  war  eine  der  vielen Gnaden,  die  ich  bekam,  weil  ich  eine  solche  Mutter  hatte,  die  so  sehr  mit  GOTT verbunden war und für mich betete. So wichtig ist das Gebet.

 

Mit 16 Jahren verlor ich meine Unschuld

[ ZUM INHALTSVERZEICHNIS ]

 

534      Unglücklicherweise lernte ich mit 16 Jahren meinen ersten Verlobten kennen. Und da fing der Druck meiner Freundinnen wieder an. Ich war das schwarze Schaf in

ihrer  Mitte,  weil  ich  noch  Jungfrau  war.  Jetzt,  da  ich  einen  Verlobten  hatte,  bedrängten sie mich wieder. Ich hatte ihnen versprochen, es zu tun, wenn ich einen Bräutigam haben würde, vorher aber nicht. Und nun konnte ich ihnen nicht mehr entkommen.

535      Ich sagte zu meiner Freundin Estela: „Und wenn ich dann schwanger werde, wie du?“ Sie sagte: „Nein, nein, das wird nicht passieren, denn inzwischen gibt es andere Methoden, nämlich das Präservativ.“

536      Zu ihrer Zeit hatte es nur die Pille gegeben, aber jetzt würde es keine Probleme mehr geben. Sie sagte mir, dass sie mir fünf (5) Pillen geben würde, um sie zur besseren Sicherheit alle auf einmal zu nehmen. Außerdem sagte sie zu mir, dass wir das Präservativ benutzen sollten, und ich würde sehen, dass mir nichts passieren könnte.

537      Ich  fühlte  mich  so  schlecht,  weil  ich  dieses  blöde  Versprechen  einlösen  musste, aber ich hatte große Angst, es mir mit ihnen zu verderben. Und dann, als es passiert war, erfuhr ich an mir, dass meine Mutter Recht gehabt hatte, dass ein Mädchen, das seine Unschuld verliert, sich selbst auslöscht. Ich fühlte, dass irgendetwas  in  mir  ausgelöscht  war,  als  hätte  ich  etwas  verloren,  das  nie  wiederkehren würde, das nicht wieder herzustellen war. Von dem mir von den Freundinnen so vorgegaukelten  Sensationserlebnis  war  also  nur  Betroffenheit,  Reue  und  eine enorme Traurigkeit übrig geblieben.

538      Ich  weiß  nicht,  warum  alle  sagen  Sex  sei  gut.  Ich  weiß  nicht,  warum  die  Jugend sagt, dass sie das so sehr liebt. Ich finde, dass das so nicht gut ist. In meinem Land,

in Kolumbien sieht man im T V wie sie die Sicherheit der Präservative in der Werbung anpreisen, wie die Menschen die Sexualität nur benutzen zur Lustbefriedigung, Befriedigung des Egoismus, zur Machtausübung und zum Zeitvertreib aus Langeweile. Ich bin traurig, wenn ich so etwas sehe. Wenn all diese Menschen nur wüssten,  wie  in  Wirklichkeit,  in  der  Wahrheit  diese  oberflächlichen  Gefühle  die Seele, den Menschen nur berauschen, damit er nicht mehr an die Gebote denkt!

Es ist interessant, dass einige Personen, die in ihrer Jugend große Anhänger der

68-Bewegung waren, im reifen Alter selbst erkannt haben, welchen Irrweg sie da gegangen sind – und wie viel Schaden sie dadurch anderen Menschen – auch den Nachkommen – zugefügt haben.

539      Was mich betrifft, so war ich nach diesem Verlust meiner Jungfräulichkeit einfach nur unendlich traurig und hatte eine furchtbare Angst, nach Hause zu gehen, da ich mir dachte, dass meine Mutter sicherlich etwas an mir bemerken würde.

540      Ich habe nach diesem Erlebnis, meiner Mutter nie mehr in die Augen schauen können, aus reiner Angst, sie könnte an meinen Augen ablesen, was ich getan hatte.

541      Ich  war  wütend  auf  meine  Freundinnen  und  empört  über  sie,  auch  wütend  auf mich selbst, dass ich so blöd gewesen war und ihnen nachgegeben hatte, dass ich etwas getan hatte, was ich nicht tun wollte, und dass ich das alles nur aus Feigheit vor meinen Freundinnen gemacht hatte.

542      Aber  trotz  aller  Ratschläge  meiner  Freundin  Estela,  trotz  aller  Vorsichtsmaßnahmen wurde ich nach meinem ersten Geschlechtsverkehr schwanger.

543      Können  Sie  sich  die  Angst  eines  16 -jährigen  Mädchens  vorstellen,   schwanger!!

(N a c h  d i e s e m  S a t z  b r i c h t  i h r  d i e  St i m m e  u n d  s i e  we i n t !    d a n n  fä h r t  Fr a u  D r.  G l o r i a POLO  for t :)

544      Ich bemerkte viele Änderungen in meinem Körper. In all meiner Angst spürte ich aber auch, wie in mir ein Gefühl der Zärtlichkeit  zu diesem Baby, das da in mir war, aufkeimte und immer stärker wurde.

545      Ich sprach mit meinem damaligen Bräutigam und erzählte ihm alles. Er war überrascht und erschrocken. Irgendwie erwartete ich mir, dass er sagen würde: „Dann heiraten wir eben“. Ich war 16 und er war 17 Jahre alt. Aber er sagte zu mir, dass wir uns deswegen nicht unser Leben ruinieren würden und dass ich das Kind abtreiben lassen sollte.

546      Und so ging ich wieder fort, unendlich niedergeschlagen, besorgt, traurig, ja ganz unendlich  traurig.  Wütend  war  ich  auch  auf  meine  Freundin  Estela,  die  mir  versprochen hatte, dass mir nichts passieren würde.

547      Wegen der Abtreibung sagte meine Freundin Estela zu mir dann:

„ Mache dir keine Sorgen, da ist nichts dabei. Vergiss nicht, dass ich schon ein paar Mal so etwas über mich ergehen lassen musste. Das erste Mal war ich ein

wenig traurig, das zweite Mal war es schon etwas leichter, das dritte Mal spürt man überhaupt nichts mehr.“

548      Ich  sagte  zu  ihr:  „Du  kannst  dir  ja  nicht  vorstellen,  was  passieren  wird,  wenn ich nach Hause komme, und meine Mutter dann einmal diese Narbe sieht. Der Kummer, den ich ihr damit bereite,  wird sie töten.“

549      Sie beruhigte mich und sagte: „ Sie machen jetzt nicht mehr so große Schnitte.

Der Schnitt, den du bei mir gesehen hast, war deswegen so groß, weil das Baby schon  so  groß  war.  Ich  war  ja  schon  im  fünften  (5.)  Monat.  Was  dich  betrifft, mach  dir  keine  Sorgen,  deines  ist  ja  erst  so  winzig  klein.  Deine  Mutter  wird überhaupt nichts merken.“

550      Oh,  meine  Schwestern  und  Brüder  im  HERRN,  was  für  eine  traurige  Angelegenheit! Welch ein großer Schmerz. So lässt Satan uns die Dinge (miss-)verstehen und bagatellisieren, als ob das alles nichts Wichtiges wäre, als ob so etwas überhaupt keine Bedeutung hätte.

551      Als ob eine Abtreibung das normalste auf dieser gottlosen Welt wäre. Wenn sogar ein so blöder und stumpfsinniger Mensch, wie ich es war, sich danach schlecht fühlte, wie schrecklich muss das dann für einen unverdorbenen jungen Menschen sein!

552      Der  Böse  gaukelt  der  Jugend  vor,  dass  Sex  nur  zum  Genießen  da  sei,  dass  man deswegen keine Gewissensbisse zu haben braucht, dass man sich deswegen nicht schuldig fühlen muss. Aber wissen Sie, warum der Satan das macht? Warum er die

Menschen verführt, so etwas zu tun? Außer vielen anderen Gründen, braucht er diese Menschenopfer, denn durch jede absichtliche Abtreibung wächst seine Macht auf dieser Welt.

553      Niemand kann sich vorstellen, welche Angst und Schuldgefühle ich hatte, als ich

in dieses Krankenhaus ging, weit weg von mir zu Hause, um diese Abtreibung an mir vornehmen zu lassen.

554      Der  Arzt  gab  mir  eine  Narkose.  Aber  als  ich  wieder  auf wachte,  war  ich  nie  mehr dieselbe wie vorher. Sie haben das Baby umgebracht und ich bin mit ihm zusam-

men (mit-)gestorben. (Sie unterbricht den Vor trag und beginnt von Neuem zu weinen!)

555      Wissen Sie, der HERR hat mich im „Buch des Lebens“ all diese Dinge sehen lassen, die wir mit unseren irdischen Augen nicht zu sehen vermögen. ER hat mich sehen lassen, was geschehen ist, als der Arzt diese Abtreibung vornahm.

556      Ich  sah  den  Arzt,  wie  er  so  etwas  wie  eine  Zange  hatte,  mit  der  umfasste  er  das Baby  und  zerkleinerte  es  in  Stücke.  Dieses  Baby  schreit  mit  aller  Kraft.  Oh  mein GOTT, es schreit so sehr.   Jedes Kind bekommt nämlich sofort nach der Empfängnis seine Seele, eine völlig erwachsene ausgereifte Seele. Diese ist komplett, ganz und fertig ausgereift. Denn die Seele wächst nicht so wie der Körper. Sie wird fertig von GOTT erschaffen.

557      Sofort nachdem Samen und Eizelle sich vereinigt haben, bildet sich ein Lichtstrahl von  unendlicher  Schönheit.  Dieses  Licht  sieht  aus  wie  eine  Sonne,  entsprungen aus dem Lichtglanz von GOTT VATER und SEINER Unendlichen Liebe.

558      In demselben Moment ist diese von GOTT geschaffene Seele schon ausgereift und erwachsen.  Sie  ist  vollkommen  und  sie  ist  Abbild  und  Gleichnis  GOTTES.  Dieses junge Leben ist eingetaucht in den Heiligen GEIST, der aus dem Herzen GOTTES kommt.

559      Der Schoß einer Frau, die empfangen hat, ist voll von diesem LICHT, von diesem Glanz der Vereinigung des HERRN mit dieser neu erschaffenen Seele. Und wenn sie (die Mörder und Handlanger der Abtreibungs-Institute) dann dieses Kind mit der  Zange  packen  und  zerstückeln,  oh,  wie  kämpft  doch  dieses  winzige  beginnende Wesen um sein Leben.

560      Ich  habe  gesehen,  wie  der  HERR  erzitterte  und  erschauderte,  als  sie  diese  Seele IHM aus Seinen Händen entrissen. Wenn man so ein Baby tötet, schreit es so sehr, dass  der  ganze  Himmel  erzittert  und  erbebt.  In  meinem  Fall,  als  ich  mein  Baby töten ließ, habe ich es auch so herzzerreißend schreien gehört, laut und stark.

561      Und ich habe auch JESUS am Kreuz stöhnen gehört und leiden gesehen für diese Seele, und für jede einzelne Seele, die abgetrieben wird, und der man das Recht zum Leben abspricht. Der Blick des HERRN am Kreuz war so voller Schmerz, unbeschreiblich welche Schmerzen ER dadurch erleiden musste!! Wenn sie das sehen könnten, hätte keiner mehr den Mut eine Abtreibung machen zu lassen. (Sie unterbricht neuerlich den Vor trag und beginnt von Neuem zu weinen!)

562      Und nun frage ich Sie, wie viele Abtreibungen werden auf dieser Welt gemacht?

An einem Tag? In einem Monat? Können Sie die schreckliche Dimension unserer Sünde  ermessen?  Das  Ausmaß  dieses  Massen-Mordens,  den  Schmerz  und  das Leid, das wir GOTT damit zufügen, IHM, der so voll Erbarmen ist mit uns, der uns liebt, obwohl wir wie  Monster sind und einfach drauf los sündigen.

563      Und all das Leid, das wir uns selbst damit zufügen und wie die Schlechtigkeit von unserem Leben und uns selbst Besitz ergreift.

Abtreibung ist die schwerste aller Sünden, die

schrecklichste aller Sünden.

564      Jedes  Mal,  wenn  das  Blut  eines  Babys    eines  Unschuldigen  Kindes   vergossen wird, bringen wir Satan ein Brandopfer dar und seine Macht erhöht sich mehr und mehr auf dieser Erde. Und diese Seele schreit verzweifelt nach Hilfe – und niemand kann sie hören bzw. niemand will sie hören! Ich wiederhole es Ihnen noch einmal: Diese Seele ist reif und erwachsen, auch wenn sie noch keinen ausgereiften und geformten Leib hat, alle Anlagen dazu sind ja schon da. Wie im Apfelkern die Anlage zu einem großen ausladenden Apfelbaum vorhanden ist.

565      Der Körper muss sich erst bilden und wachsen, aber die Seele ist fertig. Und dieser

Schrei, den das junge Leben ausstößt, wenn man es tötet, lässt die Himmel erzittern. Aber auch in der Hölle bricht ein Schrei des Triumphes los, zu vergleichen mit

dem Geschrei in einem Fußballstadion, wenn ein Tor geschossen wird. Die Hölle ist so ein Stadion, ein immenses, nicht einsehbares Terrain voll mit Dämonen, Teufeln und Unterteufeln, die wie verrückt vor Triumph schreien.

566      Die Dämonen haben das Blut meines Kindes über mich ausgegossen, das ich auf dem Gewissen hatte und auch das Blut jener, die ich dazu ermuntert und an-

gestiftet hatte, ebenfalls eine Abtreibung über sich ergehen zu lassen  Und meine ursprünglich lichte Seele verwandelte sich in undurchdringliche Finsternis. Nachdem ich abgetrieben hatte, verlor ich jedes Empfinden für Sünde. Ich meinte wirklich, keine Sünden zu haben.

567      Aber  der  HERR  zeigte  mir  noch  mehr,  nämlich  wie  man  durch  sogenannte  “Familienplanung”  weitere  Abtreibungen  verursacht.  Ich  hatte  mir  eine  Spirale  aus Kupfer einpflanzen lassen zur Empfängnisverhütung.

568      Seit  meinem  16.  Lebensjahr  benutzte  ich  diese  Art  der  Empfängnisverhütung.

Ich habe sie getragen bis zu dem Tag, als mich der Blitz traf. Nur wenn ich selber schwanger werden wollte, ließ ich sie entfernen.

569      Ich  möchte  allen  Frauen  sagen,  dass  die  Spirale  Abtreibungen  auslöst.  Das befruchtete Ei kann sich nicht einnisten und stirbt. Es wird abgetrieben. Ich weiß, dass viele Frauen, wenn sie die Periode haben, merken, dass sie im Blut so etwas wie ein grobes Gerinnsel wahrnehmen und dabei sehr große Schmerzen haben, mehr als es bei einer Monats-Regel normalerweise der Fall ist. Sie gehen zum Arzt und  der  schenkt  dem  Ganzen  keine  besondere  Aufmerksamkeit,  er  verschreibt ihnen ein Schmerzmittel, und wenn es sehr arg ist, gibt er eine Injektion.

570      Aber  wissen  Sie,  was  das  wirklich  ist?  Das  ist  ein  Mikro-Abortus.  Ja,  die  Spirale verursacht einen Mikro-Abortus. Denn nachdem die Eizelle befruchtet ist, will sie sich im Uterus einnisten und das kann sie wegen der Spirale nicht, wie ich Ihnen

schon  oben  sagte.  Diese  befruchteten  Eizellen  sind  aber  bereits  Menschen.  Sie haben bereits eine Seele, eine voll ausgebildete Seele, und es wird ihr nicht erlaubt, zu leben. Es war schauerlich sehen zu müssen, wie viele solche befruchteten Eizellen – also voll lebensfähige Menschen auf diese Weise ab